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Distance Call im Interview (Dezember 2013)

Ist denn wirklich alles gesagt und unternommen?

The-Pit.de: Ich habe dir ja auch schon persönlich gesagt, dass ihr mit Korry eine fantastische Sängerin habt, womit ich aber nicht die Leistung von euch anderen drei schmälern möchte. Es war aber nicht immer so einfach, wenn ich an die Band aus Heiligenhaus denke. Ist das bereinigt und mittlerweile Schnee von gestern?

Robert: Wir haben alle gute Bandpsychologen…war nur ein Gag. Ich weiß gar nicht, ob da überhaupt böses Blut geflossen ist. Wir machen unser Ding und jede andere Band soll auch ihr Dingen machen. Das sich Korry damals dazu entschieden hat, bei uns zu singen und bei The Mystery auszusteigen, da denke ich, dass es einfach Gründe sind, die jetzt nicht wirklich was mit Distance Call zu tun haben. Sie hat sich vielleicht auch gedacht: „Mensch, hier fühle ich mich einfach besser aufgehoben“. Klar, ich selber wäre natürlich auch sehr enttäuscht, würde man die Korry mir als Sängerin abspenstig machen wollen, weil ich genau weiß, dass du solch eine Sängerin nicht noch mal bekommst in diesem Land oder gar diesem Kontinent. Das weiß ich auch wirklich sehr zu schätzen. Böses Blut? Ich hatte jetzt keinen Kontakt mit den Leuten, deswegen mache ich mir da auch keine großartigen Gedanken. Wir sind auch mit dem neuen Album wirklich angekommen, sodass wir sagen, dass das jetzt Distance Call sind, womit es jetzt richtig vorwärts geht. Und um vielleicht vorzugreifen: Diese Woche wurde auch schon der erste Track für das nächste Album komponiert, abgeschlossen und zur Vorbereitung geschickt. Wir sind nicht faul, nur manchmal ein bisschen krank.

The-Pit.de: Dann mal zurück in die Gegenwart. Viel habe ich in der Presse zum neuen Album noch nicht mitbekommen. Wie sehen die bisherigen Rückmeldungen zum Album aus?

Robert: Momentan seid ihr wirklich die einzigen, die über uns geschrieben haben. Die Pressemitteilungen sind schon raus, es sind auch ein zwei Dinger in der Pipeline, die wir auch noch abwarten wollen und auch müssen. Da kann ich aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen, wird aber ganz bestimmt eine interessante Geschichte werden.

The-Pit.de: Sind euch neue Ideen für „Said And Done“ leicht eingefallen oder musstet ihr ein kreatives Loch überwinden?

Robert: Nein, schon…das ist so, dass ich hier sitze und die Songs ausarbeite. Bei einigen Songs brauche ich länger zum Komponieren, aber es gibt auch Songs, wo mir alles zufliegt, dann mache ich den Song auch direkt fertig. Anstrengend für mich als Komponist war, dass ich nach dem Debüt meinen Leuten noch genauer zugehört habe. Beim Spielen, beim Singen, wie spielt man, wie singen die. Da habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht, wie die Korry beispielsweise singen könnte, wenn ich ihr den oder den Riff hinknalle. Ich versuche auch, diverse Sachen zu steuern, mit Tonarten, mit verschiedenen Rhythmen und Takten. Dabei stelle ich mir immer vor, wie sie das Material singt, wie Jörn das trommelt, dass das Dingen auch richtig schön groovt. Das hat mir dann die Arbeiten ein bisschen erleichtert, auf der anderen Seite konnte ich dadurch auch viel intensiver komponieren.

The-Pit.de: Jetzt giltst du als Kopf der Band. Inwieweit können oder dürfen sich die anderen einbringen oder gehörst du eher zu denjenigen, die die Hand drüber halten?

Robert: Ich sag mal, das ist Gott sei Dank eine Band, die vorn vorne bis hinten damit zufrieden, was ich mache. Ich mache ja keine Gesangsmelodien oder so etwas, da lasse ich der Korry komplett freien Lauf, bei Gesängen halte ich mich komplett raus, das ist überhaupt nicht meine Abteilung. Alles, was Groove und Riffs angeht, das ich sage, den Song könnte man triolisch spielen, den könnte man mit einer Doublebass untermalen, das ist mein Gebiet. Da kam aber auch mal die Idee vom Trommler: „Hör mal, was hältst du eigentlich von der Idee, wenn ich an der Stelle mal keine Doublebass spiele, weil es dann so und so klingt, da habe ich einen komplett anderen Groove“. Der Jörn ist der Trommler, und wenn er sich an dieser Stelle dann besser fühlt und auch wirklich mehr Druck und Groove reinbringen kann, dann soll er das auch machen. Da bin ich dann nicht der Typ, der sich hinstellt und mosert nach dem Motto, dass ich stundenlang die Trommeln programmiert hätte und dergleichen. Kein Mensch kann so gut komponieren oder programmieren, wie sie ein Trommler nachher im Endeffekt mit Leib und Seele spielt. Da ist wichtig, dass jeder im Song sich so ausleben kann, wie er möchte, sich auch so ausleben soll, nur wir machen halt nicht, dass wir den Kern des Songs komplett verändern. Wir kucken, wie wir den Song insoweit arrangieren können, dass der Song nachher auch, wenn er von uns als Band gespielt wird, dass er auch wirklich nach dieser Band klingt. Wenn man sich die Songs auf dem „Said And Done“-Album vornimmt und die ersten Kompositionen anhört, die ich hier gemacht habe, dann klingen die schon stellenweise anders als das, was du heute auf dem Album hörst. Da haben wir stellenweise Parts vertauscht usw., da bin ich für jede Kreativität meiner Bandmusiker komplett offen. Wir krempeln den Song nicht um, sondern wir arbeiten mit dem Kern des Songs.

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