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Distance Call im Interview (Dezember 2013)

Ist denn wirklich alles gesagt und unternommen?

Schon seit Debüttagen werfen wir von The-Pit.de immer wieder einen Blick gen Dortmund, der Heimat der hart rockenden Distance Call, die unlängst ihr zweites Album veröffentlichten, welches einfach gereifter klingt und nicht zu Unrecht hier eine hohe Punktezahl einheimsen konnte. Und auch wenn der Titel „Said And Done“ impliziert, dass doch eigentlich alles gesagt sei, so beweist Gitarrist Robert, dass dem nicht so ist. Und wenn er einmal im Redefluss ist, dann ist er nur noch schwer zu bremsen, auch wenn er das ganze Wochenende wegen Grippe flach gelegen hatte.

The-Pit.de: Hi Robert, das hier ist ja das erste Interview mit Distance Call bei uns. Stell doch bitte zuerst eure Truppe vor. Wann habt ihr euch gegründet, wie habt ihr euch gefunden und welche Schwierigkeiten hattet ihr zu überwinden?

Robert: Das Ganze war eigentlich erst ein Nebenprojekt von der Korry und von mir, wir hatten halt einfach Lust, mal wieder Musik zusammen zu machen. Da ich gerade keine Band hatte und sehr viel Zeit und Energie in die Kompositionen reinsteckte, da habe ich ihr die ganzen Songs auch mal vorgestellt. Sie meinte, das klinge total klasse und darauf könne sie auch singen, ihr würden auch direkt Texte und Melodien einfallen. Dann ging die Suche nach einem Drummer und einem Bassisten los. Den Trommler hatte ich dann über das Internet wiedergefunden, denn mit ihm hatte ich in Aschaffenburg das Musikstudium vor zig Jahren. Im Jahr 2000 hatten wir uns dort kennen gelernt. Wir haben uns dann aus den Augen verloren, aber irgendwie lief er mir da wieder über den Weg, über Myspace war das noch damals. Da habe ich ihn kontaktiert und ihm gesagt, was ich so vor habe: „Du, ich habe hier ein paar coole Songs, die würde ich ganz gerne mal spielen, vielleicht auch aufnehmen, ich habe auch eine geile Sängerin am Start, mit der ich schon früher in zwei verschiedenen Bands gespielt hatte.“ Ich hab ihn gefragt, ob er denn Lust hätte. Er wollte wissen, wie ich mir das wegen der Entfernung vorstelle. Ich meinte nur, das bekommen wir schon hin. Ich komponiere das Zeug, dann schicke ich das immer rum, dann können sie das vorbereiten und einmal im Monat könne man sich zum Proben treffen. Dem Jörn hat das auch sehr gut gefallen. Jetzt fehlte uns noch ein Bassmann. Ein paar Bassisten haben sich dann bei mir vorgestellt, das war auch ganz spaßig, nur wollten sie aber dann modernere Musik machen. Das wollte ich aber nicht, die Musik sollte genau so gespielt werden. Ich wollte nicht den Musiker in seinen Ideen beschränken, ich wollte aber einfach diesen Stil machen, diese schöne Achtziger/ Anfang Neunziger Mucke, aber nicht alles auf biegen und brechen. Dann hatten wir eine ganze Zeit lang keinen Bassisten. Wir hatten uns dann bei unserem Trommler Jörn getroffen, weil er da auch die Möglichkeit hatte, mit uns zu proben. Dann hatten wir einen sehr sehr guten Musiker, den Robert aus Detmold, mit dem wir anfangs proben konnten, da war das schon sehr sehr geil, da wir mal die Songs auch mal so hören konnten, die wir komponiert hatten, und nicht nur mit einem Drumcomputer und einem selbst eingespielten Bass. Die Songs mal live mit Musikern gespielt im Proberaum hören, dass war schon richtig geil. Die erste Schwierigkeit war halt die, dass dem Bassisten dann alles ein bisschen zu viel wurde, weil er eigentlich Gitarrist ist, ein sehr gute Bluesgitarrist und Allroundmusiker, aber er spielte auch anderweitig in einer Band, arbeitete als Musiklehrer usw. Er meinte dann, dass er gerne mal beim Proben aushelfen könnte, aber fest einsteigen wollte er nicht. Wir mussten dann weitersuchen. Der Jörn meinte dann, dass sein Bruder Arno auch ein Allroundtalent sei, das er auch Bass spielen könne. Im Mai 2009 hatten wir ihn dann mal zur Probe eingeladen. Der Arno sollte für die Probe mal zwei Stücke vorbereiten, am Ende hatten wir dann fünf Songs mit ihm gespielt. Das fand ich schon ziemlich geil. Darüber hinaus kann der Bursche auch noch singen. Wir mussten uns dann unterhalten, da er in Hannover auch noch in zwei weiteren Band eingebunden war. Ich habe ihm gesagt, dass es eine ziemlich geile Sache werden kann, was wir hier machen. Er war von vornherein direkt begeistert. Im Juli 2009 sind wir dann mal in ein kleines Studio in Hannover gegangen, wo wir unsere Demo „Distance Call 2009“ aufgenommen haben. Dann haben wir versucht, den einen oder anderen Gig zu spielen. Anfang 2010 hatten wir dann auch im Ruhrgebiet auch die ersten Konzerte. 2010 hatten wir dann ja auch unser erstes Album eingespielt, wo wir noch ein bisschen herumexperimentiert haben, mit dem Sound, mit dem Mischen, wie soll die ganze Sache klingen. Das soll man jetzt nicht negativ bewerten, aber meiner Meinung nach waren wir bei der Produktion in der Experimentierphase, die dann aber am Ende doch ganz gelungen war. Bass und Drums hatten wir im Musikzentrum Hannover eingespielt, die Gitarren und Vocals haben wir schon beim Martin Buchwalter in den Gernhart Studios aufgenommen. Dann sind wir noch auf Ralf von Phoenix Rising gestoßen, der hatte uns dann einen Plattendeal besorgt. Von Bandgründung bis zur Veröffentlichung des ersten Albums hat das dann ungefähr zwei Jahre gedauert, da kann man eigentlich mit der Arbeitsweise ganz zufrieden sein. Dann gab es ja noch ein paar andere Schwierigkeiten, nicht bandintern, sondern was von außen herangetragen wurde. Es wollten sehr viele Leute etwas für uns tun, aber es ist irgendwie nicht wirklich etwas passiert. Wir haben uns mit unglaublich vielen Leuten unterhalten, aber es ist einfach nichts bei rumgekommen. Wir haben unsere Gigs gespielt, beim Publikum sind wir auch immer ganz gut weggekommen. Sehr interessant war dann für uns 2012, als wir auf dem Mercenaries Metal Meeting gespielt haben. Da haben wir einen Typ getroffen, den ich zehn Jahre vorher schon mal getroffen hatte. Mit dem Gabriel hatte ich mich dann sehr lange unterhalten und er meinte: Wenn ich mal was für euch tun kann, dann ruf mich an. Ich hatte mich dann bei ihm gemeldet und meinte zu ihm, dass immer alle Leute nur erzählen, aber keine was macht. Ich wollte wissen, was er denn für uns tun könne. Er meinte dann, wenn wir Zeit hätten, könne er uns auf dem Steel Meets Steel 2012 unterbringen. Wir waren zwar schon wieder in der Kompositions- bzw. Probephase für das zweite Album, aber wir haben das trotzdem gemacht. Die Frau von unserem Trommler wollte unbedingt auf das Bonfire/ Tyketto-Konzert, Jörn meinte dazu, dass es doch eine coole Idee sei dort im Vorprogramm spielen zu können. Dann haben wir den Gabriel gefragt, ob er uns irgendwie weiterhelfen kann. Er hat dann für uns eine halbe Stunde Vorprogramm fest gemacht. Da war für mich klar: Diesen Burschen brauchst du als Manager. Somit stand einer Zusammenarbeit nichts mehr im Weg. Seit Oktober 2012 arbeiten wir dann mit dem Management zusammen, womit wir auch zufrieden sind.

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