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Dir En Grey im Interview (Oktober 2011)

"Wir streben stets danach, Klänge und Musik zu erschaffen, die niemand zuvor gehört hat."

Waren 2011 viel in Europa zu Gast: Dir En Grey

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Gerade in den letzten Jahren erlangten Dir En Grey zunehmend internationale Bekanntheit und dürften inzwischen vor allem dank des diesjährigen Auftritts auf dem Wacken Open Air auch vielen ein Begriff sein, die nicht mit der japanischen Musikszene vertraut sind. Mit „Dum Spiro Spero“ veröffentlichte das Quintett dieses Jahr ein experimentelles, grenzüberschreitendes Stück extremer Musik, das der Truppe einerseits neue Fans einbrachte, andererseits aber Anhänger des älteren Materials bis zu einem gewissen Grad verschreckte. Wir erhielten die seltene Gelegenheit, ein Interview mit der Band zu führen und sprachen mit Drummer Shinya, der sich zwar nicht allzu gesprächig gab, aber trotzdem einiges über das neue Album, die Vergangenheit der Band und seine Haltung zum Visual Kei erzählte.

The-Pit.de: Hallo, wie geht es dir? Nicht nur hat es länger als je zuvor gedauert, bis ihr euer neues Album veröffentlicht habt, sondern „Dum Spiro Spero” ist auch noch experimenteller als euer letztes Album geworden. Gab es irgendwelche speziellen Ziele, als ihr das Album geschrieben habt und was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Unterschiede zu “Uroboros”?

Shinya: Ich würde nicht sagen, dass es ein spezielles Ziel gab, aber es war ein Album, von dem wir nicht sicher waren, ob wir es fertigstellen würden, also waren wir äußerst eisern, es doch noch abzuschließen.

The-Pit.de: “Dum Spiro Spero” bedeutet auf Deutsch „Solange ich atme, hoffe ich” und ist vorrangig durch den lateinischen Philosophen Cicero bekannt. Warum habt ihr dieses Zitat als Albumtitel gewählt? Ist es vielleicht eine Art Statement und reflektiert das lyrische Thema des Albums?

Shinya: Es ist in Ordnung, den Titel so zu interpretieren, wie immer du willst, sei es so, wie es ist, oder als das genaue Gegenteil von dem, was es ist. Ich denke aber, wenn die Situation in Japan gerade nicht so wäre wie sie ist, hätten wir diesen Namen nicht gefunden.

The-Pit.de: Dir En Grey hatten schon immer einige komplexe Songs, aber ab “Uroboros” wurde es offensichtlich, dass ihr generell in eine wesentlich progressivere Richtung geht, die zu den ungewöhnlichen Songstrukturen auf “Dum Spiro Spero” geführt hat. Wie denkt ihr ist dieser Wechsel zustande gekommen? Wolltet ihr euch von regulären Songschemen lösen und euren Sound ausbauen?

Shinya: Wir streben stets danach, Klänge und Musik zu erschaffen, die niemand zuvor gehört hat. Ich denke das erklärt es.

The-Pit.de: In einigen Songs auf “Uroboros” sind die Refrains und Melodien allgemein gewissermaßen versteckt: Beim ersten Hören bemerkt man sie nicht immer, aber nach einer Weile werden sie immer einprägsamer. Mir ist dasselbe auf “Dum Spiro Spero” aufgefallen, zum Beispiel bei “Juuyoku”. Denkst du, diese Art von Songwriting nimmt den Fokus von den Melodien fort oder betont sie im Gegenteil sogar?

Shinya: Wenn die Melodie sich verändert, wird es genauso mit dem Rest passieren und anders herum. Die Songs sind durch den wiederholten Prozess dieses Systems konzipiert.

The-Pit.de: Viele Songs auf dem neuen Album besitzen einen ziemlich extremen Metal-Sound und in „"Yokusou Ni Dreambox" Aruiwa Seijuku No Rinen To Tsumetai Ame” gibt es sogar einen Grindcore-artigen Part. Haben euch andere Bands in dieser Richtung beeinflusst oder war es einfach eine natürliche Entwicklung, euren Sound zu erweitern?

Shinya: Für mich gibt es da keine spezielle Band, die mich beeinflusst hat.

The-Pit.de: In einigen Reviews wurde der Sound auf “Dum Spiro Spero” mit seinen tief grummelnden Gitarren und dem prominenten Bass von Toshiya mit dem Genre Sludge Metal verglichen. War es eure Intention, einen so düsteren und abgründigen Sound zu erschaffen und wurde dieser von diesem Musikstil beeinflusst?

Shinya: Vielleicht gibt es einige Dinge, die uns beeinflussen, aber es war nie unsere Intention, einen bestimmten Sound zu kreieren. Wir streben immer nach dem originalen Dir-En-Grey-Sound.

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