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Dipsomania im Interview (Mai 2014)

„…der Zug war dann Mitte der Neunziger auch abgefahren…“

Ex-Drummer August konzentriert sich nun auf Crossplane und Exumer

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The-Pit.de: Und wie weit sind eure Ideen schon ausgearbeitet?

Dirk: Theoretisch haben wir eine CD schon fertig. Musikalisch steht alles, vom Gesang her sehe ich da überhaupt kein Problem.

Thomas: Wir leben ja im Computerzeitalter. Ich habe die meisten Sachen für Dipsomania geschrieben und das wird wahrscheinlich auch in Zukunft so bleiben. Aufgrund der technischen Gegebenheiten kann ich die ganzen Sachen sofort mit Cubase festnageln. Ich nehme die Dinger mit Computerschlagzeug und Computerbass auf, dann gehen wir in den Proberaum. Sobald einer sagt „hier, ich kann Schlagzeug spielen“, dann wird das sofort aufgenommen und die CD wäre dann fertig. Die Gedanken Dipsomania und „Songs schreiben“ laufen.

The-Pit.de: Viele Bands hätten ja schon längst in den Sack gehauen. Warum ist eure Motivationsfeder noch ungebrochen?

Dirk: Meine Tochter.

Thomas: Unsere Fans. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde. Ich bin da wirklich ein bisschen schüchtern, aber wenn wir die Konzerte haben oder unterwegs sind, dann heißt es zumindest auf lokaler Ebene: „Total geil, dass ihr das gemacht habt.“ Die Motivation, dass es nicht nur uns begeistert, sondern dass es auch anderen Leuten gefällt, das heißt doch auch, dass wir weiter machen müssen. Wir müssen noch irgendwie versuchen, das irgendwie auf die Kette zu bekommen.

The-Pit.de: Was können eure Fans in näherer Zukunft erwarten?

Thomas: Eine Cubase-Aufnahme mit programmierten Schlagzeug und Bass ist fertig, insgesamt fünf Songs mit eingespielten Gitarren und Gesang. Das sind jetzt die Sachen, die wir mit dem August gemacht haben, alles neue Songs. Wir haben noch neue Ideen, und wenn sich einer melden würde, dann würde er die CD bekommen.

Dirk: Aber nur einer, der es ernst meint, nicht irgendein Juppek, der uns verarschen will. Das mache ich nicht.

The-Pit.de: Wir haben hier die Sachen fertig, die wir gerne einspielen würden. Erst einmal proben zum Kennenlernen, dann die CD einspielen und dann wieder quasi durchstarten.

Dirk: Oder ich würde den August fragen. Der kennt ja auch so viele aus der Musikbranche, der könnte vielleicht einen klar machen.

Thomas: Wir wollen auf jeden Fall die CD produzieren und live spielen. Wir sind ja schon ein paar Jahre dabei und haben ein paar Möglichkeiten, wo wir spielen können. Wir kennen ja auch Bands, die mit Dipsomania spielen würden. Ich hätte auch kein Problem damit, irgendwo als Vorband zu spielen (jahrelang nichts auf die Kette kriegen und dann Headlinerambitionen im Hinterkopf?; Anm. d. Red.). Wenn wir nur dreißig Minuten bekommen, dann spielen wir auch nur die halbe Stunde. Das ist ein reines Hobby, das muss Spaß machen.

Dirk: Das ist Thrash, und Thrash muss Spaß machen.

The-Pit.de: Ganz am Anfang hattet ihr das Review im Rock Hard eingebracht. Was haltet ihr von der aktuellen Entwicklung beim Heft?

Dirk: Natürlich muss man sehen, dass mit Götz ein großer gegangen ist. Er hat das Rock Hard Festival geprägt, die ganzen Sponsoren herangeholt. Für uns als lokale Band ist es schwierig, sich da auf irgendeine Seite zu stellen und zu sagen, ob das nun gut oder schlecht ist. Man wird sehen, wie sich das Rock Hard Magazin entwickelt. Ich hoffe, dass es nicht schlechter wird. Vielleicht wird es auch besser, wenn er weg ist.

Thomas: Das Rock Hard wird auf jeden Fall neue Wege gehen ohne Götz. Der René hat gesagt: „Ich gebe erst Ruhe, bis ihr auf dem Rock Hard Festival spielt. Wir haben in der Matrix gespielt, warum sollen wir es nicht auch zum Rock Hard Festival schaffen? Dafür brauchen wir aber erst einen neuen Schlagzeuger. Dann würde ich auch sehr viel dafür hergeben, auch wenn wir am Donnerstagnachmittag um elf Uhr, wenn gerade die Toiletten aufgebaut werden, spielen müssen.

Zwischen wollen und machen, irgendwo im nirgendwo, vielleicht ein bisschen verloren, ohne Risiko, ein wenig Scheu vor der eigenen Verantwortung, so gehen Dipsomania weiterhin gemächlich der Zukunft entgegen. Der Band mag man entgegenschreien: Wartet nicht, dass jemand für euch etwas tut, sondern nehmt es selber in die Hand. Niemand kann euch besser helfen als ihr selbst. So aber sitzen wir vielleicht in fünf Jahren erneut zusammen bei einem resümierenden „was wäre wenn“. Irgendwie hat das auch etwas von einem Leitfaden.Wie langsam die Dorstener Mühlen mahlen sieht man allein daran, dass die Facebook-Seite der Band vor fünf Monaten aktualisiert wurde. Der eine oder die andere geht da schon von einer toten Band aus. Es liegt an Dipsomania, dem ganzen Projekt wieder mehr als nur heiße Luft einzuhauchen.

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