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Dipsomania im Interview (Mai 2014)

„…der Zug war dann Mitte der Neunziger auch abgefahren…“

The-Pit.de: Wir sind uns Anfang 2011 zum ersten Male bei der Metal Apocalypse Over Dorsten über den Weg gelaufen, kurze Zeit später habt ihr auf dem Metropole Ruhr Festival 2011 (u.a. mit Forbidden und Desaster) gezockt. Den Schwung solch einer Show konntet ihr wiederum nicht konservieren. Ärgert das nicht so langsam und ist man nicht eher verzweifelt denn motiviert?

Dirk: Nein, demotiviert würde ich nicht sagen. Das Problem ist halt, dass du keinen hast, der die ganze Geschichte in die Hand nimmt (was ist denn mit selber machen, die Verantwortung selbst am Schopfe packen? Die Ausreden sind ja dieselben wie schon vor mehr als 20 Jahren; Anm. d. Red.). Das Potenzial war theoretisch da, nur hat keiner was gesagt. Damals der Dieter, der hat gesagt, wie wir uns auf dem Foto hinstellen sollen, dass wir aus dem Arsch kommen sollen, das wir dies oder das machen sollen. So ein Typ hast du nicht. Jetzt haben wir den René als Manager. Das Problem ist halt, dass wir keinen Schlagzeuger haben. Der August ist ja ausgestiegen.

Thomas: Ich muss noch dazu sagen, dass uns heute klar ist, dass wenn du niemanden hast, der sich kontinuierlich darauf konzentriert, dass du Konzerte machst, dass die Werbung läuft und du im Munde bleibst, dass du noch eine zweite CD aufnimmst, dass es dann nichts wird. Du hast bei Dipsomania jetzt Leute, die ihren Jobs nachgehen. Das geht von Montage bis zur Spätschicht in einem Kinderjugendheim. Da ist das dann schwierig, das alles so zu bündeln, dass man erfolgreich sein kann. Da ist man dann nicht enttäuscht, das ist halt nur das, was dir die Situation so gibt. Das ist wohl auch das, was der August sagte: „Ich kümmere mich um die Konzerte und von euch kommt nichts!“ Wir wussten im Prinzip gar nicht, wie das funktioniert (also auch in zwanzig Jahren nichts dazugelernt; Anm. d. Red.). Wir hatten den Drang, alles zu forcieren, weiter zu spielen usw. Ich habe immer nur das gemacht, was uns Spaß gemacht hat wie z.B. das Konzert mit Forbidden in der Bochumer Matrix.

The-Pit.de: Letztes Jahr im September konntet ihr dann euer silbernes Jubiläum feiern, aber einen Schritt weiter ist die Band wieder nicht gegangen. Wie geht es jetzt weiter, zumal Drummer August aus terminlichen Gründen nicht mehr bei euch ist. Warum ist es schwierig für euch, Ersatz zu finden?

Thomas: Wenn wir das wüssten, dann hätten wir ja einen.

Dirk: Es gibt ja im Moment auch keinen. Ich kann aber ja einen Aufruf starten: Wer Bock hat, bei Dipsomania zu spielen, der kann sich auf Facebook melden. Wir sind auch dabei, einen zweiten Gitarristen zu installieren.

Thomas: Ich hätte auch nicht gedacht, dass es sooo schwer werden würde, einen Drummer zu finden. Im Oktober hatten wir gesagt, dass wir langsam einen suchen würden, im November hatten wir mit ein paar Leuten gesprochen und im Dezember die Facebook-Seite aktualisiert. Bis jetzt ist noch immer nichts da und es ist wirklich schwierig.

Dirk: Es gibt keinen Schlagzeuger in unserem Alter, der mit uns alten Säcken etwas machen will. Aber wir sind auch für junge Leute offen. Meine Tochter sagt mir mehrmals am Tag: „Hey Papa, ich bin Thrasher, was ist mit Dipsomania-Proben? Ich will euch live sehen!“ Was soll ich sagen? Thrash ist eine Lebenseinstellung, dann lass uns endlich mal Musik machen. Das kann doch nicht so schwer sein, einen Schlagzeuger zu finden (vielleicht wollen die aber eine Band, die nicht nur redet; Anm. d. Red.).

The-Pit.de: Ihr habt mir vor kurzem gesteckt, dass ihr auch schon neue Songs und Ideen habt. Würdet ihr für eine Aufnahme auch mit einem Sessiondrummer arbeiten?

Dirk: Ja, natürlich. Ja, absolut.

Thomas: Sobald sich einer meldet und sagt, dass er mit Dipsomania was machen will, dann machen wir das.

Dirk: Es gibt doch nichts besseres, als eine CD vorzuweisen: Hier, so machen wir das.

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