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Devilment im Interview (Januar 2017)

Pornostars, Hitchcock und Stephen King

The-Pit.de: Devilment haben sich vom ersten zum zweiten Album klar weiterentwickelt. Du singst dort wesentlich mehr, was der Band meiner Ansicht nach sehr gut tut. Doch wie kam es dazu und wie entscheidet ihr, wer welchen Part singt? War das eine natürlich Entwicklung oder hat die Band sich schlicht dazu entschlossen, mehr weiblichen Gesang auf der Platte zu haben?

Lauren: Ich denke, wir haben erstmals darüber diskutiert, als wir auf Tour mit Lacuna Coil waren. Jeder fühlte, dass das Gesangs-Wechselspiel zwischen Cristina und Andrea ein unheimlich wichtiger Aspekt ihrer Songs ist, weswegen Dani vorschlug, ich sollte auf dem zweiten Album mehr singen. Als die Songs zwischen den Bandmitgliedern hin- und hergeschickt wurden, achtete ich auf Parts, die für melodische Vocals geeignet wären. Dies hat sich ganz natürlich so entwickelt, denn es gab Teile, in denen ich Hooklines heraushörte und solche, die eindeutig besser für Danis Gesang geeignet waren. Manchmal schrieb Dani Vocalparts und ließ Teile offen, bei denen er dachte, dass mein Gesang gut passen würde, von daher war es eine recht einfache Entwicklung für uns.

The-Pit.de: Für meine Begriffe ist das zweite Album um einiges stärker als das erste, zumal es wesentlich mehr eingängiges Material beinhaltet. Würdest du dem zustimmen?

Lauren: Definitiv! Es gab für mich schon Highlights auf der ersten Scheibe. Ich liebe „The Great And Secret Show“ und denke „…Blood Group…“ und „Mother Kali“ klingen live fantastisch, doch ich denke, „The Mephisto Waltzes“ klingt reifer und hat einen klareren Sound und ich finde auch, dass wir uns als Musiker weiterentwickelt haben. Ich bin sehr stolz darauf, wie weit wir gekommen sind.

The-Pit.de: Meiner Ansicht nach ist die Platte in der Mitte am stärksten, mit dem erwähnten „Full Dark, No Stars“, „Shine On Sophie Moone“ und „Life Is What You Keep From The Reaper“. Wie siehst du das, hast du bestimmte Favoriten?

Lauren: Nun, wir Musiker alle sagen gerne, dass die Songs wie unsere Kinder sind und wir sie alle gleich lieben, aber natürlich hat man letzten Endes eine Schwäche für einige bestimmte Tracks. Ich schätze „Full Dark, No Stars“ wirklich sehr und ich mag die Energie in „Under The Thunder“, obwohl das Stück es fast nicht aufs Album geschafft hätte – wir hatten den gesamten Chorus noch mal überarbeitet, erst kurz bevor unser Drummer ins Studio ging, um seine Parts aufzunehmen.

The-Pit.de: Wie ist „Shine On Sophie Moone“ entstanden? Für mich ist dies der interessanteste Song, sowohl musikalisch als auch vom Titel her. Nach meinem Eindruck handelt das Stück von jemandem, der total besessen ist von ihr, auf der anderen Seite ist es wohl ein Song, der einfach nur Bewunderung ausdrückt. Stimmt das und was denkst du darüber, einen Track über eine Pornodarstellerin auf dem Album zu haben?

Lauren: Ich wusste ehrlich gesagt nicht, dass sie eine Pornodarstellerin ist, bis es die Jungs in der Band erwähnten. Musikalisch war es einer der ersten Songs, an dem wir für dieses Album gearbeitet haben und wir haben während der Proben oft darauf gejammt. Wir hatten keine wirklich festgelegte Richtung dafür im Sinne, was der Grund dafür ist, dass er sehr vielfältig ist und viele kontrastierende Sektionen beinhaltet. Ich denke, es ist wichtig, derartige Songs auf dem Album zu haben, genauso wie die simpleren, eingängigeren Nummern à la „Hitchcock Blonde“ oder „Full Dark…“, denn das gibt der Band Raum zum Experimentieren und bietet auch dem Hörer mehr Abwechslung.

The-Pit.de: Wenn man Dani kennt, denke ich außerdem, dass man solch einen Song mit einer Portion Humor betrachten muss, oder?

Lauren: Ja, auf jeden Fall. Das muss man ein bisschen mit Ironie sehen. Aber bei Devilment geht es ständig darum – Dinge mit einem Augenzwinkern oder einem verschmitzten Lächeln zu betrachten. Man sollte nicht alles bierernst nehmen. Sicher, es ist heavy, aber es hat Energie und soll Spaß bringen.

The-Pit.de: Weiß denn Sophie von diesem Song?

Lauren: Keine Ahnung. Vielleicht, wenn sie Fan der Band ist.

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