Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Devilment im Interview (Januar 2017)

Pornostars, Hitchcock und Stephen King

Im November letzten Jahres brachten Devilment nur zwei Jahre nach dem Debüt „The Great And Secret Show“ ihren zweiten Longplayer „The Mephisto Waltzes“ heraus. So manch einer mag die Truppe lediglich als Nebenspielweise von Cradle Of Filth-Frontmann Dani betrachten, dass jedoch ein bisschen mehr dahintersteckt und es sich definitiv um eine eigenständige Formation handelt, dürfte wohl jeder bestätigen, der diese Platte gehört hat, welche eine klare Steigerung zum bereits weitestgehend gelungenen Erstlingswerk aufweist. Keyboarderin und Co-Sängerin Lauren Francis stand uns für ein Interview zur Verfügung und verriet ein bisschen mehr über die Hintergründe der Briten.

The-Pit.de: Hi Lauren. Wenn jemand zu dir kommen und sagen würde, Devilment seien nur ein Nebenprojekt von Dani Filth, was würdest du entgegnen, um das als Quatsch zu entlarven?

Lauren: Ich denke, als wir nur ein Album herausgebracht hatten, war es einfach, das Ganze nur als Nebenprojekt zu betrachten, aber das zweite Album beweist meiner Meinung nach, dass Devilment mehr als nur ein Nebenprojekt sind. Wir haben daran gearbeitet, unseren Sound und unser Songwriting reifen zu lassen und ich denke, wir haben uns mit „The Mephisto Waltzes“ klar weiterentwickelt.

The-Pit.de: Nerven dich die Vergleiche von Devilment und Cradle Of Filth?

Lauren: Mir macht es nicht wirklich was aus, wenn die beiden Bands verglichen werden. Jeder denkt automatisch an Cradle Of Filth, wenn er oder sie Danis Stimme hört, da sie nun einmal ziemlich unverkennbar ist. Allerdings bin ich sehr überrascht, wenn Leute meinen, die Musik sei quasi dieselbe, denn ich denke, stilistisch unterscheidet sie sich deutlich von dem, was Cradle machen, aber das ist ja das Schöne an Musik – subjektiv ist sie völlig verschieden interpretierbar. Manche sagen, sie bevorzugen Devilment, andere bevorzugen Cradle, manche mögen beide und manche können beide nicht ausstehen. Was auch immer der Fall ist – ich bin erfreut, dass Leute interessiert genug sind, dem zuzuhören, was wir kreiert haben und dass sie sagen, was sie davon halten.

The-Pit.de: Kommt der Name der Band von dem Cradle-Song „In Grandeur And Frankincense Devilment Stirs“?

Lauren: Ja, ich glaube, daher kommt er.

The-Pit.de: Bitte nenne einige musikalische (oder auch andere) Einflüsse sowohl für dich persönlich als auch für die Band.

Lauren: Ich bin von jeglicher Musik inspiriert, ich bin überhaupt nicht limitiert, was meinen Geschmack betrifft. Wenn ich mit dem Auto fahre, zappe ich durch alle Radiosender, um zu hören, was es so gibt. Deswegen ist es schwierig für mich, über meine musikalischen Einflüsse zu reden – für gewöhnlich erfahre ich nicht unbedingt bewussten Einfluss von bestimmten Künstlern. Ich bin des Öfteren eher an Songs als an Bands interessiert – wenn es sich um einen tollen Song handelt, ist es egal, welcher Stil oder welches Genre zugrunde liegt oder wer ihn geschrieben hat. Allerdings war die Tour mit Lacuna Coil und Motionless In White inspirierend, vor allem, da es meine erste Tour war und das erste Mal, dass ich in einer Metalband spielte. Ich denke, durch Motionless In White wurde ich ermutigt, mehr mit Synthesizern und Elektrosounds zu experimentieren und Cristina mit ihrem Gesang rocken zu sehen und zu hören, ermutigte mich ebenfalls, auf unserem zweiten Album mit mehr Power zu singen.

The-Pit.de: Wie kam die Band zusammen und wie bist du dort gelandet?

Lauren: Die Band wurde 2011 gegründet und ich kam im späten 2012 dazu. Einen wirklichen Plan gab es jedoch nicht. Daniel Finch hatte einige Ideen, die er gemeinsam mit einem Sänger weiterentwickeln wollte. Dani steuerte ebenfalls ein paar Ideen bei und dann arbeiteten sie mit verschiedenen Musikern zusammen, bis sie ein Line-up fanden, das sich als stabil erwies. Devilment kamen richtig zur Entfaltung, als Colin (Parks – Leadgitarre seit 2013; Anm.d.Verf.) und ich hinzustießen. Ich habe allerdings keinen Metal-Background und kam nur dazu, weil sie eine Sängerin für den Track „Girl From Mystery Island“ brauchten, als sie Demos zusammenstellten. Nick, unser Bassist, kontaktierte mich deswegen. Zunächst war ich ziemlich unsicher, da ich etwas in dieser Richtung noch nie gemacht hatte, doch letztlich fand ich, dass es doch zu mir passte und es mir Spaß brachte, mal etwas anderes zu machen. Als sie mich fragten, ob ich auch Keyboards spielen und voll einsteigen möchte, sagte ich also zu.

Seite
comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann