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Décembre Noir im Interview (September 2016)

„Jeder der so viel Energie, Geduld und finanzielle Mittel investiert, um ein Instrument zu erlernen und damit seine Kreativität in Songs packt, hat alle Aufmerksamkeit verdient“

Artwork zum aktuellen Album "Forsaken Earth"

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Die Doom-Metaller von Décembre Noir aus Thüringen haben seit dem vor kurzem veröffentlichten zweiten Studioalbum „Forsaken Earth“ einige neue Fans gewonnen, blicken auf eine erfolgreiche Releaseparty zurück und haben uns Sebastian (Gitarre) für ein aufschlussreiches Interview zur Verfügung gestellt.

The-Pit.de: Hi Sebastian! Erstmal Glückwunsch zur neuen Scheibe, ist ein wahres Meisterwerk geworden. Danke, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Gehen wir erst einmal zurück in das Jahr 2008, in dem du mit eurem damaligen Schlagzeuger Décembre Noir gegründet hast.Wie kam es, dass ihr euch entschlossen habt, Doom Metal zu spielen?

Sebastian: Ich glaube, wir fanden in unserer Jugend, Mitte der 90er, den Weg in diese Art des Metal. Da erschienen so einige Glanzleistungen. Aber mit dem Erlernen eines Instrumentes verschiebt sich natürlich der Fokus auf Bands, welche technischer und schneller sind. Man versucht da, Anschluss zu finden und man will ja die Anerkennung und die Beachtung der Freunde und des Publikums haben, wenn man rasend, aber eigentlich eher stolpernd und unsauber über sein Instrument fliegt. Später neigt man sich in der Musik dann eher den Sachen zu, die einen wirklich berühren. Man war ja auch nie weg davon. Man hat die Alben gesammelt, ist auf Konzerte gegangen. Eigentlich ist Décembre Noir eine logische Konsequenz.

The-Pit.de: Eure Musik ist sehr finster und intensiv. Hört ihr privat auch Musik aus anderen Richtungen?

Sebastian: Natürlich, uns begeistern viele Sachen. Sehr interessant ist, dass fast jeder in der Band irgendwelche Bands gerne hört, mit denen die anderen überhaupt nichts anfangen können. Also wir sind da wirklich sehr offen für alles, oder eben auch nicht.

The-Pit.de: In dem Review zu „Forsaken Earth“ habe ich October Tide und Novembers Doom als Vergleich herangezogen. Sind das Bands, deren Sound euch inspiriert hat? Gibt es überhaupt Bands, an denen ihr euch orientiert?

Sebastian: Nein, orientieren tun wir uns nicht. Uns wundern manchmal auch Vergleiche, die gezogen werden, da wir zu der genannten Band gar keine Parallelen aus unserer Sicht erkennen können. Aber man sieht das als Konsument ja auch immer etwas anders. Ich für meinen Teil bin da eh raus. Ich nehme mir eigentlich nie Zeit, Musik zu hören. Das Autoradio ist immer aus, da ich das Hören mit Fahrgeräuschen nicht mag und sonst nehme ich mir kaum Zeit dafür. Ich muss mich in den Pausen im Proberaum auch immer aufklären lassen, welche Band da gerade läuft.

The-Pit.de: Auf YouTube habt ihr ein Video veröffentlicht, in dem ihr die Lieder des neuen Albums einzeln kurz erklärt. Ist euch wichtig, dass die Hörer sich mit der Thematik und den Hintergründen befassen? Welchen Stellenwert haben die Lyrics bei euch?

Sebastian: Für unseren Sänger einen ganz großen. Nein, alles sollte zusammen passen. Die Stimmung eines Songs sollte den Text repräsentieren und auch umgedreht. Die Texte entstehen bei uns unabhängig von den instrumentalen Songs. Das heißt, der Text muss ohne Song funktionieren und die Musik ohne Text. Wenn dann noch alles zusammen passt, hat der Song einen Namen. Uns war es aber trotz allem einmal wichtig, dem Hörer auch ein wenig Einblick in unsere Denkweise zu geben und in die Entstehung des Songs und die Hintergründe.

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