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December Youth im Interview (Juli 2016)

"Unsere Musik ist für jeden."

Artwork der ersten Scheibe "Transgressions"

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Die Nordrhein-Westfalen December Youth erregen gerade mit ihrem neuen Album „Relive“ ordentlich Aufmerksamkeit, schon mit dem Vorgänger „Transgressions“ wurde eine gute Basis geschaffen – und dabei gibt es die Truppe erst seit knapp zwei Jahren. Grund genug, die Post-Hardcore-Aufsteiger mal näher zu betrachten und Sänger und Geschichtenerzähler Chris zum Inhalt der Platte wie auch zu seinen Lieblingsbands auszuquetschen.

The-Pit.de: Hey Chris, danke für deine Zeit! Viele unserer Leser werden December Youth noch nicht kennen, stell dich und die Band doch bitte mal kurz vor.

Chris: Hola, ja klar, danke für das Interesse! Ich singe in December Youth, einer Post-Hardcore/Punk Band aus Düsseldorf/NRW, wobei ich mittlerweile in Berlin wohne. Uns gibt es jetzt seit etwas mehr als zwei Jahren und wir haben vor knapp sechs Wochen unser Debüt-Album „Relive“ über Midsummer Records rausgebracht.

The-Pit.de: Was mir auf „Relive“ vor allem auffiel, sind die starken Texte. Wie die „Night Train Talks“-Songs zeigen, dienen anscheinend auch sehr alltägliche Dinge der Inspiration. Schreibst du die Texte im Alleingang? Und wovon lässt du dich noch inspirieren? Immerhin findet sich auf der Booklet-Rückseite ein Zitat von Charles Bukowski, kommen die Ideen also auch aus Büchern und/oder Filmen?

Chris: Vielen Dank erst mal! Ja genau, ich hab alle Texte geschrieben und mich dabei mit Sachen auseinandergesetzt, die mich beschäftigen bzw. Dinge, die ich selbst erlebt habe. Filme oder Bücher waren jetzt keine direkte Inspiration für die Texte zu „Relive“, können aber allgemein Thematiken anreißen, über die man ggf. vorher noch nicht intensiv nachgedacht hat. Wir hatten damals schon zu „Transgressions“ ein Bukowski-Zitat im CD-Cover und haben das zu „Relive“ fortgeführt. Der Mann hat einfach sehr oft die richtigen Worte gefunden.

The-Pit.de: Im Gegensatz zur ausufernden Musik wurde das Artwork relativ schlicht gehalten. Woher stammt die Idee?

Chris: Das Artwork sowie auch alle Merch-Designs etc. macht unser Bassist Sebastian. Er ist Fan von schlichten Covern mit Wiedererkennungswert und wir wollten gleichzeitig etwas Kunstvolles, was symbolisch für die Thematik des Albums steht, aber auch nicht ganz eindeutig ist und zum Nachdenken anregt. Im Booklet gibt es auch zu jedem Song ein eigenes Bild, passend zur jeweiligen Stimmung. Die Türen auf dem Cover stehen für die Entscheidungen, die man im Leben trifft, die Möglichkeiten und Konsequenzen, die sie mit sich bringen, aber auch für die Wahl des Einzelnen: Was für ein Mensch willst du sein? Das passt zur Thematik des Albums in dem Sinne, dass es Missstände in verschiedener Form aufzeigt und zu mehr Empathie und Reflektion aufruft. Wir haben die Wahl blind, Ich-bezogen und ignorant durch die Welt zu laufen und alles so hinzunehmen wie es ist oder uns zu informieren, Dinge zu hinterfragen, unser Handeln zu ändern, offener und respektvoller miteinander umzugehen, Ungerechtigkeiten klar entgegenzutreten und zu helfen wo wir können, um diesen Planeten hoffentlich irgendwann zu einem besseren Ort zu machen.

The-Pit.de: Euer erstes Album „Transgressions“ klingt für mich sogar wütender als die aktuelle Scheibe. Was hat sich zwischen den beiden Aufnahmen verändert?

Chris: Findest du? Eigentlich ist die Thematik auf „Relive“ ja weitreichender und ernster als auf „Transgressions“, wobei es auch durchaus Parallelen gibt. Ich habe mich seit der EP denke ich intensiver mit mehr Sachen auseinandergesetzt, die mich nicht nur beschäftigen sondern auch wütend machen und mich dadurch weiterentwickelt. Vielleicht ist der Sound auf „Relive“ auch einfach „reifer“, weil wir mehr verschiedene Elemente eingebaut haben. Es könnte aber gut sein, dass dafür der nächste Release düsterer und härter wird.

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