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Debauchery im Interview (März 2008)

"SFU haben keine Keyboards, keine Akustikgitarren und auch keine Blastbeats."
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Nach wie vor müssen sich die Schwaben Debauchery Vergleiche mit Six Feet Under anhören, wobei mittlerweile nun das fünfte Studioalbum "Continue to Kill" allen Unkenrufen zum Trotz mehr als deutlich machen dürfte, dass die Jungs um Mainman Thomas deutlich eigenständiger als die Mannen aus Florida klingen...

 

The-Pit.de: Hallo Thomas, hier Sascha vom The-Pit Magazin (www.the-pit.de). Gratulation zu eurem neuen Album. Wie sind denn die Reaktionen bislang von den Medien und den Fans?

 

Thomas: Hallo, die Medien finden es bisher alle gut, von den Fans gibt es noch keine mir bekannte Meinung, das Album kommt ja auch erst noch raus. „Blood God Rising“ von der Myspace Seite scheint den Leuten jedenfalls zu gefallen…

 

The-Pit.de: Wenn man sich „Continue to Kill“ so anhört und das mit dem Vorgängeralbum „Back in Blood“ vergleicht merkt man vor allem deutlich, dass ihr in Punkto Geschwindigkeit ein ordentliches Stück zugelegt habt. Woher kam´s?

 

Thomas: Von dem ganzen Hass, der in mir steckt…oder so.

 

The-Pit.de: Bei “King of Killing” scheint ihr ja mit einigen Vorwürfen und Vorurteilen aufzuräumen. Zu Beginn hört man auch Samples wie “Debauchery is so boring”, “…sounds like Six Feet Under” und “What is this? A AC/DC Tribute”? Steckt da noch was anderes dahinter?

 

Thomas: Das ist einfach meine Antwort an die ganzen Shitheads, die Debauchery als SFU Klon abtun. Der Vorwurf ist voll für den Arsch. Dass wir ähnliche Musik machen stimmt, aber deshalb sind wir noch lange nicht gleich. SFU haben keine Keyboards, keine Akustikgitarren und auch keine Blastbeats. Und dass man nach Meinung von ein paar Idioten nicht mehr Rocken darf, sondern nur kompliziert spielen muss, mit irgend so einem musikalischen Pseudoanspruch ist auch für den Arsch.

 

The-Pit.de: Wenn man es aber mal genau betrachtet klingen Songs wie eben “King of Killing”, (ansatzweise) „Warfare“ oder „Hard Rockin´“ schon sehr nach AC/DC. So viel ich weiß bist du auch ein großer Fan von ihnen, oder?

 

Thomas: Stimmt, ich bin großer AC/DC Fan. Obwohl ich Parallelen bei „Warfare“ echt mal gar nicht höre, mit AC/DC hat der Song wohl eher nix zu tun. Die anderen beiden Songs sind eigentlich richtige Hard Rock Nummern. Dabei sind aber auch nicht alle Riffs die nach Hard Rock klingen von AC/DC, Krokus gibt es auch noch, und Accept und Guns’n’Roses und noch so viele mehr.

 

The-Pit.de: Wie findest du eigentlich das Six Feet Under Coveralbum “Graveyard Classics 2”, wo die Jungs um Chris Barnes die AC/DC Scheibe “Back in Black” verwurstet haben?

 

Thomas: Ich find es gut, ich weiß die meisten finden es Scheisse, aber warum eigentlich? SFU wollten AC/DC covern, als Tribute an die geilste Band der Welt, das ist ihnen gut gelungen, steht ja auch nichts anderes auf dem Album drauf. Die CD rockt. Wem es nicht gefällt, sollte es einfach nicht kaufen.

 

The-Pit.de: Würde dich auch einmal so etwas interessieren, sprich ein komplettes AC/DC Album covern?

 

Thomas: Klar, haben aber leider Six Feet Under schon gemacht.

 

The-Pit.de: Apropos „covern“: Wie seid ihr eigentlich auf die Idee gekommen, den Slayer Song „Angel of Death“ zu covern? Wieso ausgerechnet dieser Song?

 

Thomas: Ich hab den Song für einen Slayer Tribute Sampler aufgenommen. Aber das Ergebnis hat mir so gut gefallen, dass ich den Song auf das Album gepackt hab. Er passt irgendwie gut rein. Und „Angel Of Death“ ist es, weil es einfach der beste Song von Slayer ist.

 

The-Pit.de: Ich finde „Mincing Machine“ wirklich sehr originell, vor allem aufgrund der Synthesizer Elemente darin. Wolltet ihr damit mal was anderes ausprobieren?

 

Thomas: Ich mag solche Effekte und so modernes Zeug recht gern, ich hab das immer mal wieder drauf, zum Beispiel bei „Klan Of Killers“ vom „Torture Pit“ Album.

 

The-Pit.de: Wird es auf den künftigen Alben eventuell mehr solcher Elemente geben?

 

Thomas: Oh, keine Ahnung, wenn es sich anbietet, erzwingen werde ich nichts.

 

The-Pit.de: „Continue to Kill“ ist das zweite Album auf AFM Records. Wie seid ihr bisher mit ihrer Arbeit zufrieden?

 

 

Thomas: Bisher ist alles gut. AFM machen gute Promo Arbeit, die CDs sind erhältlich, da kann ich mich nicht beschweren.

 

The-Pit.de: Über euer ehemaliges Label Black Attack hört man ja nicht viel gutes. Habt ihr auch schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht?

 

Thomas: Black Attakk sucked extrem. Der Typ ist ein totaler Shithead. Ich hatte zuletzt nur noch per Anwalt Kontakt

 

The-Pit.de: Wenn man bedenkt, dass Debauchery erst 2002 gegründet wurde, finde ich eure „Karriere“ wirklich beeindruckend: Mittlerweile schon 5 Alben, Tourneen mit Dismember, Six Feet Under, Napalm Death sowie diverse Festivalauftritte. Ging das alles nicht ein wenig (zu) schnell?

 

Thomas: Findest du? Ich finde eher, es geht alles so langsam vorwärts. Rumhängen ist irgendwie nicht mein Ding.

 

The-Pit.de: Habt ihr euch bewusst für Dennis Ward als Produzent entschieden, da er ja eigentlich bisher nur mit Bands der Marke Angra, Pink Cream 69 oder Krokus zusammen arbeitete?

 

Thomas: Das war eine bewusste Entscheidung, er ist ein super Produzent. Die Zusammenarbeit kam beim „Torture Pit“ Album vor drei Jahren durch Zufall zustande, seitdem geh ich immer wieder zu ihm. Er weiß genau was ich will und kann es dann auch umsetzen.

 

The-Pit.de: Auf „Continue to Kill“ sind mit Tom Naumann (ex-Primal Fear), Schmier (Destruction & Headhunter) und Tomasz (ex-Belphegor) insgesamt 3 Gastmusiker vertreten. Wie seid ihr auf die gekommen? Wolltet ihr die bewusst auf dem Album haben oder ist das rein zufällig mal entstanden?

 

Thomas: Tom Naumann spielt auch schon seit dem „Torture Pit“ Album alle Gitarren Soli. Er ist einfach ein Killer Gitarrist – melodisch, schnell, gefühlvoll, wie es der Song grade braucht. Tomasz ist ein alter Schulfreund von mir, eine Zusammenarbeit war also schon längst überfällig und Schmier war zufällig mit Headhunter zur selben Zeit im selben Studio. Da hab ich ihn einfach gefragt, ob er einen Part schreien würde.

 

The-Pit.de: Was können wir als nächstes von euch erwarten? Sind schon Tourneen oder Festivalauftritte bestätigt?

 

Thomas: Es gibt im April einige Konzerte und Release Partys, im Sommer ein paar Festivals, von denen das Summerbreeze auf jeden Fall das größte ist und im Herbst wird es hoffentlich eine Tour geben.

 

The-Pit.de: Vielen Dank für das Interview! Deine letzten Worte…

 

Thomas: Ich hab auch zu danken. An alle Leser: Kauft die neue Debauchery Scheibe, schmeisst sie in Spieler, dreht auf bis die Nachbarn kommen und der Putz von der Decke bröselt, start headbanging and continue to kill!! Blood For The Blood God!!

 

Wir bedanken uns bei Thomas von Debauchery für dieses Interview

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