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Debauchery im Interview (April 2011)

„Entweder es rockt oder es rockt nicht und da ist es egal, ob es Death Metal oder welcher Stil auch immer ist.“

Artwork der aktuellen Platte

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The-Pit.de: Was möchtest du dann mit dem Titeltrack aussagen?

Thomas: Das war nur das Wortspiel. Im Pinzip wollte ich den Schwerpunkt darauf legen, dass wir eine eigenständige Band sind, wir werden immer als - uns wird als deutsche Band alles untergeschoben: 'Das hier klingt nach US Death Metal, das klingt wie Schweden-Death-Metal.' Nein, das ist es nicht. Wir machen unser eigenes Ding. Wir wollen auch gar nicht danach klingen. Irgendwo gibt es immer Parallelen zu anderen Bands, aber das ist nicht unser Stil.

The-Pit.de: In „School Shooter“ schreibst du über einen Amoklauf. Verarbeitest du auch persönliche Erkenntnisse aus deiner schulischen Laufbahn?

Thomas: Das ist ein fiktiver Amoklauf. Ich wurde in einer Stuttgarter Zeitung mit Winnenden in Verbindung gebracht. Das war ein ganz eigenartiger Artikel und in dem hat auch nichts gestimmt. Da wurden ganz komische Sachen suggeriert, als wenn ich Computerspiele spielen würde, dabei spiele ich keine. Ich spiele Tabletop-Spiele und das hat mit Computerspielen nichts zu tun. Das ist mehr Basteln, irgendwie wie Schach spielen. Von daher war das ganz komisch. In dem Artikel wurde ich halt mit Winnenden in Verbindung gebracht, es wurde alles in einen Topf geworfen, dann wurden noch ein paar Fehlinformationen mit eingebaut und eigentlich kam da die Idee, darüber einen Song zu schreiben. Warum nicht? Ich habe Amokläufe auch in der Schule behandelt, das war ein Thema in Ethik und da war das auch ganz angebracht.

The-Pit.de: Das wurde auch in einem Zeitungsbericht verwurstet und du solltest nicht gut dastehen, da du die Meinungen der SchülerInnen nicht kommentiertest.

Thomas: Viele Meinungen gehen da auch weit auseinander und man kommentiert schon ein paar Sachen, aber man muss sich auch manchmal ein bisschen an das Schulbuch halten.

The-Pit.de: Unser Schreiberling Thomas hat euch mit dem Song „Warmachines At War“ in die Six Feet Under-Ecke gepackt. Jetzt hast du vor zwei Jahren im Interview zu verstehen gegeben, dass du die Vergleiche nicht immer nachvollziehen kannst. Wie siehst du das heute?

Thomas: Also mir ist das inzwischen auch egal. Das ist irgendwie: 'Debauchery machen irgendeinen Song und da erkennt jemand Slayer.' Dann steht in dem Pressetext von AFM etwas von AC/DC und uns sagt man dann nach, wir klängen wie AC/DC. Aber eigentlich ist das egal. Man bringt das halt immer mit irgendetwas in Verbindung, das liegt vielleicht an der Stimme. Da kannst du nichts gegen machen, die Stimme klingt halt so.

The-Pit.de: Fans brauchen allerdings immer wieder einige Vergleiche.

Thomas: Ja, das ist ganz klar. Ich finde auch überhaupt nicht schlimm, das etwas ein bisschen danach klingt. Wenn einer meint: 'Hey, das klingt so Richtung Six Feet Under, Groove-Death-Metal', dann finde ich das o.k. Mich stört eigentlich eher, wenn gesagt wird, dass es das Gleiche wäre. Ich kenne Six Feet Under noch nicht einmal so lange, wie ich Musik mache. Die habe ich erst später kennengelernt. Ich habe solche Songs schon geschrieben, da kannte ich die Band noch nicht. Gerade Six Feet Under sind für mich eine der neuen Bands, die ich kenne. Ich find sie auch gut. Sie haben eine komische Stimme, Chris singt einfach so geil.

The-Pit.de: Und jetzt bist du mit ihnen auf Tour.

Thomas: Ja, das ist super. Das sind auch absolut super nette Leute. Die haben auch viel getauscht, die sind auch so neu zusammen auf Tour. Die Neuen kenne ich aber noch nicht.

The-Pit.de: Vier Alben über AFM, demnächst zehnjähriges Jubiläum -

Thomas: (unterbricht) - Das Jubiläum ist erst 2013, denn Debauchery haben wir 2003 gegründet. Es gibt eigentlich kein Gründungsjahr, unser erstes Album „Kill Maim Burn“ kam 2003 heraus und in diesem Jahr fand auch das erste Konzert statt. Und wenn ich so lange durchhalten werde, feiere ich 2013 das zehnjährige Jubiläum.

The-Pit.de: Wieso „wenn ich das so lange durchhalten werde“?

Thomas: Man weiß ja nie, Planungen sind was für den Arsch. Ich habe in meinem Leben schon so viele Sachen geplant, egal was, sei es im Privatleben, die Ausbildung zum Lehrer, egal. Wir sind jetzt auf diese Tour aufgesprungen, das zählt.

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