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Deadlock im Interview (April 2011)

Backstage im Backstage

Gitarrero Gert bei der Arbeit

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The-Pit.de: Welche Musik hört ihr im Alltag am Liebsten?

Gert: Ich höre im Moment Stoner- und Sludge-Bands, also Sachen wie Baroness oder High On Fire. Ab und an höre ich auch mal wieder alten Punk-Rock von meinen Anfangszeiten. Ich bin aber auch ein großer Biffy-Clyro-Fan. Das ist auch eine super Band. Die Foo Fighters finde ich auch total geil. Ich mag nur keinen Ska. Alles außer Ska und Reggae ist für mich ok. Und kein R'n'B!

John: Erlaubt ist generell was gefällt.

Gert: Ein bisschen schlechten deutschen HipHop mögen wir auch sehr.

John: Das ist bei uns sowieso unterschiedlich. Frag sechs Leute und du bekommst du sechs Antworten. Das ist so verschieden gemixt. Die Musik, die Basti hört, ist doch eher die mit künstlerischem Anspruch. Bei mir kann es auch gern einfacher sein. So ein bisschen was Prolliges. Das kann auch mal eine Punk-Nummer sein oder ziemlich viel Elektro, das geht aber auch bis hin zu alten Darkthrone und Mayhem. Hauptsächlich Musik von früher, die man damals schon gut fand. Heute sitzt man dann da und denkt: „Scheiße, ich hab mir die Haare abgeschnitten“.

The-Pit.de: Ihr lebt alle vegan. War das schon zu euren Anfängen so?

John: Ja, Deadlock war schon von Anfang an eine Vegan-Band. Und bei Deadlock haben bis dato auch nur Veganer gespielt. Das ist sozusagen eine Art Einstellungskriterium. Auch wenn wir das nicht stigmatisieren wollen.

Gert: Deadlock war anfangs eine Vegan-Straight-Edge-Band. Das waren die zwei Punkte, die für Deadlock am wichtigsten waren. Im Laufe der Zeit sind zwei neue Mitglieder zu uns gestoßen, dadurch hat sich der Straight-Edge-Aspekt etwas verändert.

John: Mit meinem Einstieg war es dann an der Zeit, die Xe aus dem Logo zu streichen. Aber ich denke auch, dass es eine logische Konsequenz war. Veganismus ist schon eine Sache, mit der man auch hausieren kann und die man auch publizieren kann und sollte. Die Straight-Edge-Philosophie ist meines Erachtens eine sehr individuelle Geschichte. Sie ist personenbedingt und sollte deswegen kein Dogma für irgendeine Aktivität in einer Band sein. Das war zu Anfang auch ein Thema in unseren Texten, im Laufe der Zeit hat sich das aber etwas verändert. Dass Deadlock Veganismus in den Texten verarbeitet, ist von jeher so. Mit der „Manifesto“-Platte wurde das, wie der Name schon sagt, noch mal forciert, überspitzt und im Endeffekt in vollem Maß dargestellt. „Bizarro World“ hat jetzt thematisch einen anderen Schwerpunkt und es geht nicht mehr vorrangig um Tierrechtproblematik. Das soll aber nicht heißen, das wir das Thema nicht mehr für wichtig halten, oder dass es ganz außen vor geblieben wäre.

The-Pit.de: Wie sehen die nächsten Pläne von Deadlock aus?

John: Wir wollen jetzt gern unser neues Album live vorstellen. Die ersten Festivals stehen auch an. Das With Full Force, das Summer Breeze und ein paar andere coole Sachen in Belgien. Zum Beispiel gibt es dort das Metal-Female-Voices-Fest. Ein geiles Festival! Da haben wir vor zwei Jahren schon gespielt - echt Spitze! Wir gucken mal, was so kommt. Es stehen noch ein paar Auslandseinsätze im Raum, aber darüber zu reden ist immer schwierig - zuletzt findet es nicht statt. Es gibt ja immer 1000 Gründe, woran so etwas scheitern kann und deswegen halten wir uns in der Sache lieber bedeckt und sagen dann die Sachen, die schon bestätigt sind. Wir werden coole Festivals spielen. Wir freuen uns auf den Sommer und wollen nach dem Sommer gerne ins Ausland.

The-Pit.de: So das war’s mit unseren Fragen. Vielen Dank für das Interview. Habt ihr abschließend noch einige Worte an euere Fans?

Sebastian: Danke für die Unterstützung über die Jahre.

John: Unterstützt die Szene! Besucht Konzerte! Geht nicht so oft in Discos! Geht lieber zu Live-Shows! Achtet darauf, was ihr euch anzieht! Nehmt keine Drogen! Grüßt die alten Leute! Zieht den Mädchen nicht an den Zöpfen!

Sebastian: Abschließend möchte ich noch sagen, wer Bock hat auf frische und ehrliche Mucke, der soll das neue Album auschecken. Es steckt sehr viel Herzblut drin.

Zum Glück erwiesen sich Deadlock nicht als introvertierte Handytypen, sondern als sehr sympathische und aufmerksame Interviewpartner. Trotz kleiner Hektik vor dem Konzert beantwortete die Band geduldig unsere Fragen. John wirkte etwas aufgeregt, doch den Sängerposten vertrat er würdig, und auch das Publikum war begeistert.

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