Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Darkened Nocturn Slaughtercult im Interview (Januar 2010)

"Die dumm blökende Masse"

Logo der Band

Zum Thema

Wer Darkened Nocturn Slaughtercult lediglich wegen des berühmt-berüchtigten Berichts auf Arte kennt, sollte sich nicht von der reichlich klischeebehafteten Darstellung des Senders irreführen lassen (die Band selbst hasst den Bericht verständlicherweise), und auch auf die Tatsache, dass mit Onielar eine Frau am Mikro steht, sollte man die Gruppe nicht reduzieren – denn auch wenn dies in der Schwarzmetallszene nicht allzu häufig sein dürfte, weisen Slaughtercult immer wieder zurecht darauf hin, dass das Geschlecht nun wirklich keine Rolle zu spielen hat.

Vielmehr hat sich die Band durch starke Veröffentlichungen als feste Größe im deutschen Underground-Black Metal etabliert, was auch das aktuelle Album „Saldorian Spell“, das bei uns acht Punkte einfuhr, untermauert.
Für ein Interview stand uns nun Gitarrist Velnias zur Verfügung, der uns ausführlich Fragen zur Bandphilosophie, zum aktuellen Album, Liveauftritten und mehr beantwortete.


The-Pit.de: Zunächst mal vielen Dank für die Beantwortung einiger Fragen. Da es das erste Interview mit euch bei unserem Magazin ist, würde ich euch bitten, zunächst einmal kurz das aktuelle Line-up vorzustellen und etwas darüber erzählen, wann und wo und mit welcher Inspiration ihr euch gegründet habt. Was war der Grund, die Band ins Leben zu rufen?

Velnias: Darkened Nocturn Slaughtercult existiert mittlerweile seit zwölf Jahren, wobei die erste Veröffentlichung eine Dekade zurück liegt. Das aktuelle Line-Up besteht aus Onielar, Velnias, sowie Horrn. Für die Manifestierung des neuen Albums „Saldorian Spell“ wurde am Bass temporär Grigorr eingespannt, der bereits auch auf den ersten zwei Veröffentlichungen 1999 „The Pest Called Humanity“ und 2001 „Follow The Calls For Battle“ tätig war. Für das „Warum“ und „Wieso“ als Erläuterung der aktiven Beteiligung an rohem Black Metal ließe sich eine Aussage aus unseren Anfangstagen heran ziehen, denn noch immer, seit der geschwärzten Geburtsstunde steckt ein und derselbe Sinn dahinter. Allerdings wurde es bereits zuvor zu oft dargelegt, als dass noch in irgendeiner Art und Weise für uns als Antwort interessant wäre. Slaughtercult steht nach wie vor für eigene Definitionen, deren Grundlage im Okkultismus zu finden ist. Allein diese knappe Formulierung lässt eine eindeutige Schlussfolgerung auf die Beweggründe und Inspirationen innerhalb der Band zu.


The-Pit.de: Welche Bands haben euch inspiriert und welche inspirieren euch jetzt noch?

Velnias: Es gibt immer wieder Alben aus diversen Bereichen, die unseren Geist ansprechen. Es sind aber ebenso auch gänzlich andere „Dinge“, durch die unsere treibende Kraft angeregt wird. Letztendlich bedarf es keiner Namen, sondern lediglich der Aussage, dass alles, was den Geist fordert und von ihm Aufmerksamkeit verlangt, als legitime Quelle der Inspiration dient.


The-Pit.de: Was sind die Inhalte, die ihr transportieren wollt? Worum geht es in euren Texten?

Velnias: Konsequenterweise basiert der lyrische Inhalt, ähnlich wie der musikalische Teil, auf einer sehr individuellen und persönlichen Ebene, die, um es vorwegzunehmen, nicht einfach so auf einem silbernen Tablett dargelegt werden wird. Unser vermeintliches Konzept ist seit jeher geprägt von eigenem Gedankengut, das primär in Okkultismus verwurzelt ist. Es sind teilweise verworrene Gedankengänge, die vermutlich niemand außer dem Verfasser auf Anhieb verstehen wird. Dennoch besteht die Möglichkeit für den Interessierten, sich mit den Texten auseinander zu setzen. Mit ein wenig Willen wird sicherlich auch eine eigene befriedigende Interpretation gefunden werden. Vermutlich ist es genau das, was unser geschriebenes Wort transportieren möchte. Der individuelle Pfad ist immer noch der schwierigste, aber ebenso für den eigenen „Geist“ der lukrativste in Bezug auf Selbstfindung und somit schlussendlich Erleuchtung.

Seite
comments powered by Disqus

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging