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Ctulu im Interview (Juni 2011)

„Es ist einfach großartig, diesen Soundtrack für den Film zu schreiben, dessen Regisseur jeder Hörer in seinem eigenen Kopf sein darf.“

"Sarkomand" schaffte es bei uns gleich zum Redaktionstipp

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The-Pit.de: Euer Albumtitel „Sarkomand“ bezieht sich auf eine Stadt in Lovecrafts Traumlanden. Würden Ctulu dort überleben?

Arne: Ich denke, wir würden jede Nacht Open Air in der Stadtmitte für eine echte HORDE von Zuschauern spielen. Welcher Ort könnte besser dafür sein?

The-Pit.de: Ganz ehrlich: Wenn ihr neue Fans trefft, wie oft kommt dann als Einleitung der Satz „Ich hab euch bei Myspace gehört“? Heutzutage scheinen sich Metalheads nicht mehr gegenseitig Bands zu empfehlen, sondern nur noch die am meisten angeklickten Bands durchzuhören.

Arne: Eigentlich habe ich das noch nie mitbekommen. Ich höre allerdings öfters „Ich mag zwar keinen Black Metal, aber euch fand ich gut“. Den Satz habe ich richtig lieben gelernt, spiegelt er doch unsere Einstellung wider.

The-Pit.de: Sowohl euer Sänger Rolf als auch Gitarrist Mathias sind noch bei der Death-Metal-Combo Lunar Eclipse dabei. Lassen sich die beiden Bands denn zeitlich noch organisieren oder steht ihr schon ab und an ratlos vor dem Problem, beide Tourpläne zusammenzubringen?

Arne: Lunar Eclipse wurden Anfang des Jahres aus Zeitmangel aufgelöst, daher bestehen dahingehend keine Probleme.

The-Pit.de: In einem anderen Interview, auf das ich zufällig gestoßen bin, reitet der Verfasser eine ganze Weile auf eurem angeblichen Death-Metal-Background herum, obwohl du mehrfach betonst, dass eigentlich nur Rolf Death Metal hört. Das ist witzig für die Leser, aber für dich war das doch sicher irritierend, vor allem, da bei euch der Black Metal ganz klar durchschlägt?

Arne: Ich war eher verwundert, wie man auf die Idee kommt. Die wenigen Death-Metal-Bands, die ich höre, sind auch meist die tiefer gestimmten Brutalo-Combos. Daher ist mein Bild von Death Metal auch ein sehr anderes, als das, welches ich von Ctulu habe. Aber das zeigt, dass wir mit der Bezeichnung „Seastorming Extreme Metal“ irgendwo nicht Unrecht zu haben scheinen. Wir haben uns seit „Freie Geister“ relativ weit vom ursprünglichen Black Metal entfernt – und sei es nur, um sich abzugrenzen gegen Leute, die nur „Corpsepaint oder beschissen“ kennen.

The-Pit.de: Du spielst unter anderem Bass – wie oft lassen dich die Kollegen nach der Show die Drecksarbeit machen?

Arne: Ich habe circa drei Mal im Jahr einen Bass in der Hand. Ich habe auf der Aufnahme zu „Sarkomand“ wahrscheinlich auch das erste Mal in meinem Leben einen Bass länger als 30 Minuten bespielt. Deswegen sehe ich mich gar nicht als „Bassist“ oder behaupte, ich würde Bass spielen. Aus Erfahrung in mehreren Bands und vom Hörensagen aus anderen Gruppen habe ich aber über die Jahre gelernt, dass es eher die Bassisten sind, die die Drecksarbeit vermeiden.

The-Pit.de: Hört ihr neben Metal eigentlich auch andere Musik, die Einflüsse auf eure Alben hat? Oder seid ihr alle vier strikte Metalheads?

Arne: Die meisten von uns hören sehr differenziert Musik, was man bei Ctulu sicherlich auch merkt. Wenn ich den ganzen Tag lang Metal hören würde, dann könnte man mich recht bald einweisen. Alles verliert seinen Reiz, wenn man es ununterbrochen betreibt. Und daher muss zumindest ich zur Abwechslung auch mal Klassik oder Hard Rock oder ganz andere Sachen haben. Ohne solche Einflüsse könnten wir gar nicht die Musik schreiben, wie wir es derzeit tun.

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