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Ctulu im Interview (Juni 2011)

„Es ist einfach großartig, diesen Soundtrack für den Film zu schreiben, dessen Regisseur jeder Hörer in seinem eigenen Kopf sein darf.“

Gitarrist Arne ließ The-Pit.de an einer Reise in die Jugend teilhaben

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Wer die Nase voll von schnödem, schwarz-weißem Black Metal und dem immer gleichen Drauflosgeballer hat, sollte sich die Nordlichter Ctulu einmal zu Gemüte führen. Die Combo hat mit „Sarkomand“ inzwischen ihr zweites Full-Length-Album unter die headbangenden Massen gebracht und vereint auf den acht Songs Düsterkeit, rasante Riffs und brachial-fiese Vocals zu einem alles zermalmenden Gebräu, das trotzdem differenziert genug ausfällt, um auch Nicht-Black-Metal-Fans in seinen Bann zu ziehen – was die Platte gleich zum Redaktionstipp beförderte. Gitarrist Arne nahm sich die Zeit, unsere Fragen per Mail zu beantworten und schwelgte dabei vor allem bei der Frage nach seinen besten Konzerten in Erinnerungen.

 

The-Pit.de: Hey Arne, herzlich Willkommen zum Interview! Danke erst einmal, dass du dir die Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten. Eure aktuelle Scheibe „Sarkomand“ ist schon seit April draußen, wie waren denn die Reaktionen bisher?

Arne: Moin Katharina! „Sarkomand“ hat bisher zum größten Teil zufriedenstellende Rezensionen und auch bei den „Laien“ eine sehr positive Rückmeldung verursacht. Wir können mit der Scheibe wirklich sehr zufrieden sein.

The-Pit.de: Früher hat euer alter Sänger Stefan die Texte geschrieben, daher auch die Lovecraft’schen Konzepte. Inzwischen schreibst du die Texte, aber ist euer Sänger Rolf daran auch beteiligt?

Arne: Stefan hat zwar angefangen, auf dem „Zins der Zeit“-Demo Lovecraft’sche Themen zu behandeln, doch davon hat er auf „Freie Geister“ wieder gehörig Abstand genommen. Als ich dann 2008 mit in den Prozess der Textfindung einstieg, habe ich das wieder geändert. Für mich war ein klares Konzept immer wichtig. Mathias, welcher ebenfalls die Hälfte der Lyrik zu „Sarkomand“ beigesteuert hat, hat dies ebenso übernommen und mit „Nachtwind“ beispielsweise einen Text geschrieben, der mich bis heute begeistert. Rolf hat bisher keine Texte geschrieben und da er uns zum Ende des Jahres verlassen wird, wird das wahrscheinlich auch nicht mehr geschehen. Der Abgang von Rolf ist für uns, trotz des mehr als zufriedenstellenden Ersatzes mit Lars, immer noch kein Grund zur Freude und ich hätte gern noch mehr mit ihm zusammengearbeitet und gehört, wie er einen eigenen Text verarbeitet. Doch wie Rolf einst sagte „…wir haben uns wohl zur falschen Zeit getroffen“. Ich möchte Rolf und auch Paulo hier nochmals alles Gute wünschen und vielleicht sehen wir uns zum 20. Bandjubiläum auf der Bühne wieder! (grinst)

The-Pit.de: Kommt es mir so vor oder haben norddeutsche Bands, wie ihr eine seid, einen etwas raueren Stil? Bei Crushing Caspars, die aus Rostock kommen, ist mir das auch schon aufgefallen, obwohl deren Hardcore mit eurer Musik herzlich wenig zu tun hat.

Arne: Über diesen Aspekt habe ich noch nie nachgedacht und es fällt mir auch nicht leicht, mich da hinein zu versetzen. Ich kenne Musik „von innen“ nur bei uns und habe nie zum Beispiel bei einer Münchener Band oder wo auch immer mitgearbeitet. Ich denke, die Nähe zum Meer, der Regen und der ständige Wind hier lassen einen aber schon etwas anders aufwachsen, als es in den Bergen der Fall wäre. Sicherlich hat so etwas auch einen Einfluss auf die Musik. Zumal unsere Texte doch auch immer wieder am Meer oder auf dem Meer stattfinden. Crushing Caspars habe ich noch nie gehört. Demzufolge sollte man das Ganze vielleicht einmal mit einer Band von der britischen Küste vergleichen.

The-Pit.de: Euer erstes Studioalbum „Freie Geister“ aus dem Jahr 2008 kam vielerorts nicht besonders gut an, was vermutlich vor allem an dem sehr gewöhnungsbedürftigen Sound liegt – obwohl ihr da schon bei einem professionellen Label unter Vertrag wart. „Sarkomand“ hingegen hat einen kristallklaren Sound – was hat sich in der Produktionsweise geändert?

Arne: „Freie Geister“ wurde in Eigenregie im Proberaum aufgenommen. Zwar mit gehörig viel Equipment, darunter gar einem 16-Spuren-Pult, doch alles war in irgendeiner Form lädiert. Sei es, dass das Mikro rauschte, dass jeder zweite Kanal des Pultes nicht funktionierte und so weiter. „Sarkomand“ hingegen haben wir bei Hoschi in Bremen aufgenommen, dem Drummer der Thrash-Metal-Combo Riot Instinct. Dort fanden wir wesentlich besseres Equipment vor, sowie einen Produzenten, der schon diverse wirklich gute Produktionen für wenig Geld gemacht hat. Ein ENGL-Amp klingt dann doch anders als eine rauschende Hughes-and-Kettner-Combo.Nichtsdestotrotz mag ich auch den Sound von „Freie Geister“, gerade wegen seiner Rumpeligkeit und des Rauschens. Das Ganze ist noch so richtig schön räudig und passt so auch besser zu den Stücken, die von ihrer Machart doch sehr anders als auf „Sarkomand“ sind.

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