Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Ctulu im Interview (Januar 2017)

"Ich sehe den Kult, den manche um sich selbst machen, als ziemlich überflüssig."

Artwork der aktuellen genialen und unbetitelten Platte

Zum Thema

The-Pit.de: Du hast mal gesagt, dass ihr den „Soundtrack für den Film“ schreibt, „dessen Regisseur jeder Hörer in seinem eigenen Kopf sein darf“. Welche Bands oder Platten lassen in deinem Kopf Filme laufen? Und umgekehrt: Für welche Art Film würdest du den Soundtrack schreiben wollen?

Die letzte Scheibe, die wirklich einen Film hat laufen lassen, war Furia – „Księżyc milczy luty.“ Das war auch die letzte, bei der ich wirklich aktiv nichts gemacht hab, als auf dem Boden zu liegen und zuzuhören (was ich übrigens für die beste Art und Weise halte, Musik zu hören). Bei Behemoths „The Satanist“ war das ähnlich. Das liegt jetzt aber nicht daran, dass die zum halben Album Videos produziert haben. Was bei mir abläuft, unterscheidet sich doch recht deutlich von dem, wie Behemoth sich selbst interpretieren. Auf jeden Fall ist das echt ein „bildgewaltiges“ Album, meiner Meinung nach.Ich weiß nicht, ob ich in der Lage wäre, einen Soundtrack zu schreiben. Ich kann relativ schlecht beeinflussen, was ich an Musik produziere, und meistens muss sich dann danach alles nach den Tönen richten. Bei einem Film ist die Richtung ja schon stark eingeschränkt.

The-Pit.de: Euer neues Album scheint namenlos zu sein – wie kam es dazu? Auch das Artwork unterscheidet sich wesentlich von dem der beiden letzten Releases...

Das scheint nicht nur so, das war auch so intendiert. Das hat nur so gut wie niemand mitbekommen und die meisten halten es für selbstbetitelt. Wir haben diesmal sehr unterschiedliche Stücke auf der Scheibe versammelt und man könnte schlecht eins auswählen, das repräsentativ für den Rest steht. Da wir so etwas Ähnliches wie einen Stilbruch hinter uns haben, wollten wir durch den weggefallenen Albumtitel auch unterstreichen, dass wir uns die Richtung offenhalten, in die es geht. Wahrscheinlich geht es eh nicht in eine bestimmte, sondern in diverse verschiedene Richtungen. Das Artwork unterstreicht für uns den Minimalismus, den wir mittlerweile eingeführt haben. Alles Überflüssige von Bord zu werfen. Dazu hätte ein Cover im Stile der älteren Alben nicht gepasst. Etwas Reduzierteres musste her. Und dass es handgemacht ist, war uns wichtig.

The-Pit.de: Eine etwas eigennützige Frage: Wie sieht es 2017 mit Konzertplänen aus? Mich würde natürlich vornehmlich der Stuttgarter Raum interessieren...

Momentan sieht es ziemlich chaotisch aus. Es kommt diverses rein, was dann wieder verworfen werden muss und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflusses liegt. Bisher ist leider nichts in BaWü geplant.

The-Pit.de: „Von Mondeswächtern und Menschenverächtern“ ist für mich der beste Ctulu-Titel überhaupt, wer kam auf die Idee?

Danke für die Blumen, der Titel ist von mir.

Seite
comments powered by Disqus

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging