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Cripper im Interview (Juni 2007)

Wir lösen uns auf, um mit einer Reunion zurückzukehren!
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Eine Band, welche live derart abgeht und auch noch eine solche Demo abliefert, muß uns einfach Rede und Antwort stehen. Mach anfänglichen technischen Problemen stand der nette Hannoveraner Fünfer per Mail Rede und Antwort.

 

The-Pit.de: Hallo Cripper, wie geht`s?

 

Jonathan: Hi Frank, können nicht klagen.

 

Britta: Ganz gut soweit.

 

Christian: Alles prima.

 

The-Pit.de: Lass uns mal der Chronologie der Band folgen und mit Euren Anfangstagen beginnen, wie und warum habt Ihr 2005 die Band gegründet?

 

Jonathan: Christian und ich haben uns 2003 übers Studium kennen gelernt und beschlossen, was Musikalisches aufzuziehen. Proberaum gemietet, Leute gesucht und losgelegt. Das übliche Programm eben.

 

Britta: Ich bin etwa im September 2004 dazu gestoßen. Ich hatte eigentlich bei einer anderen Band damals "vorgesungen", in der witzigerweise unser jetziger Basser Sören damals Schlagzeug gespielt hat. Das hat aber nicht so gut zusammen gepasst, da die Mucke doch in eine andere Richtung ging. Die meinten dann, probiers doch mal bei Cripper, die suchen auch noch nen Sänger.

 

Christian: Dennis und Erik, unser erster Bassist kamen dann Anfang 2005 dazu und wir haben angefangen, die ersten Songs zu schreiben... Und so fing dann der ganze Käse an.

 

The-Pit.de: Wie seid Ihr auf den Namen Cripper gekommen?

 

Britta: "Cripper" war ursprünglich nur ein Arbeitstitel von einem älteren Song. Der Begriff bedeutet soviel wie "Christmas Ripper" und umschreibt einen Metzger, der zur Weihnachtszeit ein bisschen rumtobt, um die ganzen kaufwütigen Konsumjunkies ein wenig zu dezimieren. Im Grunde also nur ein alberner Insider, der an Weihnachten im Bus entstanden ist.

 

Jonathan: Und da uns bis dato kein besserer Name einfiel und er noch zu haben war, haben wir uns eben Cripper genannt.

 

The-Pit.de: Habt Ihr denn auch noch vor, nen Song wirklich auch Cripper zu nennen?

 

Britta: Wir wurden kürzlich gefragt, ob wir beim "Metal X-Mas Invasion" Sampler mitmachen wollen. Dafür müssen wir einen Weihnachtssong aufnehmen. Das würde sich also anbieten. Naja, schaun mer mal...

 

The-Pit.de: Wer hat vorher schon bei anderen Combos gezockt und falls das der Fall ist, bei welchen?

 

Christian: Speziell Dennis & Sören haben schon ein paar Bands hinter sich. Ich habe auch schon andere Bands gehabt, aber nie was ernsthaftes.

 

Jonathan: Ich höchstens ein, zwei Garagenbands, die ne Woche Bestand hatten.

 

The-Pit.de: Gibt es so was wie einen Bandleader, der sagt, wie es weitergeht und der fast alles organisiert, oder seid Ihr da alle mit eingespannt?

 

Jonathan: Grundsätzlich bestimmen wir alles als Gruppe. Jeder ist dabei gleichberechtigt. Klar gibt es den einen oder anderen, der in einem bestimmten Gebiet etwas mehr Engagement zeigt, aber im Grunde verteilt sich das recht gut.

 

The-Pit.de: Mir ist aufgefallen, dass Ihr speziell bei der Position des Bassisten ein häufiges „Bäumchen Wechsel Dich“- Spiel betreibt. Ist das Zufall, oder was waren die Gründe für die beiden Besetzungswechsel?

 

Britta: Tja, ist nunmal nicht so einfach, das optimale Line-up zu finden, insofern könnte man auch von Glück reden, dass es bisher so gut funktioniert hat. ;)

 

Christian: Wir haben uns allerdings in beiden Fällen im Guten getrennt und sind noch befreundet. Es war beides Mal eher eine Zeit- oder Engagement-Frage.

 

The-Pit.de: Oder hatte das auch etwas mit dem Alter zu tun, zumindest Thomas ist ja mit dem Geburtsjahr 1666 doch ein paar Tage älter als Ihr, obwohl man Ihm konstatieren muss, dass er sich gut gehalten hat.;-)

 

Jonathan: Er konserviert sich ja auch ordentlich ;P Spass bei Seite, klar spielt das evtl ne untergeordnete Rolle, Thomas ist ein verheirateter Kerl mit festem Job, natürlich hat er da andere Prioritäten als die meisten von uns.

 

The-Pit.de: Mit Sören habt Ihr aber nun erstmal eine Endlösung gefunden, oder?

 

Britta: Ja, das hoffen wir doch!

 

The-Pit.de: 2006 habt Ihr ja schon Eure erste Demo „Killer Escort Service“ unters Volk gebracht. Schon dort konnte man feststellen, dass doch einiges an Potential in der Band steckt, aber speziell beim Gesang hat dann ja bis zum 2007er Output „Freak Inside“ eine sehr starke Entwicklung seinen Gang genommen. Wie seht Ihr das selber, und was hat Britta da hin gebracht, wo sie heute steht?

 

Britta: Ich nehme zum Beispiel klassischen Gesangsunterricht. Das hat mir eine ganze Menge gebracht. Ansonsten: Üben! Üben! Popüben!

 

The-Pit.de: Das finde ich gut, dass man auch mal zu hören bekommt, dass diese Art der Vocals durch Gesangsunterricht derart verbessert werden können. Bei vielen herrscht ja doch das Vorurteil, dass dieser Gesangsstil eigentlich entweder gegeben oder nicht gegeben ist.

 

Britta: Zumindest kann man sich durch guten Unterricht auch nicht verschlechtern! Klar braucht man eine gewisse Voraussetzung, aber ohne üben klappt´s nunmal auch nicht.

 

The-Pit.de: Speziell im Groovesektor habt Ihr bei der aktuellen Scheibe einiges hinzugelegt. War das Absicht oder ist das einfach so entstanden?

 

Christian: Der Songwriting-Prozess verläuft bei uns recht natürlich von der Hand. Treibende Riffs wechseln wir oft mit offeneren Parts, der Dynamik wegen. Live machen "Groovesektor-Parts" einfach auch ne Menge Spass. Aber im Grunde kommt das alles eher aus dem Bauch heraus, ohne ein bestimmtes Konzept zu verfolgen. Wichtig ist uns ein gewisser Ausgleich zwischen Geballer und Windmühlen-Moshparts, das schmeckt dem Cripper!

 

The-Pit.de: Da hat sich wohl auch Sören am Bass sehr bewährt.

 

Christian: Das kann gut sein! Der alte Däne macht seine Sache wirklich gut und dröhnt, bis der Arzt kommt. Im Ernst, natürlich spielt er beim Groove eine entscheidende Rolle.

 

The-Pit.de: Wie waren die bisherigen Reaktionen auf „Freak Inside“?

 

Britta: Durchweg positiv! Es macht richtig Spass zu beobachten, wie die Presse auf die Scheibe reagiert. Kriegen teilweise Spitzenbewertungen. An dieser Stelle auch nochmal danke an dich ;) Im Legacy waren wir so ne Art "Tipp des Monats", hihi. Die meisten Rezensenten waren außerdem recht überrascht, dass sie keinen Label-Vermerk vorgefunden haben...

 

The-Pit.de: Mir ist bei Euren Texten und bei Eurer Liveshow als Part der Triple Thrash Treat Tour aufgefallen, dass Ihr Euch von politischen Statements eher fernhaltet. Das ist fast schon ungewöhnlich, da es zur Zeit mal wieder in Mode kommt, George Bush zu beschimpfen. Warum haltet ihr Euch aus so was raus?

 

Christian: Wir haben nicht viele politische Statements oder Propaganda zu verbreiten. Wir konzentrieren uns da lieber auf den Rock 'n Roll und das Catering-Bier.

 

Britta: Ich habe außerdem nicht das Verlangen, über Politik oder globale Missstände in dem Sinne zu schreiben, sondern konzentriere mich da eher auf andere Themen, die mich beschäftigen.

 

The-Pit.de: Findet Ihr generell, dass es keine politischen Statements in der Musik geben sollte, oder ist das speziell nur nicht Euer Ding?

 

Jonathan: Klar darf es solche Statements geben. Wir hören ja auch viele Bands, deren Image auf politischen Einstellungen gründet. Speziell im Thrash-Metal. Alles fein - nur nicht unser Ding.

 

The-Pit.de: Eure Cover sind recht Tool-lastig, habt Ihr da keine Sorge, in einen musikalisch falschen Topf geworfen zu werden?

 

Jonathan: Den Vergleich zu Tool und deren Artwork haben wir schon des Öfteren gehört. Es gibt schlimmeres als mit solch coolen Musikern und künstlerischen Freigeistern verglichen zu werden, oder? Wir haben auch schon bei der letzten VÖ "Killer Escort Service" wert auf klischeefreie Optik gelegt. Schädel-Blut-Motorsägen-Leichen-Koch-Bilder haben schon genug Bands. Ausserdem sind ja die CD-COVER von Tool komplett anders aufgezogen, gelle? ;)

 

The-Pit.de: Entworfen werden die sicherlich von Euren Grafikstudenten Christian und Jonathan, richtig?

 

Christian: Das ist korrekt. Allerdings hat Britta das Fotomaterial geschossen. Das Konzept haben wir alle zusammen entwickelt, nachdem der Titel feststand. Dann haben wir in nächtlichen Bastel-Abenden alle Puppen und Gegenstände aus Schrott zusammengebaut. Im Rechner kam das Ganze dann zusammen und fertig war die (Schuh-)Kiste.

 

The-Pit.de: Wenn wir jetzt schon bei den Berufen in der Band sind, mir schwebt da so was im Hinterkopf, dass die Bandoma sogar schon Dipl. Ing. der Architektur ist. Also ganz so progressiv ist Eure Musik ja nun eigentlich doch nicht, dass man dafür eine Architektin einstellen müsste, oder?

 

Britta: *Lacht* Ich wollte auch schon immer zum Abriss-Unternehmen wechseln.

 

The-Pit.de: Lasst uns mal auf Eure Triple Thrash Treat Tour zurückkommen. Was waren die besten und die schlechtesten Erlebnisse der Tour?

 

Jonathan: Das schlechteste war wohl, dass unser Tour-Leihwagen ´nen Bruch erlitten hatte. Sind die letzten Meter zum Club in Detmold quasi "geeiert"... Dann haben die gelben Angel-of-Death das Ding verarztet und uns nen Leihwagen hinterlassen. Das war alles recht nervig... aber der Stage-Diver ohne Crowd war sicher ein Highlight! ;)

 

Britta: Genauso der Fan, der die gesamte Band auf seinem Arsch unterschreiben ließ *grins*.

 

Jonathan: Das Publikum war jedes Mal cool und unsere beiden Tour-Band-Kollegas waren der Hammer. Die Aftershow-Parties werden uns bestimmt noch ne Weile in Erinnerung bleiben!

 

Christian: Genauso die Fürze vom Urwald (a.k.a. Ekel Ewald), *lach*

 

The-Pit.de: Ihr werdet ja dieses Jahr bei der Battle of Metal in Geiselwind dabei sein. Ist das dann so was wie der 2007er Höhepunkt für die Band, oder legt Ihr da andere Maßstäbe an?

 

Christian: Da ham wir natürlich schon Mordsböcke drauf. Zumal Zakk und The Hauted mit dabei sind! Aber auch die anderen Festivals wie das noch ausstehende Metalcamp in Slowenien bereiten Vorfreude. Das kürzlich absolvierte Queens of Metal was übrigens ein echter Kracher. Unglaublich cooles Event trotz beschissenem Wetter!

 

The-Pit.de: Wenn ich richtig informiert bin, werdet Ihr am Freitag, also in der Mitte des Festivals auftreten. Werdet Ihr trotzdem während des gesamten Festivals anwesend sein und Euch alle Bands von Donnerstag bis Samstag anschauen?

 

Jonathan: Na klar doch!

 

Christian: Möchten ja nix verpassen und schauen uns natürlich so viel wie möglich an.

 

The-Pit.de: Werdet Ihr dann dort campen, so dass die Fans Euch quasi besuchen können?

 

Britta: Wir sind auf dem Zeltplatz bei den Leuten von Metal-Only anzutreffen. Kommt doch mal auf nen Schluck vorbei!

 

The-Pit.de: Wenn Ihr Euch selber ein kleines Festival mit sagen wir mal 6 Bands zusammen basteln könntet, ohne jegliche finanziellen Einschränkungen, welche 5 Bands würdet Ihr da mit an Bord holen?

 

Jonathan: The Haunted, Bloodbath...

 

Britta: Testament & Pantera in Original-Besetzung...

 

Christian: Strapping Young Lad & Helge!

 

The-Pit.de: Und nun die andere Frage, mit welchen Bands würdet Ihr auf keinen Fall zusammen spielen wollen?

 

Christian: Cripper!

 

The-Pit.de: Wie sehen Eure Ziele für die nahe Zukunft aus?

 

Christian: Ein Festival mit Haunted, Bloodbath, Testament, Pantera in Originalbesetzung, SYL & Helge zu veranstalten.

 

Jonathan: Und zwar in Aurora... Das ist nicht nur ein Ort, das ist ein Gefühl...

 

Britta: Wir lösen uns auf, um mit einer Reunion zurückzukehren!

 

The-Pit.de: Danke, dass Ihr Euch die Zeit genommen hast für dieses Interview, wie wäre es denn dann, (auch auf Grund deines Alters), mit ein paar letzten Worten?.......... für dieses Interview!

 

Britta: Fett hat keine Resonanzräume...

 

Christian: Wer seid das hier?

 

Jonathan: ...Ich spür meine Beine nicht mehr...

 

Wir bedanken uns bei Cripper für das informative Interview!

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