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Cripper im Interview (Juli 2012)

„Früher war es etwas verkopfter, jetzt ist es mehr bauchlastiger“

Gitarrist Christian

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The-Pit.de: Das erinnert mich dann ein bisschen an Bochum, wo ihr euch fast gegenseitig ins Drumset gerockt habt.

Britta: Ja, ja, da war nur noch eine Schuhgröße vor dem Drumset Platz.

The-Pit.de: Da hattet ihr auf dem Schiff noch andere Standschwierigkeiten…

Britta: …das war schon richtig cool und was Promotion angeht, hat uns das richtig nach vorne gebracht. Wir hatten ja auch dieses Filmteam, was uns begleitet hat, das war auch toll. Man kann das gar nicht beschreiben, was wir für ein Riesenglück hatten, dass es alles auch so gepasst hat, weil…ich sag es ganz ehrlich: 2009 das Album „Devil Reveals“, dann haben wir 2010 die Tour gehabt, ohne quasi ein ganz neues Album zu haben, mit dem aktuellen Album halt, dann haben wir wieder kein Album hingekriegt, dann kommt halt die 70.000 Tonnen-Schiffsfahrt, man bleibt wieder im Gespräch. Das hat uns echt noch in die Festivalsaison 2011 getragen. Das Timing war echt super.

The-Pit.de: Und bei den Festivals habt ihr dann auch ein paar größere gespielt.

Britta: Der Festivalsommer 2011 war echt der Kracher, wenn ich mich ans Summer Breeze oder Bang Your Head erinnere, das war echt super. Beim Summer Breeze gehen wir zum Soundcheck auf die Bühne und kein Schwein war da und eine Minute, bevor unser Gig angefangen hat, war das ganze Zelt auch voll. Echt Wahnsinn, hätte ich überhaupt nicht mit gerechnet.

The-Pit.de: Inwieweit haben die ganzen Erfahrungen der letzten zwei, drei Jahre euer Songwriting beeinflusst?

Britta: Ich glaube, ziemlich stark. Das sieht man jetzt im Nachhinein, wenn man zurückblickt. Es ist im Schreibprozess immer relativ schwer, da den Abstand zu bekommen. Jonathan ist da noch ganz gut drin, aber ich glaube, dass es allen anderen ein bisschen schwer fällt, den Blick von außen für das Ganze noch zu haben. Ich will nicht das Wort selbstbewusst sagen, weil wir noch nie selbstbewusst waren, aber das neue Album klingt ein bisschen mehr nach Arsch in der Hose. Wir haben es ein bisschen mehr geschafft, diese Live-Attitüde mit reinzubringen, nicht unbedingt jetzt, dass es rotzig und rau klingt wie auf der Bühne, das will ich damit nicht sagen, aber es tritt einfach irgendwie Arsch.

The-Pit.de: Für mich hört sich das Album ein wenig entspannter, aber nicht weniger aggressiv an…

Britta: Jaaaa, ganz genau, weniger verkrampft, das trifft es sogar noch besser. Das ist auch das, was ich damit meinte.

The-Pit.de: Ich mache das am Track „Clean“ fest, der ja einfach Rock’n’Roll ist. Was kannst du zu dem für euch eher untypischen Song sagen?

Britta: Ich weiß noch nicht einmal mehr, wie es dazu gekommen ist. Wir hatten einfach unheimlich Bock auf etwas Rockiges, der Song macht unheimlich Spaß, der rockt sich so runter. Das ist irgendwie mal ganz was anderes. Wir haben Proberaumaufnahmen gemacht und uns die angehört, was wir eigentlich im Songwritingprozess von jedem Song in jedem Stadium machen, um einfach noch mal hinzuhören, und bei „Clean“ haben wir uns gedacht, dass er uns unheimlich gut zu Gesicht steht. Da wir halt schon relativ viele Ballersongs auf dem Album haben, dachten wir, dass es die ganze Atmosphäre ein bisschen auflockert. Das kam einfach unverkrampft aus uns heraus. Christian hat den Song auch maßgeblich weitergebracht, das ging relativ zackig.

The-Pit.de: Ich war persönlich ein wenig überrascht, vor allem von Songs wie dem Opener „New Shadow“ oder God Spoken Prayer“, wo ich eine Entspanntheit aber auch Aggression bei euch feststelle, die ihr damals nicht hattet. Wo kommt das her?

Britta: Das ist cool, dass du das so sagst, denn genau so fühlt sich das auch an. Für mich persönlich auch ganz extrem bei „New Shadow“, deswegen bin ich auch froh, dass es der Opener geworden ist, weil ich denke, dass er so die gesamte Atmosphäre des Albums einleitet.

The-Pit.de: Allein schon der Einsatz der Leadgitarre…

Britta: …wir fallen mit der Leadgitarre sowieso mit der Tür ins Haus, bei „Clean“ auch, wenn Christian gleich mit seinem Solo loslegt. Das ist echt eher untypisch, das konnten wir vorher überhaupt nicht. Früher war es etwas verkopfter, jetzt ist es mehr bauchlastiger. Vielleicht so.

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