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Cripper im Interview (Juli 2012)

„Früher war es etwas verkopfter, jetzt ist es mehr bauchlastiger“

Frontfrau Britta

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Sind denn schon wirklich wieder zwei Jahre vergangen, als Cripper damals noch in der Zeche Bochum als Overkill-Support für ein Interview zur Verfügung standen? Mittlerweile haben wir Juni 2012, die Hannoveraner klopfen mit dem neuen Album „Antagonist“ am Thrash-Olymp an und die hübsche Frontfrau Britta macht nicht nur auf der Bühne eine verdammt gute Figur, sondern überrascht mit einer sehr angenehmen Stimme, die so gar nicht an den Wutbrocken auf dem Silberling erinnern.

The-Pit.de: Hi Britta, schön vor dir zu hören, das letzte Interview ist ja jetzt auch schon zwei Jahre her…

Britta: Echt? Es ist ja auch so, wenn man älter wird, dann vergeht das Jahr auch schneller.

The-Pit.de: Lass uns doch gleich auch an damals anschießen. Welches Fazit konntet ihr am Ende der Tour ziehen?

Britta: Mir ging es erst einmal so, als wir zu Hause ankamen, dass ich erst geduscht und mich dann aufs Sofa gesetzt habe und dann wollte ich eigentlich schon wieder losfahren. Ich hatte überhaupt keinen Bock, jetzt schon zu Hause zu bleiben. Man war gerade auf der Tour angekommen und hatte sich gut eingelebt, als man dann nach Hause kam, war ein bisschen Depri angesagt. Das war ganz komisch, das war eine einmalig geile Erfahrung, das hat uns musikalisch um Längen weiter nach vorne gebracht. Wir haben 19 Shows bis auf zwei direkt hintereinander gespielt und da kann man noch mal einiges herausholen, was Tightness und Zusammenspiel auf der Bühne betrifft. Wir haben solch einen Sprung gemacht, das schafft man einfach nicht, wenn man zweimal die Woche im Proberaum rumhängt. Dann konntest du dir deine Idole Overkill jeden Abend angucken und stehst da fast mit einem Stenoblock daneben. Das war einfach total geil. Wir wussten ja auch gar nicht, wie wir beim Publikum ankommen usw. Die haben uns aber so lieb aufgenommen, das war ein voller Erfolg auf ganzer Linie.

The-Pit.de: In Bochum musstest ihr ja schon leider auf die Bühne, als gerade Einlass war…

Britta: …das war auch das einzige Mal, dass wir so ein Pech hatten. Wir sind dort sogar auf die Bühne gegangen, bevor der offizielle Einlass war, der auf der Karte gedruckt stand. Thrash-Metal-Fans sind jetzt nicht gerade dafür bekannt, dass sie sich fünf Stunden vor Einlass sammeln und so nicht mitbekommen, dass es früher losgeht. Insofern war da leider nicht so viel los, da waren zu Beginn nur 20 oder 30 Leute in dieser Halle. Das war aber nicht weiter schlimm und bei weitem auch nicht jeden Abend so. Wir haben uns ja auch jeden Abend abgewechselt, den Opener haben dann ja auch Savage Messiah gemacht, das lief also ganz gut, so hat jeder Mal den Kürzeren gezogen oder auch mal den Vorteil gehabt. Das war also nicht weiter tragisch.

The-Pit.de: Seitdem hat sich bei euch jede Menge getan, ihr hattet sogar eine Schiffsreise gemacht. Was kannst du davon berichten?

Britta: Eine Seefahrt, die ist lustig…war ein schönes Abenteuer, das war auch wirklich krass. Wir hatten uns mehr oder weniger Ende 2009 dafür beworben gehabt und da wir eine kleine Popelband sind, waren, sind, da konnten wir uns natürlich erst einmal hinten anstellen. Im September 2010 haben wir dann das Okay bekommen, dass wir im Januar 2011 mitfahren dürfen. Ich erinnere mich noch ganz genau. Wir waren beim Dennis auf einer Party und nachts irgendwann fing Björn an zu quietschen und hatte die Nachricht auf seinem Telefon, dass wir halt teilnehmen können. Wir haben uns super gefreut, aber dann ging die ganze Organisiererei los wie: Was muss man eigentlich machen, wenn man seine Instrumente mit nach Übersee nehmen will und so weiter und so fort.

Von dem Tag, als wir wussten, dass wir mitfahren können, bis zum Abflug war es mega anstrengend, allein von der ganzen Organisation her, aber wir wurden wirklich doppelt und dreifach belohnt. Erst einmal war es ein Riesenabenteuer, keiner hatte so ein Ding jemals gemacht, das war schon mal cool, und wenn man dann so durch Miami Beach gelaufen ist und überall standen Metaller mit irgendwelchen Stadtplänen in der Hand in den Ecken und haben sich die Stadt angeguckt... Ey, dieses Schiff, das ist ein Klopper. Riesengroß und du kommst dir vor wie in einem Film“... dann will das auf den ersten Blick gar nicht so zusammenpassen, aber das hat sich dann auch schnell gelegt.

Exodus waren die erste Band, die wir gesehen haben, das in einem Theater halt mit flauschigen Sesseln und oben einem Lounge-Bereich, das war echt ein Knaller, eine einmalige Atmosphäre. Jede Band hat ja zwei Gigs gespielt. Den ersten Gig hatten wir oben auf dem Sonnendeck, was super war, vor allem, weil wir ein bisschen Laufpublikum hatten, wir sind ja in Amerika überhaupt nicht bekannt. Da es auf dem Sonnendeck war, waren halt viele Leute draußen und es haben sich da auch schnell Leute angesammelt und uns angeguckt, sodass wir beim zweiten Gig, den wir unter Deck gespielt haben in einer Ecke, wo man sich nicht hin verläuft, weil da sonst nichts ist, die Bude voll bekommen haben. Es war auch ganz lustig, wir hatten etwas Seegang und du guckst nach vorne und das Publikum steht schräg.

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