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Cradle Of Filth im Interview (September 2015)

Die Rache der Hexen

So richtig hat wohl keiner damit gerechnet, dass Cradle Of Filth mit ihrem neuen Album „Hammer Of The Witches“ einen derartigen Volltreffer landen würden. Sicher, die Engländer haben nie eine wirklich schlechte Platte unter's Volk gebracht, aber dass sie es tatsächlich noch einmal gebacken bekommen würden, eine Scheibe zu veröffentlichen, die an die Qualität ihrer großen Klassiker heranreicht, war wahrlich nicht zu erwarten. Dass das Line-Up mal wieder kräftig durcheinandergewirbelt wurde, hat der Band in diesem Fall offensichtlich sehr gut getan, gerade die Gitarrenarbeit darf man gut und gerne als herausragend bezeichnen. Natürlich wollten wir gerne mehr über die Entstehung dieser großartigen Platte erfahren, wofür uns Lindsay Schoolcraft, die neue attraktive Dame am Keyboard und außerdem zuständig für den weiblichen Gesangspart, zur Verfügung stand.

The-Pit.de: Hi Lindsay, schön dass du die Zeit gefunden hast, ein paar Fragen zu beantworten. Zunächst mal interessiert natürlich, wie du zur Band gestoßen bist.

Lindsay: Hi, sehr gerne doch. Ich wurde über Facebook angeschrieben und hab das ehrlich gesagt gar nicht kommen sehen. Aber zum Glück ging alles glatt und nun bin ich hier. Ich hätte nicht vorhergesehen, dass Cradle Of Filth der Grund sein würden, dass ich Urlaub brauche und die Welt bereise, aber das Leben ist voller Mysterien und Überraschungen.

The-Pit.de: Warst du vorher bereits Cradle-Fan und welches ist dein Lieblingsalbum der Band?

Lindsay: Meine erste richtige Erfahrung mit Cradle war an meinem 25. Geburtstag, als mein Bruder mich mitschleppte, um sie live zu sehen. Es war eine interessante Erfahrung, aber ich habe sie erst ungefähr ein Jahr vor meinem Einstieg richtig zu schätzen gelernt, als ich ausgiebig „Midian“ gehört habe, von dem ich auch sagen würde, dass es mein persönlicher Favorit ist.

The-Pit.de: Das ist neben „Damnation And A Day“ auch meine Lieblingsplatte. Cradle haben in ihrer Geschichte jede Menge Line-Up-Wechsel durchgemacht, gerade auch auf der Position des Keyboards. Die weiblichen Bandmitglieder wechseln mehr oder weniger alle zwei Jahre. Ich denke, du hoffst, ein wenig länger zu bleiben. Was glaubst du, ist der Grund für die ständigen Wechsel auf diesem Posten?

Lindsay: Ich habe verschiedene Geschichten gehört, aber ich kann dies natürlich nicht angemessen beantworten, da ich ja nicht dabei war und diese Stories nicht persönlich erfahren habe. Manche wollten mit anderen Projekten weitermachen, andere wollten nur Zeit überbrücken, bis sich andere Gelegenheiten für sie ergeben haben. Ich hoffe in der Tat, so lange wie möglich dabei zu bleiben oder zumindest so lange, bis sie mich „gebrochen“ haben, wie Dani es ausdrückt. Immerhin sind es jetzt fast schon drei Jahre. Ich bin also sehr glücklich, es diese verhältnismäßig lange Zeit ausgehalten zu haben (lacht).

The-Pit.de: Wie hat deine musikalische Reise begonnen? Es scheint, dass du auch klassische Musik gerne magst; ich habe gelesen, dass du auch symphonische Kompositionen verfasst. Das finde ich sehr interessant, da ich selbst sehr gerne klassische Musik mag. Was ist deine Lieblingsepoche und wer ist dein Lieblingskomponist?

Lindsay: Ich bin Musikerin quasi seit ich denken kann. Ich begann in einem sehr jungen Alter, inspiriert von Disney-Filmen der Neunziger, zu denen ich mitgesungen habe. Als ich sieben Jahre alt war, hat mir mein Vater Gitarrespielen beigebracht und ich hörte Künstler wie Johnny Cash und die Eagles. Ich hab das allerdings noch nicht richtig ernstgenommen, bis ich 15 Jahre alt war und durch Blink 182 dazu inspiriert wurde, Bass zu spielen. Dann kamen Bands wie Kittie, Scratching Post oder Live On Release hinzu, die mich dazu brachten, meine eigene All-Girl-Band zu formieren. Ich tat das für sechs Jahre, spielte eine kurze Tour und gewann die Aufmerksamkeit von Daisy Rock Guitars. Leider löste sich die Band auf, doch ich war in meinen frühen Zwanzigern und wollte mehr erreichen. Ich wollte eine bessere Musikerin werden und lernte klassischen Gesang und Piano. Dies tat ich für einige Jahre, war als Solokünstlerin unterwegs, bis dann Cradle anfragten. Momentan arbeite ich daran, besser an der Harfe zu werden und mache ständig Musik. Ich mag sehr viel verschiedene klassische Musik und Filmsoundtracks. Zur Entspannung höre ich sehr gerne Bach.

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