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Cradle Of Filth im Interview (Oktober 2011)

Zwei Seiten der Medaille

Die Briten beim Metalfest Austria 2011

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The-Pit.de: Stimmt es eigentlich, dass ihr mal ein Fotoshooting im Vatikan gemacht habt?

Dani: Ja, wir haben es auf dem Petersplatz gemacht, nicht direkt drinnen, und wir sind dafür verhaftet worden. Glücklicherweise haben sie uns aber wieder gehen lassen, nachdem sie die Pros und Contras der Situation abgewogen haben, und die Contras waren vor allem, dass wir ein Konzert spielten, wo wir von Napalm Death und anderen Bands supportet wurden. Es warteten ungefähr 2000 Kids auf uns und es hätte wohl einen Aufstand gegeben, wären wir nicht aufgetaucht. Wir hatten wirklich Glück, denn einer von uns hatte ein „Jesus is a cunt“-Shirt an. Aber was für die wohl noch schlimmer wog, war die Tatsache, dass unser damaliger Keyboarder sich wie ein Vikar angezogen hatte, sich also als ein Mitglied der Kirche verkleidet hatte – und das ist in Italien strafbar.

The-Pit.de: Glaubst du denn, dass Cradle Of Filth immer noch eine provokante Band sind oder ist dir das eigentlich egal?

Dani: Na ja, es war nie unser Ziel, zu provokant zu wirken. Klar, wir hatten das „Jesus is a cunt“-Shirt und andere recht derbe Sachen, aber zu der Zeit sagten andere Bands, wir seien zu poetisch und zu „nett“, aber wie ich schon zuvor über unseren Bandnamen sagte, es gibt bei uns zwei Seiten der Medaille; es gibt Licht und Schatten, Tod und Liebe, es gibt widersprüchliche, zwiespältige Gemütsarten. It just means doing what the fuck you want (lacht).

The-Pit.de: Stimmt, diese Widersprüche machen die Band sicherlich noch interessanter. Woher kommt eigentlich deine Faszination für Serienkiller und Horrorgeschichten?

Dani: Nun, ich bin in einem kleinen Ort aufgewachsen, oder besser gesagt in zwei kleinen Orten, in Suffolk, wo ich auch jetzt noch lebe, und halt irgendwie mit Horror und Monstern und solchem Zeug aufgewachsen… Ich weiß es eigentlich auch nicht so richtig, ich war schon immer ein Horrorkid, hab mich für merkwürdige Phänomene interessiert und so weiter. Daher eben auch „The Gospel Of Filth“, ein Kompendium, das sich eben damit beschäftigt, was mich so interessiert und meine Einflüsse zeigt.

The-Pit.de: Mir ist übrigens aufgefallen, dass es auf dem aktuellen Album kein Instrumental gibt. Aber das ist wahrscheinlich nur Zufall, oder?

Dani: Ich denke, das Album ist ohnehin sehr orchestral ausgefallen, dass das gar nicht unbedingt nötig war; außerdem haben wir das so viele Male zuvor schon gemacht. Und es gibt ja ein kurzes Intro zu Anfang von „The Cult Of Venus Aversa“, und es spielt natürlich auch der Fakt eine Rolle, dass wir bereits an der „Midnight In The Labyrinth“-Scheibe arbeiteten, die komplett orchestriert daherkommt. Und ich denke weiterhin, wir wollten es nicht wie einen Overkill aussehen lassen – ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals einen Punkt gab, wo wir uns sagten: „Oh, hier müssen wir einen einzelnen Orchesterpart einbauen“, wir wollten die orchestralen Sachen lieber in die Songs integrieren.

The-Pit.de: Es ist bekannt, dass du ein großer Maiden-Fan bist. Was hältst du von „The Final Frontier“, der aktuellen Scheibe?

Dani: Ich hab’s mir ein paarmal angehört und irgendwie das Interesse daran verloren, aber wenn ich es mir noch mal zu Gemüte führe, liebe ich es möglicherweise. Die Sache ist einfach die, ich habe wenig Zeit und mir auch noch viel anderes Zeug angehört.

The-Pit.de: Dann danke ich dir herzlich dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, und vielleicht sehen wir uns dann ja nächstes Jahr in Wacken.

Dani: Vielleicht auch schon früher, wenn wir auf Tour sind. – Es war mir ein Vergnügen.

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