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Cradle Of Filth im Interview (Oktober 2011)

Zwei Seiten der Medaille

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The-Pit.de: Da du das sagst, bist du folglich auch einer der Leute, die sagen, dass das aktuelle Album das beste ist.

Dani: Ja, absolut. Ich meine, viele Leute werden sehr sentimental und nostalgisch, was bestimmte Alben angeht, was daran liegt, dass sie bestimmte Gefühle damit verbinden. Ich zum Beispiel habe sehr schöne Erinnerungen an einen bestimmten Sommer, als ich „Extreme Aggression“ von Kreator und „How Will I Laugh Tomorrow?“ von Suicidal Tendencies angehört habe – daher werden diese Alben immer meine Favoriten sein. Die Menschen assoziieren bestimmte Gefühle und Erinnerungen mit bestimmten Platten und in ihren Augen gibt es keine großen Veränderungen. Doch wenn jemand heutzutage die Welt von Cradle Of Filth entdeckt und sich zum ersten Mal meinetwegen „The Principle Of Evil Made Flesh“ anhört, sähe er das in einem komplett anderen Licht. Wahrscheinlich würde derjenige sagen „Oh mein Gott, was für eine grauenhafte Produktion“ – doch war er damals eben nicht dabei und hat die Magie nicht gespürt; damals war das eben so ziemlich die beste Black-Metal-Produktion, die man haben konnte.

The-Pit.de: So was ist ja auch stets aus der Fanperspektive betrachtet. Meine Lieblings-Cradle-Alben sind zum Beispiel „Midian“ und „Damnation And A Day“ und das hat ebenfalls was mit persönlichen Erinnerungen zu tun.

Dani: Exakt. – Wenn eine Band sehr beständig ist, ist es unfair, ein Album über ein anderes zu stellen (er meint es jetzt wohl aus Sicht eines Musikers, der selbst in dieser Band spielt – Anm. d. Verf.) Aber aus Fansicht ist das völlig berechtigt; auch zu sagen, dieses oder jenes Album ist totale Scheiße (lacht).

The-Pit.de: Man weiß ja, dass viele Black-Metal-Bands sich heutzutage über Cradle Of Filth lustig machen und meiner Meinung nach ist das Problem, dass die sich viel zu ernst nehmen, was ihr nicht tut. Ich meine, natürlich nehmt ihr eure Musik ernst, aber ich nehme mal an, du verstehst, was ich meine. Stimmst du da mit mir überein?

Dani: Ja, das tue ich. Viele andere Bands haben immer über Cradle Of Filth gelacht, weil sie eifersüchtig sind. Aber das ist nichts Neues und ich glaube nicht, dass es da draußen so viele großartige Bands gibt, die wir nicht kennen, denn viele, die sich jetzt formieren mit der Idee, die Black-Metal-Szene am Leben zu erhalten, sehen aus wie zu „Under A Funeral Moon“-Zeiten (drittes Darkthrone-Album – Anm. d. Verf.). Und das ist ein alter Hut, etwas, das schon eine Million Mal gemacht wurde und das dadurch selbst ziemlich lächerlich herüberkommt. Aber insgesamt denke ich, die meisten haben sich fortbewegt und sind mehr open-minded.

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