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Cradle Of Filth im Interview (Oktober 2011)

Zwei Seiten der Medaille

Paul Allender bildet mit Dani zusammen die Basis der Band

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The-Pit.de: Wo du gerade „The Gospel Of Filth“ erwähnt hast: Kannst du davon eine kurze Zusammenfassung geben?

Dani: Nun, im Prinzip ist es ein Kompendium, eine „Schwarze Bibel“; es geht sämtlichen Cradle-Alben nach, indem diesen in Form einzelner Kapitel Tribut gezollt wird – so zum Beispiel „Dusk And Her Embrace“. Es startet damit, wo wir uns als Band damals befanden, befasst sich dann aber mit allem, was zur Gothic-Ästhetik dazugehört und mit Leuten wie beispielsweise Lord Byron (britischer Dichter der Romantik – Anm. d. Verf.), mit der Gothic-Szene, Gothic-Literatur, Gothic-Bands, gotischer Architektur… „Cruelty And The Beast“ handelt von Serienkillern… das Ganze ist im Prinzip ein riesiges okkultes Grimoire. Wir haben da Leute wie James Hetfield, Marilyn Manson, Glenn Danzig, Leute, die ins Filmgeschäft involviert sind, und es gibt auch einen großen Block über Clive Barker in der Horrorsektion, wo wir uns damit befassen, wo das Horrorgenre seine Ursprünge hat; wir untersuchen die Arbeiten von H.P. Lovecraft, Clive Barker und Edgar Allen Poe. Es ist wirklich ein umfangreiches Buch, das sehr viel Arbeit erfordert hat.

The-Pit.de: Dann werde ich mir das Werk auf jeden Fall mal vornehmen… Aber um wieder auf die Musik zu kommen: Du bist ja das einzige Bandmitglied bei Cradle, das immer dabei war. Ist es so schwer, mit dir zusammenzuarbeiten?

Dani: (lacht) Nein. Ich meine, Paul (Allender; Gitarre – Anm. d. Verf.) ist nun auch schon sehr lange dabei, er ist das andere Hauptbandmitglied; auch Dave (Pybus; Bass – Anm. d. Verf.) ist nun schon zehn Jahre in der Band – glaube es oder nicht. Deswegen… klar, wir haben einige Zu- und Abgänge in der Gruppe gehabt, aber ich denke, es ist so ein bisschen, wie wenn man bei einem Magazin oder in einem Filmstudio arbeitet, wo Leute kommen und gehen. Sie erledigen ihren Job, machen ihn gut und gehen dann aber wieder, weil sie sich doch lieber anderen Dingen widmen wollen. In unserem Fall zum Beispiel, um Musikunterricht zu geben oder eine eigene Band zu formieren, so wie bei unserer früheren Keyboarderin, die ihre eigene Band gründete und ihren Abschluss in Musik machen wollte. Das ist wie bei einer Chimäre, einem Wesen aus verschiedenen Teilen, ein bisschen wie Frankenstein, um jedes einzelne Album zu erschaffen. Aber es gibt natürlich einen festen Kern bei Cradle Of Filth und das ist das Wichtigste, und das sind neben mir eben Dave und Paul. Und mit Dave und Martin (Škaroupka; Drums – Anm. d. Verf.) haben wir eine wirklich starke Rhythmusgruppe und James (McIlroy; Gitarre – Anm. d. Verf.) ist wieder zurück in der Band… es war eigentlich eine Sache von eher wenigen Leuten in den letzten zehn Jahren oder so.

The-Pit.de: Ich nehme daher mal an, dass hauptsächlich Paul, Dave und du für das Songwriting verantwortlich seid.

Dani: Hm, ehrlich gesagt, der Input von Dave ist jetzt nicht so groß, es sind hauptsächlich Paul und die Keyboarder, mit denen wir zur jeweiligen Zeit zusammengearbeitet haben, dann ich selbst, und auch Martin ist sehr produktiv geworden.

The-Pit.de: Betrachtest du das jetzige Line-up als das stärkste oder ist das zu schwierig zu beantworten?

Dani: Wir richten den Blick eigentlich generell lieber nach vorne und sehen nicht zurück und sagen: „Das haben wir jetzt nicht gut genug gemacht“. Wir verlassen das Studio möglichst glücklich, was immer wir auch gerade produziert haben; sei es dieses Album, sei es „Thornography“, sei es „Damnation And A Day“ oder „Midian“: Es ist immer ein Schritt nach vorne. Ich meine, für das neue Album haben wir gegenwärtig einige Ideen, die sich bald entfalten werden und wir werden sehen, wo wir dann damit stehen, aber wir gehen so an die Sache heran, indem wir sagen: „Ja, das ist das beste Line-up, was wir je hatten“, denn das ist der einzige Weg, wie man das überhaupt betrachten kann, weil man andererseits nie wirklich absolut glücklich damit sein könnte, was man abliefert.

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