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Cradle Of Filth im Interview (Oktober 2011)

Zwei Seiten der Medaille

Die neue EP "Evermore Darkly" soll noch im Oktober erscheinen

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The-Pit.de: Weißt du noch, wer sich den Namen Cradle Of Filth ausgedacht hat?

Dani: Das war ich; ich weiß nicht mehr ganz genau, wo der Name herkam, aber ursprünglich hatte ich die Idee „Cradle Of Fire“, dachte dann jedoch, „Cradle Of Fire“ klänge zu sehr nach „Chariots Of Fire“ (Oscar-prämierter Film von 1981, auf Deutsch „Die Stunde des Siegers“ – Anm. d. Verf.) und zu „spartanisch“; „filth“ klang besser und gab dem Ganzen das Bild eines gestörten Verstandes, eines verdorbenen Planeten. Mit einer Wiege assoziiert man ja normalerweise Reinheit, Sterilität, und das vermischt mit dem Wort „filth“, das ja genau das Gegenteil impliziert, ergibt einen schönen Kontrast, so eine Art „Zweites Kommen“.

The-Pit.de: Deine Texte werden meist als sehr poetisch angesehen und beweisen, dass du viel liest. Daher an dieser Stelle vielen Dank für den Release von „Midian“, das ja lose auf dem Buch „Cabal“ von Clive Barker basiert, den ich durch dieses Album kennengelernt habe. Inzwischen habe ich eine Menge Bücher von ihm gelesen und liebe sie alle. Was sind denn so deine Lieblingsautoren beziehungsweise zunächst: Was ist dein Lieblingsbuch von Clive Barker?

Dani: Ich mag vor allem „The Great And Secret Show“ und „Everville“ (haben auf Deutsch die wenig aussagekräftigen Übersetzungen „Jenseits des Bösen“ und „Stadt des Bösen“ verpasst gekriegt – Anm. d. Verf.). Auch „Abarat“ hab ich gelesen, allerdings nicht ganz beendet; ich glaube, das Buch hatte ich gekriegt, als ich gerade in den Urlaub fuhr, das muss ich mir wohl noch mal vorknöpfen. Und das letzte Buch, das ich von ihm gelesen habe, war „Mister B. Gone“, das ich nicht so stark finde wie seine früheren Werke, welches allerdings trotzdem immer noch gut ist. Aber ich mag viele Autoren, im Moment lese ich gerade ein Buch mit dem Titel „The Left Hand Of God“ von Paul Hoffman, das in einer postapokalyptischen Welt spielt, aber gleichzeitig mittelalterlich ist – es ist sehr seltsam und abgedreht und sehr dunkel.

The-Pit.de: Hast du denn schon mal darüber nachgedacht, selber einen Roman zu schreiben?

Dani: Das habe ich, ich bin nur zu beschäftigt, um dieses Vorhaben umzusetzen. Jedesmal bin ich dann wieder in ein neues Album involviert oder irgendein anderes Projekt, wie jetzt das „The Gospel Of Filth“-Buch oder damals „Cradle Of Fear“ (Horror/Gore-Film, bei dem Dani eine Hauptrolle spielte – Anm. d. Verf.) oder mein Gedichtband, der hoffentlich noch vor Ende des Jahres das Licht des Tages erblickt, oder wenigstens noch dieses Millennium (lacht). Das ist alles eine ganze Menge und es ist nicht leicht, an mehreren Projekten gleichzeitig zu arbeiten – ganz besonders, wenn man ein Buch schreibt. Und da ich so viel lese, finde ich mich selbst mit weniger Ideen wieder, weil so viele Leute diese Ideen quasi bereits genommen und umgesetzt haben. In erster Linie bin ich sowieso Musiker und Textschreiber, und letzteres ist ja auch irgendwo eine Autorentätigkeit.

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