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Cradle Of Filth im Interview (Oktober 2011)

Zwei Seiten der Medaille

Dani verletzte sich in Frankreich bei einer Auseinandersetzung mit der Security

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Manchmal ist es wie verhext: Das Interview mit Dani Filth, das ihr in den folgenden Zeilen lesen könnt, sollte eigentlich schon im letzten Jahr anlässlich der Veröffentlichung von „Darkly Darkly Venus Aversa“ stattfinden, doch durch wahrscheinlich für alle Zeiten unergründliche Zwischenfälle erfuhr der Cradle-Of-Filth-Frontmann gleich dreimal nicht davon, dass er den zuständigen The-Pit.de-Redakteur anrufen sollte und die Termine platzten. Auch der Versuch, den Sänger beim diesjährigen Wacken Open Air vors Diktiergerät zu bekommen, scheiterte, da die Band ihren Gig ja bekanntlich absagen musste. Erst kurz nach dem Megafestival klappte es endlich tatsächlich mit dem Anruf und ein gut gelaunter und inzwischen wieder genesener Dani quatschte eine gute halbe Stunde über das aktuelle Album, ein provokantes Fotoshooting im Vatikan, seine Lieblingsschriftsteller und noch einiges mehr.

The-Pit.de: Hi Dani, schön, dass es endlich geklappt hat. Eigentlich sollte unser Gespräch ja schon vor Monaten stattfinden, aber aus unerfindlichen Gründen funktionierte das dann immer doch nicht. Zunächst mal: Wie geht es dir denn? Ich weiß natürlich, dass da dieser Vorfall war...

Dani: Oh, mir geht’s gut, danke. Ich war letzte Woche im Urlaub, mitten im Nirgendwo, war an der Küste und hab alte Burgen gesehen; es war eine gute Erholung, sich in der englischen Landschaft aufzuhalten. Hier ist es im Moment sehr angenehm warm und recht ruhig… na ja, abgesehen von den Krawallen (lacht).

The-Pit.de: Ja, davon hab ich natürlich gehört, vor allem in London ist es ja ganz schön heftig.

Dani: Yeah, was für ein netter Appetithappen auf die kommenden Olympischen Spiele (lacht).

The-Pit.de: Boah, wie böse… Aber sag mal: Was genau ist da in Frankreich eigentlich mit dir passiert?

Dani: Ich bin im Prinzip von einem Security-Mann angegriffen worden. Es gab bereits hinter der Bühne einen Streit, der sich dann nach draußen verlagert hat. Irgendjemand hatte irgendetwas kaputtgemacht und die dachten, ich sei das gewesen, denn sie sahen mich auf der Bühne herumspringen. Und dann wurde mir gesagt, ich dürfe nicht mehr zurück in den Dressing Room gehen, doch als ich dann von der Bühne ging, noch voller Energie und Adrenalin, wollte ich an dem Typen vorbeigehen und da ist er vollkommen ausgeflippt, hat mich an der Hand verletzt und fast zu Tode gewürgt. Draußen kamen dann drei andere Leute hinzu und haben mir ins Gesicht geschlagen, sodass ich lauter Blutergüsse im Gesicht hatte. Zum Glück hatte ich aber eine große Sonnenbrille mitgenommen, die ich mir dann aufziehen und die blauen Flecken so verbergen konnte, bis ich nach England zurückkehrte. Das war am nächsten Tag, die Nacht habe ich im Krankenhaus verbracht, um einen Gehirnscan und solchen Kram machen zu lassen. Ich sah nicht gerade hübsch aus, aber in gewisser Weise war es lustig, denn jeder musste mit der Polizei darüber reden und in dem Krankenhaus kamen dauernd welche und fragten nach Autogrammen (lacht), das war schon irgendwie sehr surreal. Aber wie gesagt, ich bin jetzt eigentlich okay, wenn man mal von meiner Hand absieht, an der ein paar Nerven beschädigt sind.

The-Pit.de: Aber fürs nächste Jahr Wacken seid ihr ja nun schon mal bestätigt, da ihr diesmal wegen dieser Geschichte dort nicht spielen konntet.

Dani: Ja, wegen meiner Stimme; die ist wegen der Würgerei etwas angegriffen.

The-Pit.de: Aber ich muss sagen, Triptykon waren auch sehr gut. Aber lass uns doch mal über das neue Album sprechen, das, nun ja, inzwischen gar nicht mehr so neu ist, haha…

Dani: Ja, aber wir werden bald eine neue EP herausbringen, die eine Art Fortsetzung bildet, „Evermore Darkly“ heißen und einen Track beinhalten wird, den wir noch gar nicht fertiggestellt haben. Dieser wurde „Thank Your Lucky Scars“ betitelt und ist sehr heavy. Außerdem gibt es noch ein paar Demoversionen, eine längere Version von „Lilith Immaculate“, einen Remix von „Forgive Me Father“ und eine 45 Minuten lange Dokumentation, die wir in diesem Jahr in Russland gedreht haben. Oh, und der gesamte Graspop-Gig wird ebenfalls darauf enthalten sein. Eigentlich ist es eine Art Schritt zurück, aber wir haben einige Zeit damit verbracht, das alles zusammenzustellen, um so etwas wie einen Übergang bis zum Release von „Midnight In The Labyrinth“ (ein Orchesteralbum, das im nächsten Jahr erscheinen soll – Anm. d. Verf.) zu haben. Ach ja, es gibt auch einen Track mit dem Titel „Midnight In The Labyrinth“ auf der EP, quasi als Teaser für das neue Album. Es sind also echt eine ganze Menge Sachen darauf, aber wie gesagt, ist das mehr ein Schritt zurück, bis „Midnight In The Labyrinth“ im März herauskommt. Wir sind sowieso dabei, einen neuen Albumzyklus zu starten und sammeln bereits Ideen für eine neue Platte, die nächstes Jahr veröffentlicht wird, wohl so um Halloween herum – das übliche Halloween-Gemetzel, denke ich mal, hehe…

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