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Corvus Corax im Interview (August 2006)

Nach der Großtat zurück zu den Wurzeln?
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Mit dem kühlen Nass haben Corvus Corax einfach kein Glück. Nicht nur, dass ihnen im Studio jüngst das Wasser bis zum Halse stand. Auch beim Summer Breeze wird ihr Auftritt von Sintflut-artigem Regen begleitet. Die Könige der Spielleute lassen jedoch sich jedoch nicht beirren, und vetreiben mit polterndem Paukenschlag und gaukligem Gedudel sogar die Regenwolken. Welche Neuigkeiten es von den Berliner Spielleuten zu berichten gibt, dies verriet uns Castus Rabensang im Interview.

 

The-Pit.de: Eure Großtat liegt ja nun schon ein bisschen zurück. Welches sind Eure besten Erinnerungen an Cantus Buranus? Und was nehmt ihr mit aus dieser Zeit? 

 

Castus: Eindrucksvoll war natürlich vor allem natürlich das Live-Erlebnis, als wir das im Staatstheater Cottbus zum ersten Mal ausprobiert haben; danach natürlich noch die grandiose Aufführung vor 33.000 Leuten beim Wacken Open Air. Die größte Prüfung war für aber sicherlich auf der Museumsinsel, wo wir dann auch die DVD gemacht haben. Das war ein Traum: Als Berliner auf der Museumsinsel zu spielen, in einer so großartigen Inszenierung. Das war echt einmalig. Und als wir dann fertig waren mit dem Schneiden des Materials, da wurde uns langsam klar, dass wir damit etwas wirklich Großes geschaffen hatten. Erst zu diesem Zeitpunkt haben wir gemerkt, wie geil das ist. Es wird auch Cantus Buranus 2 geben. Da gibt’s noch reichlich Material, allein über 250 weltliche Stücke. Trotzdem wollen wir beim nächsten Mal auch versuchen, die satirisch-christlichen Sachen mit einzuarbeiten.

 

The-Pit.de: Für derart besondere Auftritte scheint Ihr ja einen Faible zu haben. Immerhin haben Du und Wim ja auch beim Kunststück von Schandmaul mitgespielt. 

 

Castus: Richtig. Schandmaul wollten für diese DVD-Aufzeichnung ein paar Gastmusiker auf der Bühne haben. Der Oliver Satyr von Faun war ja zum Beispiel auch mit dabei. Und da wir die Kollegen schon so lange kennen – vor allem die Birgit schon an die acht Jahre –, haben die uns gefragt, ob wir das vielleicht mitmachen wollen. Für uns war sofort klar: Wir sind dabei. Als Gegenstück haben die Schandmäuler dann auf unserer Tanzwut-Scheibe ebenfalls mitgewirkt. Mit angenehmen Kollegen machen wir sowas immer gern.

 

The-Pit.de: Was ist das Prickelnde an solchen Special Events im Vergleich zum normalen Konzertalltag – wenn’s einen „normalen Alltag“ überhaupt gibt? 

 

Castus: Naja, beim Kunststück haben wir ja nur bei zwei Stücken mitgespielt, das war okay. Das war vor allem ein Special für die Kollegen. Wir hatten dabei nicht so `nen Adrenalin- und Endorphinschub wie bei normalen Konzerten, wenn es für uns selbst etwas wirklich Großes ist. Dies Akustik-Show war natürlich wunderbar, aber es ist für uns jetzt nicht vergleichbar mit einem Cantus Buranus-Konzert, wo wir über anderthalb Stunden alles geben müssen.

 

The-Pit.de: Sind aus der Zusammenarbeit mit dem Orchester neue Ideen entstanden, die nun auch in das Material Eures neuen Albums Venus Vina Musica mit eingeflossen? 

 

Castus: Wir haben eigentlich wieder völlig umgeschaltet. Natürlich haben wir bei Cantus Buranus sehr viel Neues gelernt – auch über die Arbeit im Studio –, und ich glaube, dass man das auch merkt. Die neue CD ist dadurch eher eine Metal-Scheibe geworden. Ich würde den Leuten raten, sie richtig laut zu hören. Die Musik funktioniert zwar auch, man sie leise hört. Aber nur wenn man voll aufdreht kriegt man die kleinen Sachen richtig mit, die auf den anderen Scheiben eben weniger zu hören sind. Das haben wir auf jeden Fall gelernt.

 

The-Pit.de: Ihr habt beim neuen Album auch endlich mal wieder einen Raben auf dem Cover.

 

 

 

Castus: Genau. Bei Triton ist ja auch ein balzender Rabe mit auf dem Cover, als Schatten. Aber es war mal wieder Zeit, einen Corvus Corax mit drauf zu nehmen.

 

The-Pit.de: Hat das einen besonderen Grund? So eine Art Neustart oder „back to the roots“ nach Eurem Großprojekt? 

 

Castus: Du bringst uns auf ne gute Idee, aber wir haben uns dabei eigentlich gar nichts gedacht. Es war einfach ne schöne Sache. Wir haben zufällig den Raben Loran kennengelernt, und haben mit ihm die Fotos gemacht, bei Bratislava auf so nem Vogelgestüt (lacht) – also auf ner Falknerei. Wir mögen Raben, wir heißen Corvus Corax und wir dachten, es sei mal wieder an der Zeit, so etwas zu machen.

 

The-Pit.de: Im Allgemeinen vertont Ihr ja bei Eurer Musik „nur“ bereits existente Texte. Schreibt Ihr mittlerweile auch mal was selber? 

 

Castus: Wir schreiben auch Texte in Rotwelsch; das ist ja diese Gaunersprache aus dem Mittelalter. Allerdings haben bis vor 100 Jahren viele Leute noch so geredet. Man muss halt ein Verbrecher sein, um uns zu verstehen.

 

 

The-Pit.de (räusper): Ihr seid aber selber keine Verbrecher... oder?

 

 

 

Castus: Öhm, ich sage nichts ohne meinen Anwalt. (lacht)

 

The-Pit.de: Was gehört für Euch zu einem typischen Corvus Corax Stück dazu? 

 

Castus: Ich geh jetzt mal von einem Tanz aus – groovige, schwere Rhythmen, Dudelsäcke, alles schön brachial. In der Band sagen wir immer LSD-Musik dazu: laut, schnell und dorisch – das ist Corvus Corax. Dorisch ist eine der Kirchentonarten, wir spielen meistens in dorisch.

 

The-Pit.de: Seit Juli habt Ihr ein neues Mitglied. Wie kam es dazu und wie wird man bei Euch Novize? 

 

Castus: Richtig. Der Meister Selbfried ist ja gegangen. Nicht im Bösen, sondern er wollte einfach nicht mehr dieses Live-Geschehen. Der sitzt jetzt bei uns im Büro, und kümmert sich sozusagen um das Label. Dafür ist dann der Gordon gekommen. Der hat aber nicht Selbfrieds Aufgabe übernommen, weil man das gar nicht kann. Meister Selbfried ist eben unser Meister Selbfried, und Gordon ist und bleibt Gordon. Trotzdem ist es wunderbar, dass Gordon nun dabei ist. Er ist ein guter Musiker und es hat uns jetzt sehr viel Spaß gemacht, mit ihm zusammen zu spielen. Prinzipiell war das bisher erstmal ein Test, aber ich traue mich zu sagen, er hat den Test bestanden. Er ist momentan noch sowas wie ein Novize, ein Schüler.

 

The-Pit.de: Gibt’s bei euch eine Art Aufnahmeprüfung für solche Novizen? Wie müssen die sich bewähren um von den Leit-Raben anerkannt zu werden? 

 

Castus: Man muss auf jeden fall mal eine Tour mit uns unterwegs gewesen sein. Das hat er ja noch nicht gehabt, der Gordon. Man sollte schließlich im Nightliner keinen Tour-Koller kriegen. Das ist das größte Problem, wenn man um die drei Wochen so beengt unterwegs ist, dass man dabei nicht wahnsinnig wird. Es gibt genug Leute, die müssen dann eher zuhause ihr bürgerliches Leben fristen. Aber ich denke mal, mit dem Kollegen kommen wir in dieser Hinsicht schon klar.

 

The-Pit.de: Ist es für Euch eine Möglichkeit, dass Corvus Corax in Sachen Musikern noch weiterhin expandiert, oder kommt man wirklich nur dann rein, wenn eine Stelle frei wird? 

 

Castus: Corvus Corax hat sich entwickelt. In der Gründungszeit waren wir erstmal nur zu zweit, und dann ist es immer größer geworden. Man kann das jetzt schlecht abschätzen, ob wir nochmal kleiner oder auch größer werden. Das ist eine Sache der Entwicklung. Das entscheidet sich danach, wie wir Musik grade machen wollen - entsprechend machen wir’s dann auch mit der personellen Stärke.

 

The-Pit.de: Ihr hattet jüngst eine kleine Sintflut im Studio. Schon alles wieder aufgewischt und funktionstüchtig gemacht, oder wie sieht’s grade aus? 

 

Castus: Es sieht so aus, dass wir vor einem Jahr einfach mal unserem Versicherungsvertreter Glauben geschenkt haben. Normalerweise sind für so eine Sache gar nicht zu haben, aber damals haben wir das Studio und den Proberaum versichern lassen gegen eben solche Sachen – und jetzt sind wir total froh darüber. Als wir gerade in Kaltenberg waren, genau da ist in unserem Proberaum das Wasser eingedrungen. Meister Selbfried war da zum Glück im Büro, und hat sich darum gekümmert. Als wir dann zurückkamen, war schon der neue Laminat-Fußboden gelegt. Es ist aber alles noch ziemlich feucht, deshalb haben wir jetzt einen Luftentfeuchter aufgestellt. Viele Dinge sind kaputtgegangen. Dass die Versicherung sich um alles kümmert, glaub ich dann doch nicht so ganz. Es ist noch nicht alles okay, wir haben noch sehr viel zu tun, denn unsere Studio funktioniert zur Zeit noch nicht. Aber wir können jetzt zumindest wieder unser Zeug wieder reinstellen.

 

The-Pit.de: Beeinträchtigt Euch das in Eurer aktuellen Planung? 

 

Castus: Teilweise. Wir sind grade eben nicht in einer kreativen Phase, dass wir etwa wieder an Cantus Buranus arbeiten, oder an einem neuen Tanzwut- oder Corvus-Album. Mit dem Strom ist es etwas doof, denn wenn wir mit Tanzwut proben, sollten wir irgendwo unser Zeug einstecken. Aber irgendwie kriegen wir das schon hin. Der Kern unserer Band ist ja aus dem Osten, die anderen Kollegen kommt aus West-Berlin – Letztere haben schnell begriffen, wie wir schon als Ossis gelernt haben, zu improvisieren.. Und in dieser Hinsicht sind die Ossis einfach Könige. Wenn irgendwas nicht hinhaut, kriegen wir das trotzdem irgendwie hin.

 

The-Pit.de: Du sprichst Eure zweite Gruppe grade an: Was gibt’s denn Neues von Tanzwut? 

 

Castus: Wir haben ja grade im April unsere neue CD, Schattenreiter, rausgebracht. Damit werde wir noch ein paar Konzerte machen, vermutlich im Januar oder Februar. Ansonsten sind wir mit Corvus Corax im Dezember unterwegs – und dann ist eben wieder Cantus Buranus angesagt. Wie und wo wir im nächsten Jahr spielen, ist auch eine Frage dessen, wie die Veranstalter auf uns zukommen. Nächste Woche setzen wir uns mal hin, und machen einen Plan, wie wir die Zukunft so gestalten wollen.

 

The-Pit.de: Wie sieht denn Eure Planung fürs hiesige Summer Breeze aus? 

 

 

Castus: Dadurch, dass wir von Cantus Buranus eine Live-CD und Live-DVD gemacht haben, mit Tanzwut die Schattenreiter und mit Corvus die Venus Vina Musica – und mit allen dreien in den Charts waren –, hatten wir noch keine Zeit, dieses Programm zu proben. Wir werden heute Venus Vina Musica spielen. Aber der Auftritt ist ohnehin sehr kurz, weil wir direkt nach dem Konzert nach Holland fahren, um dort morgen Cantus Buranus zu spielen. Wir spielen das normale Programm, schön abrocken; Heavy Wood mit unseren Holzinstrumenten.

 

 

The-Pit.de: Ist euer Titel „Königliche Spielleute“ noch aktuell? 

 

Castus: Wir haben mehrere Titel. Prinz Luipold verlieh uns den Titel „Königliche Spielleute der Tafelrunde zu Kaltenberg“; und dazu sind wir auch noch „Könige der Spielleute“ – Letzteren Titel haben uns das Publikum und die Presse gegeben. Sowas entscheiden wir ja nicht selber. Aber viele Leute, die auch die neue CD Venus Vina Musica gehört haben, meinten: Ihr seid noch immer die „Könige der Spielleute“. Und das hört man natürlich gern von seinem Publikum.

 

The-Pit.de: Was unterscheidet Corvus Corax von anderen Spielleuten? 

 

Castus: Wir haben keine Vorbilder, nach denen wir uns richten könnten. Wir sind auf der Straße großgeworden, und haben einfach das gemacht, was wir wollten. Die anderen Spielleute hatten es da im Vergleich recht einfach: Die haben sich eine Corvus Corax-CD angehört und haben gewusst: „Okay, den Stil möchte ich auch machen.“ Wir haben diesen Stil damals neu kreiert. Es gab da zwar mal das Mittelalter, wo auch ein paar Leute mit Dudelsack und Trommeln unterwegs waren. Diese Spielmänner sind aber leider alle schon tot, und die CDs von damals sind auch schon alle kaputt (lacht). Wir haben diesen neuen Stil kreiert, und inzwischen gibt es das ja auch in Verbindung mit Rock oder mit Metal, in allen möglichen Stilrichtungen. Was wir da angestoßen haben, darauf sind wir schon extrem stolz.

 

The-Pit.de: Eure Lieder sind mit ihrer eigenwilligen Sprache nicht grade einfach mitzusingen. Was sollen Eure Fans aus Euren Konzerten mitnehmen? 

 

Castus: Bei Venus Vina Musica grölen die Fans den Text gegen Kopfschmerzen mit – und das funktioniert auch. Es geht bei Corvus Corax einfach darum, dass man den Alltag mal kurz vergisst, und völlig ausflippt. Viele unserer Fans sagen, sie zehrten wochenlang von einem Konzert, und freuten sich dann schon wieder aufs nächste.

 

The-Pit.de: Es ist Euer erstes Summer Breeze. Habt Ihr das Festival schon ausgekundschaftet? 

 

Castus: Wir kannten das Festival bisher nur namentlich. Der Veranstalter hier ist sozusagen unser Label fürs Ausland. Wir hatten aber bisher noch gar keine Zeit, uns hier umzuschauen. Wir waren bisher nur im VIP-Bereich, frühstücken, und hatten grade eben Autogrammstunde. Es sind hier sehr viele junge Leute unterwegs. Vielleicht liegen die älteren noch alle im Zelt. Aber es ist eine sehr angenehme Stimmung hier. Manchmal gibt es das ja bei solchen Metal-Events, dass alle so richtig mies drauf sind; aber hier ist das gar nicht der Fall. Ich finde es immer gut, wenn die Leute lachen und Spaß haben – und hier lachen eine Menge Leute!

 

The-Pit.de: Was mögt Ihr denn tendenziell lieber: Eine Club-Tour oder Festival-Konzerte? 

 

Castus: Dadurch, dass wir so viele verschiedene Dinge parallel machen, haben wir sehr viel Abwechslung. Das gibt die Würze. Wir könnten uns nicht vorstellen, nur Club-Touren oder nur Festivals zu machen; wir mögen alles. Dadurch, dass wir unsere eigenes Label sind, können wir auch ganz schnell mal was ändern, wenn uns irgendwas nicht passt.

 

The-Pit.de: Habt Ihr ein Problem damit, eventuell auch bei Regen zu spielen (Frage wurde gestellt vor dem Auftritt, bei dem es dann tatsächlich regnete)? 

 

Castus: Wenn die Bühne nicht überdacht wäre, dann könnten wir wegen der Trommeln nicht spielen. Da sind Naturfelle drauf, und wenn die nass werden, dann hängen sie durch und gehen kaputt. Auf unseren Riesenrahmentrommeln ist eine Pferdehaut drauf und die kostet so viel, da kann es sich der Veranstalter sicher nicht leisten, uns einfach so hinzustellen. Nur die Dudelsäcke vertragen Regen. Wir könnten also zur Not noch einfach so über den Platz marschieren und Dudelsack spielen – aber wir stehen schon lieber im Trockenen

 

The-Pit.de: Zum Abschluss noch ein kleines Assoziationsspiel: Was fällt Dir ein zu den folgenden Begriffen? Fußball-WM...? 

 

Castus: Die Menschen in Berlin hatten sehr viel Spaß, weil eine Menge krasser Leute unterwegs waren; zwar nicht in unseren Kietz, sondern im Zentrum. Ich bin eigentlich gar nicht so der Fußball-Freak, aber ich fand es gut, dass die Deutschland-Fahne endlich mal ein bisschen ein anderes Feeling bekommen hat. Die Deutschen sind sozusagen ein wenig gesundet. Corvus Corax hat während der WM in Italien gespielt, in Venedig; am übernächsten Tag hatten wir dann ein Konzert bei Leipzig, zwischendurch gab’s einen Halt in München. An genau diesem Tag hat Deutschland gegen Argentinien gespielt, das haben wir uns im Biergarten angeschaut und waren total begeistert. Wir haben die Hände hochgestreckt, jede Menge Bier getrunken und auf Deutschland angestoßen. Eigentlich ist uns sowas sonst gar nicht wichtig, aber dort hat uns die Atmosphäre richtig mitgerissen.

 

The-Pit.de: Rabe...? 

 

Castus: Der intelligenteste Vogel, den es gibt – viel intelligenter als ein Hund. Total frech. Wir hatten ja selber mal einen Raben, und da haben wir mitgekriegt, dass ein Rabe bewusst viele böse Dinge tut. (lacht) Ein Rabe kann Dinge sehr schnell kaputtmachen, aber er ist eben sehr intelligent. Der größte Singvogel Europas – ob man das auch als Gesang bezeichnen kann, ist allerdings Geschmacksache.

 

The-Pit.de: Cantus Buranus...? 

 

Castus: Wir sind stolz, es durchgezogen zu haben. Als wir damit angefangen haben, gab es eine Menge „Freunde“, oder auch Neider, die gesagt haben, wir würden das eh niemals so hinkriegen. Aber wir haben es geschafft. Das ist das größte Lebenswerk, das wir bis jetzt geschaffen haben. Es ist wie beim Haus bauen: Das erste Haus ist fertig geworden, und jetzt bauen wir eben noch eins.

 

The-Pit.de: Vorbilder...? 

 

Castus: Gar nicht. Wenn ich überlege, was ich als Kind für Musik gehört hab.... Das war Mozart, den könnte ich jetzt nicht mehr unbedingt als Vorbild zu bezeichnen, hat ja mit unserer Musik nix zu tun. Slayer fand ich auch mal geil, aber auch die haben mit unserer Musik nix gemeinsam. Wenn man uns fragt, was wir für Musik gut finden, dann sagen wir immer: Gute Musik. Eigentlich findet man die in fast jeder Sparte, nur beim Schlager muss man ganz schön lange suchen. Die neue Slayer-Scheibe ist grade mein Lieblingsalbum, aber allgemein höre ich mir jetzt nicht nur den finstersten Metal an. (lacht)

 

The-Pit.de: Inspirationsquellen… ? 

 

Castus: Bibliotheken und alte Klöster. Viele Bands jammern ja ganz gerne mal rum, es gäbe kein Material. Aber wir sind viel unterwegs und inzwischen total zugeschissen mit Material. Wir sind so wir brauchen eigentlich nur in die Bibliothek gehen, in die Musik-Abteilung, da finden wir alles. Wir sind demnächst wieder im Ausland unterwegs und haben in diesem Rahmen auch wieder was Großes am Köcheln. Mehr verrate ich aber noch nicht.

 

Wir bedanken uns herzlich bei Castus für dieses ausführliche Interview!

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