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But We Try It im Interview (Februar 2011)

Von massakrierten Katzen über ein Mords-Organ bis hin zu einer brillanten Debütscheibe

Der Erstling "Dead Lights" schaffte bei uns direkt den Sprung auf die 8,5-Punkte-Stufe

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The-Pit.de: In „Cruel World“ heißt es „I’m searching for liberty but this is the land of war“ – seht ihr euch auch als Band mit politischer Message oder ist das eher metaphorisch zu verstehen?

Jörn: Wir sind auf jeden Fall keine politische Band, das kann man von vorn herein ausschließen. Ich verstehe mich aber als politischer Mensch und als der teile ich mich auch in meinen Texten mit. In der heutgen Metal- und Hardcoreszene geht es doch hauptsächlich um die dicksten Sneaker, das neueste Bandshirt und die geilsten Moves. Mir fehlen da die wirklichen Inhalte und ich möchte mit meinen Aussagen etwas gegenarbeiten. Wenn eins von hundert Kids, die unser Album kaufen, sich die Texte durchliest und dadurch zum Denken angeregt wird, zähle ich das als Erfolg.

The-Pit.de: In Zeiten von Myspace, Facebook und Co. ist es als Fan immer leichter, mit einer Band in Kontakt zu treten. Habt ihr da schon richtig absurde oder sogar beleidigende Mails bekommen oder beschränkt es sich auf das übliche „Ihr seid so cool“-Gerede?

Jörn: Um ehrlich zu sein: Weder noch. Klar bekommen wir positive wie negative Kritik von den Leuten. Die ist bis jetzt aber weder sonderlich beleidigt noch besonders überschwänglich ausgefallen.

The-Pit.de: Auf „Dead Lights“ kann man von Punk über Hardcore und Metal die verschiedensten Stile heraushören. Welche Musiker oder welche Bands haben euch besonders beeinflusst?

Jörn: "Dead Lights" ist einfach unsere Vorstellung von einem modernen Metal-Album oder einfach die Schnittmenge unserer musikalischen Vorlieben in der Band. Ich bin zum Beispiel großer Maiden-Fan, eigentlich komme ich aber aus dem Old-School-Hardcore-Umfeld. Dominik steht total auf Paul Gilbert und Symphony X, was man bei seinen Soli schon hört. Mark hört aktuell, glaube ich, viel Lamb Of God, Stefan generell viel Death Metal und Tim schwört auf Darkest Hour und den guten alten Neunziger Metalcore. Ich denke, das sind alles gute Referenzen, die man für unser Album stehen lassen kann.

The-Pit.de: In „Death Lights II: The New Path Hope“ heißt es „I see dead lights in the sky“. Ich persönlich musste da direkt an UFOs denken, aber worum geht es wirklich?

Jörn: In dem Fall geht es eher um die Lichter von Hochhäusern in einer großen Stadt. In dem Song geht es darum, dass alles so gefühlsleer ist. Alle rennen nur wie Zombies den neusten Trends hinterher, weil sie denken, dass sie das glücklich macht, aber innerlich sind sie doch längst schon tot. Also sind die Menschen selbst im übertragenen Sinne die toten Lichter. Der Song ist quasi ein Weckruf.

The-Pit.de: Euer Albumcover erinnert mich ein bisschen an den Film „Die Vierte Art“, in dem es auch um die Begegnung mit Aliens geht. Wer hat das Cover entworfen und was bedeutet es?

Jörn: Das Cover hat Marcel von Heavensend Design gemacht. Zuerst sollte Mark, der eigentlich alles Graphische bei uns macht, das Cover entwerfen, aber irgendwie konnten wir uns nicht einigen und Mark hatte dann auch einige andere Jobs zu erledigen, so dass wir die Idee hatten, einen Contest zu starten. Wir haben den Albumtitel und ein oder zwei Hörproben hochgeladen und dann konnte jeder, der Bock hatte, was schicken. Wir haben eine Menge Ideen geschickt bekommen, von grottenschlecht bis richtig gut. Am Ende ist es dann Heavensend Design geworden. Checkt den Jungen im Netz aus, der macht coole Sachen. Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden. Was es im Endeffekt bedeutet, müsstest du am besten Marcel selbst fragen, aber ich denke, das ist seine Interpretation des Albumtitels.

The-Pit.de: Die letzten Worte gehören euch.

Jörn: Als Erstes möchten wir uns für das positive Feedback von euch und dieses Interview bedanken. Dann möchten wir uns bei allen Leuten bedanken, die zu den Shows kommen und uns in welcher Art auch immer unterstützen. Stay gold!

Vielen Dank für das Interview und viel Glück mit dem neuen Album!

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