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Blind Guardian im Interview (Juni 2017)

"Es geht um die Kunst und ums Gesamtkonzept"

Die Krefelder Blind Guardian sind nach ihrem Erfolgsalbum „Beyond The Red Mirror“ erneut aktiv und veröffentlichen in ihrer genau dreißigjährigen Karriere ihr drittes Livealbum „Live Beyond The Spheres“ am 7. Juli 2017. Aus diesem Anlass befragten wir den Komponisten und Ursprungsgitarristen André Olbrich, der sich als angenehmer Gesprächspartner erweist und während des Gesprächs auch mal zum Lachen zu bringen ist. Am vereinbarten Termin ruft er minutengenau an:

André: Hallo Norbert! Hier ist André von Blind Guardian.

The-Pit.de: Hallo André! Vielen Dank, dass du anrufst und bereit bist, mit uns dieses Gespräch zu führen. Bist du mit den vorherigen Interviews heute gut durchgekommen?

André: Bisher ja. Alles ist gut gelaufen.

The-Pit.de: Dann fange ich mal sofort mit den Fragen an. Ein Konzertalbum scheint bei Euch eine Regel zu sein, denn bislang habt ihr nach vier bis fünf Alben ein Resümee eures Schaffens in zusammengefasster Form herausgebracht. So geschieht das nun auch diesmal. Kann man von einem Zyklus sprechen?

André: Das letzte Livealbum liegt ja 13 Jahre zurück und wir haben inzwischen drei Studioalben gemacht. Das Entscheidende ist, dass wir seit zehn Jahren einen neuen Schlagzeuger haben, mit dem wir noch nichts veröffentlich haben. Inzwischen ist auch ein neuer Bassist da und damit ist die ganze Rhythmussektion anders. Dementsprechend fühlen sich die ganzen Stücke auch an; rhythmisch dynamischer. Ich würde sagen, wir sind als Band auch durch die letzten drei Tourneen einfach mehr zusammengewachsen und tighter geworden. Ich würde sagen, wir können die Stücke jetzt eigentlich noch besser wiedergeben, dass sie so klingen wie sie eigentlich klingen sollten. Da wir uns ein spezielles Konzept für dieses Album überlegt hatten, ist es – glaube ich – ja noch entscheidender, warum wir das jetzt gerade machen, weil es gibt ja inzwischen über das Internet ´ne ganze Menge Live Material, das man überall finden kann wie auf YouTube oder wo auch immer und dadurch werden ja mehr oder weniger diese klassischen Livealben relativ uninteressant. Das sage ich mal so. Das war jedenfalls unser Gedanke. Wir sind darauf angesprochen worden, wann wir wieder was veröffentlichen würden und eigentlich brauche ich nichts zu veröffentlichen, was die Fans eh schon haben. Damit haben wir uns lange beschäftigt. Es war also klar, dass wir unseren Fans etwas geben müssen, was sie nicht haben. Das sind natürlich die Magic Moments, die auf einer Tour passieren, wo man nie genau weiß, wann und wo sie kommen. Und die findet man natürlich auch nicht mal eben so im Internet. Wir mussten selber uns ganz schön Mühe machen, um die einzufangen, also wir haben über die fünfzig Shows in Europa aufgenommen.

The-Pit.de: Das ist aber eine ganze Menge.

André: Ja und da wir uns natürlich von vornherein das so vorgestellt haben, dass wir die Songs, die wir aus den einzelnen Shows rausfischen, hinterher zu einer Show zusammenbauen wollten, mussten wir natürlich dementsprechend auch in einer bestimmten Qualität aufnehmen, dass der Sound zusammenpasst. Ansonsten hat man so ein Patchwork-Album und man kriegt überhaupt keine Stimmung rein. Das wäre natürlich ein Beinschuss gewesen. Deswegen haben wir uns im Vorfeld Gedanken gemacht und einige Sachen auch ausprobiert: Ganz wichtig ist die Mikrofonierung in der Halle, weil wir in verschieden großen Hallen gespielt haben.

The-Pit.de: Auf der letzten Tour 2015 durfte auch ich in Düsseldorf mit dabei sein und ich fand den Gesamtsound im Publikum ausgewogen. Habt ihr speziell von dem Konzert etwas in die Aufnahmen einbinden können?

André: Ja, Düsseldorf war, wie sich herausgestellt hat, eine sehr gute Show! Und von der Show sind drei Songs auf dem Album gelandet. Also, da waren schon vor allen Dingen von der Bandperformance her ein paar Kracher dabei. Durch die Masse der Leute hatte man unglaublich tolle Chöre gehabt, wenn sie mitgesungen haben.

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