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Blind Guardian im Interview (Juli 2010)

Von nichts kommt nichts

Ähnlich bombastisch wie die aktuelle Scheibe ist "A Night At The Opera" von 2006

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The-Pit.de: Ist ja witzig, das wäre genau meine nächste Frage gewesen, wie nämlich dieser orientalische Einfluss bei „Wheel Of Time“ zustande kam, da mir das halt auch aufgefallen ist...

Marcus: Ja, die Nummer war ursprünglich gar nicht für dieses Album geplant, die war für das in Zukunft noch anstehende Orchesterprojekt vorgesehen und da gab’s auch ursprünglich eine rein orchestrale Fassung ohne Band, die aber nicht so funktionierte, wie wir uns das erhofft hatten. Dadurch ist die Band dann dazugekommen, das Stück wurde also quasi metallisch umgeschrieben und hat im Laufe der Produktion diese ganzen Phasen durchgemacht und ist immer weiter gewachsen.


The-Pit.de: Wo du gerade das Orchesterprojekt erwähnst – wie sieht’s damit eigentlich aus? Weiß man da schon, wann was kommen wird?

Marcus: Es ist noch nicht konkret, wobei – lass mich lügen – fünf Stücke schon aufgenommen sind und wir auch Anfang nächsten Jahres, wenn Tourpause ist, weiter aufnehmen wollen. Also, wir arbeiten schon gezielt daran, aber es muss noch Songwriting gemacht werden, das ist definitiv noch nicht fertig, insofern kann ich jetzt auch nicht sagen: „Das kommt nächstes Jahr auf den Markt“ oder wann auch immer, aber wir arbeiten wie gesagt gezielt daran und haben auch schon Sachen aufgenommen.


The-Pit.de: Okay, dann kommen wir mal zu Texten. Ihr habt ja ein Stück „Tanelorn“ als zweiten Track auf der neuen Scheibe. Das hat doch sicherlich auch inhaltlich was mit „The Quest For Tanelorn“ auf „Somewhere Far Beyond“ zu tun...

Marcus: Das hat logischerweise was miteinander zu tun, beide Stücke basieren auf dem Zyklus um den ewigen Helden von Michael Moorcock, sprich auf den Büchern, wobei „The Quest For Tanelorn“ bezieht sich auf eine andere Reinkarnation – ich weiß nicht, ob du mit der Story vertraut bist?


The-Pit.de: Nicht wirklich.

Marcus: Das Ganze basiert darauf, dass es einen ewigen Helden gibt, der in verschiedenen Inkarnationen in verschiedenen Parallelwelten für das Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos sorgen muss, und das neue „Tanelorn“ bezieht sich auf eine andere Inkarnation, aber es dreht sich theoretisch um dieselbe Figur, daher die Parallelen im Namen.


The-Pit.de: Ich weiß nicht, ob du ansonsten noch was zu Texten sagen kannst...

Marcus: Ich kann schon ein bisschen was zu Texten sagen, auch wenn ich da natürlich nicht der optimale Ansprechpartner bin, weil ja Hansi die alle schreibt. Es gibt zum Beispiel zwei Stücke, die textlich zusammenhängen und die sich auf die „Wheel Of Time“-Geschichten von Robert Jordan beziehen – das ist einmal logischerweise „Wheel Of Time“, das andere Stück ist „Ride Into Obsession“. „Sacred Worlds“ haben wir ja für das Computerspiel „Sacred 2“ geschrieben, das heißt, textlich basiert das natürlich auf diesem Universum, dem Spiel und den Charakteren, die darin vorkommen, und ansonsten haben wir eben den üblichen Mix aus Mythologie und Literatur.


The-Pit.de: Ihr geht ja bald auch auf Tour – kann man da irgendeine besondere Bühnenshow erwarten?

Marcus: Wir arbeiten im Moment noch daran, wir haben uns schon mit unseren Licht- und Tonleuten zusammengesetzt, da ist so einiges in Planung. Wir werden wieder eine schöne bunte Lichtshow abfahren und wieder mit Projektionen arbeiten, allerdings diesmal auf einem anderen Level, wo wir bis jetzt nur Demos von gesehen haben, aber wenn das alles so funktioniert, wie man uns das gezeigt hat, dann wird das richtig geil. Soundtechnisch soll es natürlich auch vom feinsten werden, also wir werden versuchen, wieder ein sehr gutes Paket abzuliefern, das das Auge und das Ohr verwöhnt.


The-Pit.de: Da ihr schon so lange dabei seid und viele Hits habt – variiert ihr eure Setlisten von Stadt zu Stadt eigentlich richtig stark oder wie ist das?

Marcus: Ja, definitiv. Es gibt natürlich ein paar Nummern, die musst du spielen, aber du kannst nicht alle Klassiker rauskicken, auch wenn wir das manchmal ganz gerne machen würden. Du hast natürlich neue Nummern im Programm, die du präsentieren möchtest, du hast ein paar alte Sachen dabei, die du ewig nicht mehr gespielt hast oder teilweise noch nie gespielt hast, die du einfach mal spielen möchtest, und du musst einfach irgendwie eine Mischung finden. Wir haben jetzt einen Probeblock schon hinter uns, in dem wir 40 Nummern eingeprobt haben, und es kommen jetzt demnächst noch ein paar Proben dazu, wo wir weitere Songs einspielen wollen. Natürlich können wir nicht in einer Show 40 Nummern spielen, dann wird das Konzert ein bisschen sehr lang, aber so haben wir eben wirklich die Auswahl und können jeden Tag variieren, wie wir lustig sind. Und genau das haben wir definitiv vor, das haben wir auch auf der letzten Tour schon so gemacht, dass wir da zumindest immer mal zwei, drei Nummern ausgetauscht haben, denn so bleibt es für uns interessanter und du vermeidest eine Routine, die sich da einschleichen würde.

Wenn du jeden Abend anderthalb Jahre exakt das gleiche spielen würdest, kommt die Routine dann irgendwann und das kann nur nach hinten losgehen. So aber halten wir es für uns interessanter, du kannst auf Tagesform, Tageslaune oder was auch immer reagieren, und vor allem wissen wir ja auch, dass viele Leute sich mehr als nur ein Konzert von uns ansehen, seien es mehrere Tourkonzerte oder auf Festivals und dadurch haben die Leute natürlich sehr hohe Chancen, nicht zweimal hintereinander dasselbe Konzert zu sehen.

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