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Blind Guardian im Interview (Dezember 2012)

Steve Harris bei Blind Guardian

Hansi live in action beim Metalfest Austria 2012

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Obwohl Blind Guardian verkündet haben, 2013 keine Konzerte zu geben, hat die Krefelder Power-Metal-Institution nicht die Absicht, nur auf der faulen Haut zu liegen. Das lange angekündigte Orchesterprojekt soll endlich realisiert werden und auch an einem regulären neuen Studioalbum wird bereits kräftig gearbeitet. Grund genug, bei Frontmann Hansi Kürsch durchzuklingeln, um dem sympathischen Sänger ein paar Informationen zu entlocken.

The-Pit.de: Hallo Hansi, hier ist David von The-Pit.de. Wie geht es dir; schon im Weihnachtsstress? (Das Interview fand am 13. Dezember statt – Anm. d. Verf.)

Hansi: Hallo David. Ja, auf jeden Fall bin ich im Weihnachtsstress. Der geht bei mir irgendwann Ende November los, weil wir echte Weihnachts-Junkies sind. Aber na ja, es ist noch überschaubar.

The-Pit.de: Ihr wollt ja Anfang nächsten Jahres die Box „A Traveler's Guide To Space And Time“ herausbringen. War da auch angedacht, das zu Weihnachten zu veröffentlichen und ihr habt es einfach nicht mehr geschafft?

Hansi: Wir haben es nicht mehr geschafft. Es war natürlich angedacht, das zu Weihnachten herauszubringen; wäre für so ein Sammlerprodukt sicherlich besser gewesen, aber uns kam dann wie so oft im Leben der Gründlichkeitswahn in den Weg, sodass aus geplanten zwei, drei Monaten acht Monate geworden sind und wir den Weihnachtstermin irgendwann nicht mehr halten konnten.

The-Pit.de: Es ist ja bei euch schon fast Tradition, dass Releasetermine nach hinten geschoben werden.

Hansi: Ja, das ist tatsächlich schon fast Tradition, verhält sich aber doch jedes Mal ein bisschen anders. In diesem Fall mussten oder wollten wir schließlich nichts neu aufnehmen, von daher dachten wir, das wäre überschaubar und auch kalkulierbarer, aber wenn es dann so viele Geschichten gibt, die parallel bearbeitet und logistisch dingfest gemacht werden müssen, braucht man im Grunde genommen dann doch mehr Zeit als es bei einer normalen Platte in Anspruch nimmt. Und wir wollten es natürlich auch gründlich und gut machen.

The-Pit.de: Wann seid ihr denn eigentlich auf die Idee gekommen? Es ist immerhin noch gar nicht so lange her, dass ihr eure alten Platten geremastert habt – auch wenn in diesem Fall jetzt teilweise sogar neu gemixt wurde.

Hansi: Die Idee mit den Remixen geisterte bei uns schon länger herum. Wir hätten das sonst separat gemacht, und außer der Reihe, immer wenn mal wieder ein bisschen Zeit gewesen wäre, ein Album veröffentlicht; darüber hatten wir uns schon länger unterhalten. Teilweise hatten wir auch schon angefangen – die „Battalions...“ und die „Follow...“ sind damals schon geremixt worden, für die „Tales...“ war das auch schon länger angedacht, aber wir hatten es immer wieder verworfen. Wir hatten so eine Box gar nicht geplant, das kam von unserer alten Plattenfirma, die so ein Produkt haben wollte und parallel zum Best-of-Album („Memories Of A Time To Come“ – Anm. d. Verf.) diesbezüglich anfragte, da wir 25-jähriges Jubiläum hatten. Und da wir wussten, dass unser nächstes reguläres Produkt frühestens in 2014 herauskommt, haben wir zugesagt, wussten aber eben nicht, wie zeitintensiv das wird.

The-Pit.de: Wie kam es, dass es jetzt erst eine Audio-Version von „Imaginations Through The Looking Glass“ gibt? Heutzutage ist es ohnehin schon wieder üblich, gleich das Gesamtprodukt zu veröffentlichen, mit DVD und CDs.

Hansi: Damals war es nicht unbedingt immer so; der Gedanke ist uns auch nicht gekommen, weil wir zum damaligen Zeitpunkt auch gerade das „Live“-Doppelalbum veröffentlicht hatten. Daher erschien es uns eher sinnlos, dieses Produkt jetzt auch noch auf CD auf den Markt zu schmeißen. Jetzt hätten wir erneut nicht dran gedacht, doch dann kam die Anfrage von der Plattenfirma, die meinte, um diese Box zu vervollständigen, sei es doch sinnvoll, auch diese Ära noch mit dazuzupacken. Da dies auf den ersten Blick nach wenig Arbeit aussah, war es für uns okay, weil wir es letztlich ebenfalls so sehen, dass die Quantität bei so einer Geschichte auch den Wert ausmacht.

The-Pit.de: Und wie kam es zu der Version ohne Zwischenteile bei „Nightfall In Middle-Earth“?

Hansi: Das war eine Idee von André (Olbrich; Gitarre – Anm. d. Verf.), die darauf basiert, dass es, ich sag mal, eine Handvoll Leute gibt, die die Songs auf dem Album zwar gut findet, aber die es trotzdem ein bisschen stört, diese Interludes mitnehmen zu müssen. Und wenn die sich dann digital am Computer vielleicht eine Compilation zusammengestellt haben, hat es da immer leichte Cuts gegeben, und es war relativ einfach, diese Sache jetzt so zu gestalten, dass wir diesen Leuten auch noch ein Gimmick mitgeben konnten. Schön war auch, dass unser Coverkünstler dann gleich direkt Lust hatte, noch ein alternatives Cover für die „Nightfall...“ anzubieten, was die Geschichte sehr gut einfängt. Ich denke, das ist auch eines der optischen Highlights dieser Box.

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