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Axel Rudi Pell im Interview (Juni 2012)

„Ich glaube da mehr an unser konstant gutes Songwriting“

Interviewpartner Axel

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Ursprünglich war das Interview zur letzten Show der drei Bochumer Erfolgstage geplant, aber wie das so ist, war in der ganzen „Die Tür wird gleich geöffnet“-Hektik dann doch keine Zeit – nun gut, ein bisschen Soundcheck genießen ist ja jetzt auch nicht unbedingt verkehrt, dass Interview kann man dann die Tage via Telefon ja nachholen. Der Termin wurde schnell gefunden…

The-Pit.de: Ich selbst stehe jetzt noch ganz unter dem Eindruck der dritten in Folge ausverkauften Show in Bochum. Wie würdest du für dich selbst das Ganze einordnen?

Axel: Ich fand die Show von den drei Shows, die wir in Bochum gespielt haben, die zweitbeste. Ich fand das eigentlich relativ okay, es hat viel Spaß gemacht auf der Bühne, natürlich war Tourabschluss und da haben wir jede Menge Schabernack getrieben. Die Mad Max-Jungs waren bei uns, wir haben bei denen irgendwie Mist gebaut, wir hatten uns verkleidet, aber so im Großen fand ich das eigentlich ganz cool. Höhepunkt war für uns natürlich die Auszeichnung einmal in Gold und dann dieser Sold-Out-Award, den wir da bekommen haben, was wir von vornherein gar nicht wussten.

The-Pit.de: Du sprichst ja selber schon Spökes auf der Bühne an. Du kamst selber quasi als Dr. Zombi mit dem Säbel in der Hand und wolltest dem Mad-Max-Sänger die Kehle durchschneiden, die Jungs kamen bei euch mit den Tröten auf die Bühne. Gehört das nach so vielen Tourneen noch immer zum zünftigen Tourabschluss dazu?

Axel: Genau. Das ist so ein Schabernack, den man halt macht, wenn man auf Tour ist. Machen viele andere Bands auch. Es gibt aber auch welche, die machen das überhaupt nicht mehr, aber ein bisschen Fun gehört doch einfach dazu. Wir haben ja live generell immer viel Spaß beim Spielen, da kann man auch mal ein bisschen Unsinn machen.

The-Pit.de: Lustig war es ja allemal. Ein wenig zwiespältig ist die Tittenaktion bei Mike Terranas Drumsolo angekommen. Gehören nackte Tatsachen für dich auch zur Rock’n’Roll-Attitüde?

Axel: Ja natürlich, vor allem war das nur bei dieser Show, weil wir dem Mike auch mal etwas bieten wollten. Das war auch nur wegen der letzten Show, nur ein einziges Mal halt, sonst haben wir das ja gar nicht gemacht. Ich selbst habe jetzt noch keine negativen Stimmen gehört. Wenn du sagst, dass ein paar dabei waren, die es gestört hat, dann okay, so was hast du aber immer. Klar, da waren teilweise Familien dabei, die dann gesagt haben: „Was ist das denn jetzt?“ Ist halt so.

The-Pit.de: Ich fand das ganz lustig, die Mädels waren doch gut gebaut.

Axel: Man kann es eh nicht allen recht machen, das ist wie bei der Songsauswahl auch. Warum habt ihr so viele alte Dinger gespielt, ihr hättet auch mal mehr bringen können, hätten wir ein paar alte Klassiker weggelassen, hätten wieder alle gesagt: „Warum spielt ihr die Songs nicht mehr, die wollen wir doch hören!“ Allen kann man es eh nicht recht machen.

The-Pit.de: In der Pause vor der Zugabe seid ihr dann mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet worden und ihr habt auch reichlich verdutzt aus der Wäsche geguckt. Wie war das für euch?

Axel: Das wussten wir vorher natürlich gar nicht. Der einzige, der das wirklich wusste, war ich, die anderen wussten nichts. Von dem Sold-Out-Award wussten wir aber alle nichts, das war schon sehr merkwürdig. Johnny fragte dann auch, wofür das denn sei, der hatte das gar nicht verstanden, weil der Olli von SPV das natürlich in Deutsch gesagt hat. Er fragte, wofür dass denn sei und ich erklärte ihm, dass es für die Single aus Schweden sei. Wir haben uns natürlich alle tierisch gefreut.

The-Pit.de: Siehst du solch einen Erfolg heute ein wenig lockerer als früher oder schleicht sich so etwas wie Selbstverständlichkeit ein?

Axel: Das ist natürlich immer noch harte Arbeit, als selbstverständlich erachte ich das auf gar keinen Fall. Ich würde mich natürlich freuen, wenn die Band irgendwann mal die Erfolgsleiter noch ein bisschen mehr nach oben klettern würde, sprich, es würden noch mehr Leute zu den Shows kommen, wir würden noch mehr CDs verkaufen oder welches Medium auch immer. Das wäre natürlich cool. Es ist aber immer noch harte Arbeit, klar, logischerweise, aber immer noch eine, die ganz viel Spaß macht. Selbstverständlich ist bei mir gar nichts, im Gegenteil, ich habe z.B. nach der Veröffentlichung der „Tales Of The Crown“ 2008 gesagt, dass ich solch ein schlechtes Album nicht mehr machen will. Im Nachhinein war das nicht so glücklich und habe mir dann gesagt, dass ich mir jetzt selbst den Arsch ausreiße. Die letzten beiden CDs finde ich zumindest wieder sehr gut gelungen, deswegen ist das auch schon wieder ein Fortschritt.

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