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Avatarium im Interview (Dezember 2015)

Ein Ort für Halbgötter

Springt derzeit für den live pausierenden Bassisten und Bandgründer Leif Edling ein: Anders Iwers.

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The-Pit.de: Kommen wir mal zum neuen Album. Ich fand ja schon die erste Scheibe sehr stark, aber ich denke, mit der neuen Platte habt ihr dieses Level sogar noch überboten.

Jennie-Ann: Vielen Dank!

The-Pit.de: Es ist eine klare Weiterentwicklung erkennbar, trotzdem ist es natürlich immer noch hörbar dieselbe Band; es gibt zum Beispiel mehr Keyboards – wie seht ihr das?

Marcus: Es gibt nicht unbedingt mehr Keyboards; auf dem ersten Album gab es sogar eher noch mehr Keyboards, aber mehr unterschiedliche. Doch auf „The Girl With The Raven Mask“ stehen sie auffälliger im Vordergrund, vor allem die Hammondorgel und die Fender Rhodes; manchmal so laut wie die Gitarren, hin und wieder sogar lauter. Wenn ich es mir recht überlege, gibt es sowieso an Keyboards nur Hammond und Fender Rhodes – so etwas wie Strings haben wir diesmal überhaupt nicht verwendet. Aber da wir den Sound von Hammond und Fender Rhodes lieben und Carl (Westholm; Keyboards – Anm.d.Verf.) da auch genau den richtigen Klang gefunden hat, dachten wir uns: Das hört sich fantastisch an, lass uns was daraus machen! Auch wenn wir live spielen: Die einzige andere Option wäre ein zweiter Gitarrist, doch den haben wir nicht, also mussten wir etwas finden, das die Riffs ausgleichen kann, wenn ich ein Solo spiele oder so was. Also arbeiteten wir an seinen Sounds und sein Orgelspiel weiterzuentwickeln und ihm gefiel dies mehr und mehr, sodass auf diese Weise der Sound für das Album erst entstand. Die neue Platte klingt also deswegen so, weil wir live gespielt haben und versuchten, das, was wir live gespielt haben, einzufangen. Sie ist simpler, es gibt weitaus weniger Overdubs; das Debüt war eher ein Studioalbum, da sind mehr Overdubs, mehr Keyboards, mehr Gitarren vorhanden. Die neue Scheibe hingegen klingt größer und besser mit weniger Zutaten, weil die Band einfach besser geworden ist.

Jennie-Ann: Der größte Unterschied für mich ist, dass ich viel mehr in den Produktionsprozess involviert war. Die Art, wie wir arbeiteten, war völlig anders. Ich meine, Leif kam ins Studio mit Texten, Melodien und Basisharmonien und dann nahmen wir in Marcus’ Studio Rohdemos auf. Danach arbeiteten Marcus und ich an den Arrangements, der Instrumentierung, gaben uns gegenseitig Empfehlungen etc. Wir hatten diesmal viel mehr Zeit, diese Dinge zu diskutieren und ich denke, man hört dem Album an, dass ich stärker involviert war. Ich komme ja eigentlich aus einer ganz anderen Ecke und gebe dem Ganzen ein bisschen Poprock- und Jazz-Aroma hinzu.

Marcus: Ja, es ist mehr ein Bandalbum, bei dem sich alle mehr einbringen konnten. Denn beim Debüt war die Band ja gerade erst zusammengekommen und inzwischen haben wir die Songs live gespielt…

Jennie-Ann: …Für mich persönlich ist das sehr wichtig. Ich sehe mich nun mehr als Musikerin, als „nur als die Sängerin“. Ich wusste, wenn ich damit weitermachen will, musste ich stärker involviert sein.

The-Pit.de: Du kommst also mehr aus der Pop- und Jazz-Richtung, Jennie-Ann. Das ist interessant, aber warum nicht – man sollte ja stets Neues ausprobieren.

Marcus: Auf jeden Fall. Wir hören so viel verschiedene Musik: Jennie-Ann, Leif, ich – und überhaupt jeder in der Band. Hier hat sich eine große Möglichkeit ergeben, andere Elemente in eine Rockband zu integrieren. Wir lieben Jazz und Blues, Oldschool und Modernes – was auch immer es ist. Wir versuchen, unseren eigenen Weg zu finden und verschiedene Einflüsse unter einen Hut zu bekommen. Man kann nicht einfach alles munter durcheinander mischen, es muss ja auch Geschmack haben und passen. Das ist immer spannend, denn wenn wir anfangen, an einem Song zu arbeiten, wissen wir nie, wohin die Reise schließlich führt und am Ende klingt er vielleicht ganz anders als zu Beginn. Das ist schon sehr cool.

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