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Avatarium im Interview (Dezember 2015)

Ein Ort für Halbgötter

Frontfrau Jennie-Ann Smith hier auf dem Rock Hard Festival 2015.

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Manchmal geht es doch erstaunlich schnell, bis eine Band einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Avatarium gehören dazu, nach nur zwei Full-length-Alben und einer EP steht bereits die erste Headlinertour an. Prominente Namen im Line-up wie Leif Edling und Marcus Jidell (u.a. Ex-Evergrey), eine charismatische Frontfrau und mit Nuclear Blast ein starkes Label im Rücken sind natürlich auch nicht die schlechtesten Zutaten zum ohnehin vorhandenen musikalischen Talent. Vor der Show in Hamburg standen The-Pit.de Sängerin Jennie-Ann Smith und Gitarrist Marcus Jidell für ein Gespräch u.a. über die Bedeutung des Bandnamens, die musikalische Entwicklung und nicht zuletzt die Pariser Terroranschläge, die sich wenige Tage zuvor ereignet hatten, zur Verfügung. Das verheiratete Paar kam dabei absolut bodenständig und nett herüber, sodass gleich eine entspannte Grundatmosphäre geschaffen war.

The-Pit.de: Hallo, ihr Zwei! Ich hoffe, es geht euch gut auf eurer ersten Tour als Headliner. Mich interessiert als erstes, wie ihr auf den Bandnamen Avatarium gekommen seid. Als ich ihn das erste Mal hörte, dachte ich, dahinter verberge sich eine Power-Metal-Band, aber das ist ja nun wirklich nicht der Fall. (Gelächter.)

Jennie-Ann: Nun, es war Leif Edling (Bassist, Bandgründer und Hauptsongschreiber; Anm.d.Verf.), der mit dem Namen ankam. Zunächst war das eigentlich nur eine Art „Arbeitstitel“, wenn man so will, aber wir haben das nie wirklich in Frage gestellt, zumal wir anfangs noch keine Ahnung hatten, was uns noch erwarten oder ob sich unsere Konstellation halten würde. Wir dachten nur: Joa, Avatarium das klingt nett…

Marcus: Ich mag den Namen, denn ein Avatar ist ursprünglich eine Art Halbgott, wie Jesus im Christentum oder Buddha im Buddhismus, oder besser gesagt: Ein Mensch, der Gottstatus erlangt. Demnach ist „Avatarium“ ein Ort für Halbgötter bzw. ein Ort, an dem Halbgöttern gehuldigt wird. So jedenfalls meinte es Leif, als wir über den Namen gesprochen haben. Oder verallgemeinert ein Ort, an dem man etwas verehrt, das einem wichtig ist; das kann einen religiösen Hintergrund haben oder einfach etwas, das dir ein gutes Gefühl gibt. Deswegen gefiel mir der Name und er gefällt mir auch immer noch, weil er eine sehr interessante Bedeutung hat.

The-Pit.de: Außerdem ist der Name catchy.

Jennie-Ann: Für uns bedeutet er des Weiteren, Musik zu huldigen – das ist schließlich das, was wir tun. Ein Ort, an dem wir das zusammen tun können, das ist Avatarium für uns.

The-Pit.de: Wie geht es Leif denn überhaupt? Ist schon absehbar, wann er wieder live spielen kann?

Jennie-Ann: Weißt du, man kann ja nichts wirklich vorhersagen, wenn es um Gesundheit geht. Jeder kann plötzlich krank werden, gesund zu werden braucht seine Zeit – niemand weiß es tatsächlich. Wir treffen Leif regelmäßig und er erholt sich gut, aber es ist unmöglich, vorherzusagen, wann er wieder voll angreifen kann.

Marcus: Es ist schon ein bisschen ein Auf und Ab. Manchmal arbeitet er und alles geht wunderbar, doch dann geht es ihm plötzlich doch wieder schlechter, er wird müde usw. Aber wenn man die Jahre insgesamt betrachtet, geht es ihm schon nach und nach besser.

The-Pit.de: Als ihr die Band gegründet habt, war ja ursprünglich mal Mikael Åkerfeldt als Sänger und Gitarrist vorgesehen.

Marcus: Ja, genau, Mikael Åkerfeldt, Leif und Nicke Andersson von den Hellacopters waren auf einer Party zusammen und ziemlich betrunken. Und da kam die Idee auf, man könnte doch eine Band zusammen gründen.

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„Weil wir einfach wissen, dass wir als Band nur funktionieren, wenn wir uns nicht verbiegen“