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Attic im Interview (Oktober 2017)

Mehr konkret denn scheinheilig

Gitarrist Rob

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The-Pit.de: Ein Konzeptalbum impliziert ja auch, dass man sich mit der ganzen Story auseinandersetzen muss und drückt euch natürlich immer noch ein Stückchen mehr in die King Diamond-Ecke... Worum dreht es sich genau und ist die Story auch abgeschlossen oder lässt sie noch Spielraum für weitere Songs?

Katte: Worüber sie genau handelt, würde ich dem Hörer selbst überlassen, der sich damit einfach auseinandersetzen muss. Im Groben geht es um... das kann ich schriftlich ganz gut erklären, das ist mündlich gar nicht so einfach... einerseits um das vorgebetete christlich Geprägte, weil es ja im Kloster spielt, welches eben christlich geprägt ist und dem Unterschied, was erzählt wird und eben dann das, was dann bis zur Perversion verkehrt wird und in allem Sünde steckt, deswegen heißt es ja auch „Sanctimonious“, auf deutsch „scheinheilig“.

The-Pit.de: Erst das Zölibat und dann werden die Jungs vergewaltigt...

Katte: Genau so etwas, das aber kommt jetzt nicht auf dem Album vor. Aber es gibt Schwangerschaften, illegale Schwangerschaftsabbrüche, tote Babys, und das ist ja auch gar nicht soweit hergeholt. Da kam glaube ich in England mal ein Fall auf, wo siebenhundert tote Babys in einer Abtei gefunden wurden (das passt auch ganz gut zu den 800 Babyleichen in einem katholischen Mutter-Kid-Heim in Irland; Anm. d. Verf.), insofern ist das gar nicht mal so weit hergeholt.

The-Pit.de: Da passt es ja auch ganz gut, dass auf dem Album vier Frauenrollen vorhanden sind und wegen der Schwangerschaft Männer ja eher subtil vorkommen...

Katte: ...zum einen ist es ja ein Nonnenkloster, da wäre es wahrscheinlich ja auch merkwürdig, wenn da Männer wären und gerade im Christentum wird das Weibliche ja auch mit dem Teuflischen in Verbindung gebracht, was ebenfalls ganz subtil mitschwingt.

The-Pit.de: Die Platte ist in zwei Akte unterteilt – hattet ihr auch schon mal einen Gedanken daran verschwendet, so etwas aufwendig auf der Bühne darzustellen?

Katte: Allgemein versuchen wir natürlich schon, das Ganze live auch gut mit den Bühnenaufbauten zu repräsentieren, aber ich glaube, mit Schauspielern würden wir da eher nicht arbeiten, das verkehrt sonst ganz schnell in eine Art Kasperletheater, wo es dann einfach nicht mehr ernst zu nehmen ist. Bei uns soll schon die Musik im Vordergrund stehen, man sollte aber merken, dass uns die Lyrics auch wichtig sind und wie wir uns damit auseinandergesetzt haben. Der Hörer soll daran natürlich auch Spaß haben.

The-Pit.de: Das komplette Album ist schon seit Tagen auf YouTube hochgeladen – ärgert das etwas und hat man da endgültig die Kontrolle verloren?

Katte: Das war jetzt auch von uns so gewollt, dass es auch recht schnell oben ist, von unserem Label direkt hochgeladen. Das hatten wir auch alles so abgesprochen. Es war ja schon direkt am Erscheinungstag von jemandem hochgeladen worden, aber bevor das jemand in schlechter Qualität oder so macht, da haben wir dann entschieden, das selber repräsentativ zu machen, dann gehen die Klicks wenigstens auch ans Label. So wird es repräsentiert, wie wir es haben wollen. Ob wir das machen oder andere Leute, das kann man gar nicht wirklich vermeiden, das ist vielleicht auch eine gute Promo-Sache, wenn die Leute das posten und ganz anhören können. Selbst wenn es nicht bei YouTube ist, können sie sich das anderweitig herunterladen, die Leute bekommen das so oder so zu hören. Es macht wohl keinen Unterschied, ob wir es hochladen oder nicht: Wenn die Leute das Album wollen, dann kaufen sie es auch.

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