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Assassin im Interview (Februar 2017)

„Man kann Assassin nicht mehr in Originalbesetzung erwarten"

The-Pit.de: Dagegen meine ich, dass „Word“ so ein Thrasher der alten Schule ist. Eigentlich hast du die Antwort ja schon vorweg genommen. Was macht dir mehr Spaß, einfach zu schrubben oder auch mal die eine oder andere Überraschung einzubauen?

Scholli: Schrubben? Na klar. Bei „Servant Of Fear“ haben wir den Refrain umgeändert, den hatte ich eigentlich so geschrieben, dass es nur durchballert, außer dem Intro mit der Akustikgitarre. Wir haben da aber für den Ingo den Refrain ein bisschen verändert. So etwas wird es definitiv weiterhin geben. „Word“ finde ich ein sehr gutes Stück, der ist auch vom Micha. Da war das noch so nach dem Motto „wow, geht ja doch noch“. Ich fand das Riff auch sehr geil. Leider wurde bei der Produktion ein bisschen was herausgeschnitten, aber trotzdem ein gutes Stück. Das sind auch so Songs, wo Micha immer gesagt hat, dass bei ihm ein Song auch nur drei Parts zu haben braucht. Klar, man muss einen Song nicht mit vielen Parts vollballern. „Fight (To Stop The Tyranny)“ (auf dem Debüt „The Upcoming Terror“ von 1987 zu finden; Anm. d. Verf.) früher hatte auch nur drei Parts und alles ist gut. „Word“ geht gut durch und ist auch vom Riffing weg vom rein teutonischen Metal auch mit viel amerikanischen Ideen.

The-Pit.de: Wie oft spielt ihr eigentlich die Assassin-Version von „Thrashing Dice? Wer kam auf die Idee, euch da ins Brettspiel einzubinden?

Scholli: Das Original haben wir noch überhaupt nicht gespielt. Sie kamen auf uns zu und haben gesagt, dass sie gerne eine Edition mit Assassin herausbringen wollen. Es würde mich jetzt wundern, wenn du schon irgendwo eine gesehen hättest. Ich weiß zwar, worum es in dem Spiel geht, leider aber haben wir das noch nicht gespielt. Es sollte schon im Herbst herauskommen, dann im Dezember, dann hab ich nochmals nachgefragt, da meinten sie Februar, den haben wir ja jetzt. Ich finde es jetzt ein bisschen unglücklich, weil wir denen eine Menge CDs haben zukommen lassen, die dann verlost werden. Ein bisschen bin ich auch angesickt, weil man eigentlich auch irgendwann den Termin einhalten muss. Ich hoffe, dass es spätestens im März heraus kommt und lasse mich dann selber überraschen. Ich fand das eine witzige Idee und habe zugestimmt.

The-Pit.de: Live-technisch ist das Jahr 2017 noch ein bisschen übersichtlich. Wie sehen denn die Planungen für eine Tour aus? Für Festivals ist der Zug ja fast schon abgefahren...

Scholli: Live würden wir alle gerne viel mehr spielen, aber es ist halt schwierig. Wir werden wahrscheinlich auch eine Tour machen, mit wem wissen wir aber noch nicht genau, da will ich jetzt auch noch keine Bands nennen. Wenn das nicht sicher ist, wäre das ja Quatsch. Die Veranstalter holen sich aber auch die Bands, wo sie sich am meisten versprechen. Assassin kennt man, gehören aber eben auch nicht zu den Top 4 des Speed Thrash Metal. Da gibt es halt andere Bands, die werden auch gut gebucht, aber bei uns ist es so, dass sie sich sagen, dass es nett wäre, wenn wir spielen, muss man aber auch nicht zwingend haben. Das ist natürlich ein bisschen schade. Viele kennen Assassin von heute wahrscheinlich gar nicht, nur von früher, und wie auch auf dem Festival in Oberhausen würden sie erkennen: Och, das ist ja geile Musik. Man muss an diese Leute auch herankommen, ich selbst hätte sehr gern auf mehr Festivals gespielt. Das müssen jetzt nicht die super großen Festivals sein, auch gerne die mittleren, das wäre schon gut gewesen, aber es wird für 2017 sehr schwierig, so glaube ich. Das ärgert mich auch ein bisschen. Aber wenn es nicht sein soll, dann soll es halt nicht sein. Das macht bei uns auch ein Booker, der versucht, uns Festivals und Shows an Land zu ziehen. Es erweist sich als nicht sehr einfach. Aber man weiß ja auch, wie das Musikgeschäft heute auch läuft, da sollte man sich auch nichts vormachen. Es ist für die Veranstalter klar immer besser, wenn sie sich Bands holen, die dann auch 400 bis 500 Leute bei einem Einzelgig ziehen. Da müssen wir halt noch dran arbeiten.

Scholli klingt dabei nicht resigniert oder deprimiert, sondern absolut realistisch. Nach gut 40 Minuten brechen wir dann den offiziellen Teil ab und quatschen so noch etwas weiter, das geht dann aber inhaltlich niemanden mehr an. Danke an Mirko von Steamhammer für die Vermittlung des Interviews, Danke vor allem aber an Scholli für seine Zeit. Und nun: geht alle Assassin auf der nächsten Show besuchen oder hört euch zumindest ein paar Platten von ihnen an – na gut, „The Club“ muss es jetzt nicht gerade sein.

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