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Assassin im Interview (Februar 2017)

„Man kann Assassin nicht mehr in Originalbesetzung erwarten"

Der traditionsbewusste Thrasher sollte auch heute noch die Düsseldorfer Assassin auf dem Schirm haben, veröffentlichten sie doch unlängst mit „Combat Cathedral“ ein starkes Album, der insgesamt fünfte Longplayer in der so wechselhaften Karriere der nordrhein-westfälischen Hauptstädter. Genug Gesprächsstoff gibt es auch darüber hinaus, so z.B. die Personalwechsel oder aber auch die unterschiedlichen Rückmeldungen auf dem Thrash Speed Burn Fest Anfang des Jahres in Oberhausen. Schnell mit der Plattenfirma Steamhammer/ SPV Kontakt aufgenommen, noch zügiger einen Termin vereinbart und schon hat man Gründungsmitglied und Gitarrist Scholli an der Strippe. Erst gibt es noch ein bisschen Vorgeplänkel, dann steigen wir aber auch direkt ein.

The-Pit.de: Bis zum neuen Album „Combat Cathedral“ hat es ja ein bisschen gedauert – vor allem die Personalwechsel werden ja immer wieder unterschiedlich aufgenommen. Der langjährige Klampfer Michael Hoffmann ist laut Nachricht auf Facebook aus persönlichen Gründen raus. Wie kam es dazu?

Scholli: Das mit den persönlichen Gründen haben wir ja auch als offizielles Statement über Steamhammer/ SPV kund getan. Der Micha war schon eine längere Zeit, mindestens schon ein ganzes Jahr, nicht mehr so richtig bei der Sache. Als wir dann das neue Material zusammengestellt, die neuen Songs geschrieben haben, führte das dann dazu, dass da ganz wenig Input von ihm kam. Ich habe ihn dann auch gefragt, was denn los sei. Ich dachte mir, dass man ja manchmal auch so eine Phase hat, dass man sich sagt, dass es irgendwie gerade nicht so läuft oder das man gerade kein Bock hat. Ich habe ihn dann erst einmal ein bisschen in Ruhe gelassen, aber irgendwann haben wir auch gesagt, dass es jetzt bald ins Studio geht. Da hast du aber gemerkt, dass er gar nicht bei der Sache war, er war auch nur zwei Tage im Studio. Im Endeffekt habe ich dann zu achtzig, neunzig Prozent alles selber einspielen müssen. Nur zwei Werke waren dann auch von ihm, es war schon nicht mehr so sein Ding. Man hat es auch gemerkt, wenn er in den Proberaum kam und irgendwelche Rocksachen gespielt hat. Ich hab da schon mal fallen lassen, dass wir schon noch Assassin machen. Ich spiele ja ab und zu auch mal andere Musik, aber das Ding hier ist Assassin und da wird kein Rock gespielt. Man merkte auch, dass seine Songideen auch eher rocklastig waren, man merkte einfach, dass es nicht mehr so sein Ding war. Das ist ja auch okay. Wir haben ihm dann gesagt, dass er sich das überlegen soll, sich dabei auch Zeit lassen kann. Irgendwann hat er dann selbst gesagt, dass wir das lassen sollten, überlegte auch, dass er jetzt auch sich die ganzen Songs drauf tun müsse, worauf er kein Bock hatte. Das war eine klare Aussage. Wenn der Spaß an der Musik nicht mehr da ist, dann soll man das auch lassen. Wenn mir Thrash Metal keinen Spaß mehr machen würde, dann würde ich das auch nicht machen. Es ist nun mal der Spaß an der Sache, Leute wieder zu treffen, die Musik zu machen und auch ein bisschen den Zeitgeist von früher mitziehen lassen, genau das ist eigentlich das Ding. Um etwas anderes geht es bei der Geschichte doch auch gar nicht. Wir sind ja keine Band, die da richtig Asche mit verdient wie Kreator oder so.

The-Pit.de: Zeitgeist aufleben lassen hört sich gut an. Vor allem habt ihr mit Frank Blackfire einen neuen Klampfer am Start, bei dem man das dann mit verbinden kann. Wie habt ihr ihn euch gekrallt und was sagst du zu dem Spruch „und der spielt mit uns Krampen“ eures Bassisten Joachim?

Scholli: Erst einmal ist das Ganze entspannt, weil wir ihn auch schon seit längerem kennen. Klar, wir kommen ja alle aus der gleichen Ecke. Wir sind mit Mille befreundet, auch mit Sodom, das ist ja alles die gleiche Ecke, da kennt man den einen oder anderen. Der Joachim hat dann den Frank gefragt, ob er denn Bock hätte, einzusteigen bzw. erst einmal live die Songs mitzuspielen. Er meinte, dass ihm die Musik gefalle und er das auch von früher kenne, dass man das machen könne. Also alles völlig entspannt. Wir haben uns dann getroffen, zusammen ein paar Songs gespielt und es passte halt. Er ist ja auch ein guter Gitarrist. Wir sind auch auf dem gleichen Level, was Spaß an der Musik betrifft und nicht irgendwelchen Stars hinterher zu eifern, was eh unmöglich ist. Er passt menschlich wie auch von der Einstellung absolut zu uns. Er macht ja auch noch sein eigenes Ding, was auch völlig unproblematisch ist. Es sprach nichts dagegen. Und der Kommentar von Joachim? Ja klar, wie versuchen auf der Bühne nicht wie die ernsten Gesichter zu erscheinen, sondern wir wollen auch ein bisschen den Spaß herüberbringen und je nach Höhe kommen die Leute bei uns auch auf die Bühne und es werden ein paar Songs mitgesungen. Deswegen erfolgen dann auch solch spaßige Ansagen, damit das Ganze auch nicht so ernst ist.

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