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Anti-Flag im Interview (November 2015)

"Politik ist kein Spiel das man einfach gewinnt. Man muss immer weiterkämpfen."

Hier das Artwork von "American Spring"

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Im Rahmen ihrer aktuellen Europatour waren Anti-Flag letzten Dienstag in Amsterdam. Obwohl die vier Pittsburgher erst am selben Morgen mit dem Flieger aus dem Vereinigten Königreich kamen, fand Basser Chris #2 gute 20 Minuten Zeit, um kurz vor der Show noch schnell ein bisschen über Musik, das neue Album „American Spring“ und Politik zu quatschen.

The-Pit.de: Hi Chris, schön dass du die Zeit gefunden hast, freut mich sehr. Lass uns am besten gleich anfangen. Ihr habt dieses Jahr ein neues Album herausgebracht. Wie würdest du „American Spring“ im Vergleich zu euren vorherigen Alben beschreiben?

Chris #2: Ich würde sagen, es ist eine ziemlich untypische Platte für uns, aus mehreren Gründen. Einer davon ist, wie wir sie aufgenommen haben. Ich glaube, seit „Die For Your Government“ waren wir nicht mehr in einer Situation, in der wir kein Label hatten. Wir hatten keinen genauen Plan, was die Platte anging und wir hatten auch keine im Voraus gebuchte Tour, für die wir das Album definitiv fertig stellen mussten. Wir hatten dementsprechend keine Deadline, und waren quasi ganz auf uns allein gestellt. Also haben wir einfach weitergemacht mit dem Schreiben und Verfeinern der Songs, bis wir wirklich das Gefühl hatten, die bestmöglichen Songs zu haben. Erst dann sind wir ins Studio gegangen, haben die Songs aufgenommen, das Albumcover gestaltet, und erst als all das getan war, sind wir zu verschiedenen Labels gegangen. Ich glaube, das war wirklich ein großer Unterschied im Vergleich zu unseren vorherigen Alben, vor allem den letzten vier oder fünf, bei denen wir im Voraus ein Label und einen festen Zeitplan hatten. Dazu kommt dann noch, das „American Spring“ einfach ein viel persönlicheres Album für die Band und auch mich selbst geworden ist.

The-Pit.de: Wie genau meinst du persönlicher?

Chris #2: Naja, einfach aufgrund all der Dinge, die gerade so abgingen. Es gab sehr viel in meinem persönlichen Leben, das mich darüber nachdenken ließ, ob ich überhaupt in einer Band sein wollte, geschweige denn neue Songs aufzunehmen und die aktuelle politische Situation zu kommentieren. Ich habe mich einfach gefragt, wo und wie meine persönlichen Gefühle, beziehungsweise mein innerstes Selbst in eine derartige Platte passen. Was mir dabei klar geworden ist: der Grund, warum wir alle im Punkrock sind, ist Empathie. Wir alle sorgen uns um mehr als nur uns selbst und wollen Dinge besser zurücklassen, als wir sie vorgefunden haben.

The-Pit.de: Definitiv ein guter Ansatz! Was den Aufnahmeprozess selbst angeht, habt ihr da im Verlauf der Jahre etwas geändert oder seid ihr eurer Methode immer treu geblieben?

Chris #2: Wir sind einfach besser geworden. Wir kennen uns gegenseitig besser, wissen wie der jeweils andere arbeitet, wann wir eine Pause brauchen und wann wir weitermachen sollten, weil wir gerade nah an etwas dran sind. Ich muss aber dazu sagen, dass „American Spring“ ein bisschen unterschiedlich von unseren letzten zwei Alben war, die wir im Studio gleichzeitig geschrieben und aufgenommen haben. „American Spring“ ist vielleicht das erste Mal in zehn Jahren, dass wir jeden Song erst als Demo aufgenommen und verfeinert haben, bevor wir die Songs dann im Studio eingespielt haben. Alles in allem würde ich sagen, dass alles an dieser Platte durchdachter ist. Und ich glaube, dass Anti-Flag so am besten sind – eben wenn wir hart arbeiten, sicherstellen, dass alle Songs durchdacht sind und einer gewissen Linie folgen und dass das Artwork zum Konzept passt. Weil letztendlich geht es für uns nicht einfach nur darum, ein neues Album aufzunehmen, um schnell wieder touren zu können. Wir versuchen, jedes Mal ein Album aufzunehmen, auf das Leute später zurückschauen werden und denken „Das war einer der Momente, wo sie am besten waren“.

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