Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Anathema im Interview (Juli 2012)

Back on track

Interviewpartner Danny Cavanagh mit Anathema live in Köln 2010

Zum Thema

Nachdem sie vorher eine längere Studiopause eingelegt hatten, kehrten Anathema 2010 furios mit „We’re Here Because We’re Here“ zurück. Schon zwei Jahre danach legen die Engländer mit „Weather Systems“ grandios nach, ihrem definitiv bombastischsten und vielleicht emotionalsten Album bisher. Höchste Zeit für The-Pit.de, endlich mal ein Interview anzuleiern – Hauptsongwriter und Leadgitarrist Danny Cavanagh stand uns hierfür per Telefon zur Verfügung. Er sprach unter anderem über das neue Album, höhere Dimensionen und seine Liebe zu Deutschland.

The-Pit.de: Hi Danny, wie geht’s denn so, wie war die Tour?

Danny: Oh, die war sehr gut, danke.

The-Pit.de: Ich war beim Konzert in Hamburg – das war, glaube ich, euer erster Gig bei dieser Tour in Deutschland.

Danny: Ja, das stimmt. An dem Tag sind wir zum Star Club gegangen, also in das Beatles-Museum – wir sind alle große Beatles-Fans – und das war sehr nett. Ich mag Deutschland so gerne; das ist wirklich eine der großen Freuden meines Lebens und meines Jobs, nach Deutschland kommen zu können. Ich liebe es wirklich sehr dort und es war auch diesmal wieder eine wundervolle Erfahrung, dort zu sein, die Leute zu sehen, mit ihnen zu reden und in den tollen Clubs zu spielen.

The-Pit.de: Anscheinend mögt ihr in Hamburg den Knust besonders gerne, denn vor zwei Jahren habt ihr dort auch schon gespielt.

Danny: Eigentlich mögen wir alle Clubs, ich kann mich an die ganzen Namen jetzt allerdings nicht mehr erinnern. Auf jeden Fall haben wir in Hamburg eröffnet, fuhren dann nach Köln, anschließend nach Frankfurt, und als Viertes haben wir in Ludwigsburg in der Nähe von Stuttgart gespielt, wenn ich mich recht entsinne. Jeder, der mein Tagebuch auf unserer Homepage www.anathema.ws liest, wird genau wissen, wie sehr wir Deutschland lieben.

The-Pit.de: Ich hab davon auch ein bisschen was gelesen. Und ich muss sagen, die Atmosphäre war auf dem Konzert, wo ich war, mal wieder fantastisch. Gerade wenn man bedenkt, dass ihr ja eher eine „ruhigere“ Band und keine Metalcombo seid.

Danny: Na ja, ich würde nicht sagen, dass wir wirklich ruhig sind. Wir sind zwar nicht brutal, aber wir sind auch nicht ruhig, wir sind schon fucking intensiv. Wir haben natürlich ruhige Momente, sind aber doch sehr intensiv.

The-Pit.de: Okay, akzeptiert; war wohl nicht die beste Wortwahl, deine Umschreibung ist passender. Lass uns lieber über das neue Album sprechen. Ich denke, „Weather Systems“ unterscheidet sich sehr deutlich von „We’re Here Because We’re Here“, vor allem, was die Arrangements angeht. Alle Songs haben ein Crescendo – habt ihr euch bewusst dafür entschieden?

Danny: Nun, als wir die Songs für das Album aussuchten, machten wir uns nicht großartig Gedanken über verschiedene Stilrichtungen oder Ähnliches; vielmehr entstand die Platte beinahe zufällig. Ursprünglich wollten wir nämlich lediglich eine Fünf-Track-EP namens „Weather Systems“ herausbringen. Wir haben auch erst fünf Songs aufgenommen, bevor wir uns entschieden, ein ganzes Album zu machen. Wir nahmen die fünf Stücke auf, überlegten dann aber: Na ja, mit vier, fünf weiteren guten Songs haben wir ein komplettes Album, das sollten wir in Erwägung ziehen – und das haben wir dann auch gemacht. Von daher war da nichts wirklich geplant von Anfang an. Zwar haben die meisten Stücke in der Tat ein Crescendo und einen sanfteren Beginn, und wahrscheinlich werden wir das nächstes Mal wieder ein bisschen anders machen, aber generell würde ich sagen, das war eine natürliche Entwicklung; wir haben das nicht unbedingt erzwungen, wir lassen die Musik sich entwickeln und lassen uns von der Musik führen. Das ist eigentlich immer so, dass wir uns leiten lassen; Melodien und Akkorde führen uns irgendwo hin, wir wollen nichts erzwingen.

Seite
comments powered by Disqus

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann