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Amorphis im Interview (Dezember 2013)

Eine lange, lange, lange Reise

The-Pit.de: Hast du irgendwelche favorisierten Songs auf „Circle“?

Jan: Hm… (überlegt)… Ich mag sie alle (lacht)… Ich mag „Nightbird’s Song“, „Mission“, „Shades Of Gray“… ich mag „Into The Abyss“, das ist definitiv einer meiner Favoriten… Es sind sehr unterschiedliche, aber starke Songs, von daher ist es schwer, einen absoluten Favoriten herauszupicken. Das Album hat seine Momente, sagen wir es so (lacht).

The-Pit.de: Ich finde übrigens das Coverartwork sehr schön. Kannst du dazu etwas sagen?

Jan: Das ist auch so eine Sache, die wir verändern wollten. Zuletzt haben wir vor allem mit Travis Smith zusammengearbeitet und der Typ fabriziert großartige Kunst. Aber da die Musik und die Stimmung auf dem Album etwas düsterer sind, wollten wir auch beim Artwork einen anderen Künstler haben. Ich glaube, Esa kam auf die Idee mit Tom Bates; er schickte mir einen Link, wo man sich Bilder von ihm anschauen konnte und alle waren begeistert und dachten, dass es eine gute Idee wäre, mit Bates zu arbeiten. Und ich denke, er hat einen fantastischen Job hingelegt – das Artwork passt zur Musik und er hat sogar verschiedene Bilder angefertigt, sodass wir zum Beispiel bei der Vinylversion ein anderes Cover haben als bei der CD-Version. Hoffentlich können wir in der Zukunft wieder mal zusammenarbeiten.

The-Pit.de: Würdest du sagen, dass das neue Album dein Lieblings-Amorphis-Album ist?

Jan: Von den neueren vielleicht. Aber ich denke, das braucht etwas Zeit, denn wenn man das Album gerade macht, ist alles super und man ist wahnsinnig enthusiastisch. Aber da wir viele Songs aufgenommen haben, muss man einige rauswerfen und manchmal auch welche, die man wirklich mag. Von daher wird das wohl die Zeit zeigen. Momentan ist es möglicherweise mein Favorit, aber man wird sehen. Ich höre unsere eigenen Alben zu Hause sowieso eher selten, um ehrlich zu sein. Aber vielleicht ist „Circle“ der Start für uns, weiterhin neue Territorien zu erkunden.

The-Pit.de: Am Anfang wart ihr noch mehr oder weniger eine reine Death-Metal-Band. Bitte beschreibe die Entwicklung zu eurem heutigen Sound.

Jan: Puh, das war eine lange, lange, lange Reise. Ich glaube, schon beim ersten Album hatten wir Death Metal satt, da wir das Zeug schon einige Jahre gespielt hatten. Und als wir noch Jugendliche waren, so 15 bis 18 Jahre alt, hörten wir fast nur Death Metal, und nach dem Debüt „The Karelian Isthmus“ waren wir erst mal raus aus der Metal-Geschichte – niemand von uns hörte zu der Zeit Metal, und ich denke, das kann man Alben wie „Tales From The Thousand Lakes“ und „Elegy“ anhören. Wir hatten einen Schritt in neue Territorien gewagt, oder vielleicht besser gesagt in alte Territorien, denn da ist jede Menge Siebziger-Prog-Rock und Psychedelic-Zeugs herauszuhören. Danach ist es für mich schwierig zu sagen, denn 1995 stieg ich ja zwischenzeitlich aus der Band aus, doch als Pasi dann dazukam, machten sie eher Rockalben wie „Tuonela“, „Am Universum“ und „Far From The Sun“. Aber dann kam Tomi, und er war ein großer Metalfan, und wir wollten sowieso wieder ein bisschen mehr Metal-Elemente reintegrieren, etwas back to the roots gehen, denn so hatte das Ganze schließlich einmal begonnen. Trotzdem wollten wir die progressiven bzw. rockigen Einflüsse beibehalten und auf diese Weise eine nette Mischung aus beiden Elementen kreieren. So in etwa lief das ab, aber wir hatten niemals etwas nach dem Motto geplant „Wir müssen jetzt das Album machen und jetzt das“ – die Musik kommt einfach so, wie sie eben kommt. Viel besser kann ich das leider nicht erklären; wir hören alle möglichen Musikrichtungen und lassen uns davon beeinflussen. So wie es sein sollte, denn wenn man sich nicht von der Musik beeinflussen lässt, die man hört, kann man auch gleich aufhören, Musik zu hören oder Musik zu machen.

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