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Amorphis im Interview (Dezember 2013)

Eine lange, lange, lange Reise

Mit „Circle“ haben Amorphis in diesem Jahr ein Album herausgebracht, das in Sachen Sound, Härtegrad und Texten eine klare Veränderung im Gegensatz zu den vorigen Scheiben mit Tomi Joutsen darstellt. Ob man das nun gut findet oder nicht – allein das war schon Grund genug, der Band mal auf den Zahn zu fühlen und nach den Motiven hiernach zu fragen. Wir trafen uns vor der Show in Hamburg, um mit Drummer und Gründungsmitglied Jan Rechberger einen relaxten, gemütlichen Plausch zu halten.

The-Pit.de: Hi Jan! Ihr spielt hier und heute den letzten Deutschlandgig der momentanen Tour und seid schon sehr oft in der Markthalle aufgetreten. Verbindest du irgendwelche speziellen Erinnerungen mit dieser Location?

Jan: Oh ja, die habe ich. Ich glaube, das erste Mal mit Amorphis spielte ich hier 1995, da waren wir auf der Nuclear-Blast-Festival-Tour und mit Hypocrisy und Meshuggah unterwegs. Es war die erste Show der Tour und es war ziemlich chaotisch mit dem ganzen Equipment usw. Damals spielten wir allerdings noch in dem kleinen Venue, im Marx, aber in den letzten zehn Jahren sind wir stets in der großen Halle aufgetreten.

The-Pit.de: Ihr habt euch dieses Jahr auch wieder mal auf dem Wacken Open Air die Ehre gegeben und mit einem kleinen Akustikset zu Beginn überrascht. Wie schätzt du die Reaktionen des Publikums darauf ein?

Jan: (lacht) Das ist eine gute Frage… Ich denke, sie waren zwiegespalten. Einige waren sicherlich total geschockt, denn es war ja tatsächlich etwas ganz anderes als wir sonst machen, und andere waren beeindruckt. Ich kann dir natürlich nicht sagen, wie das prozentmäßig aufgeteilt war (lacht), aber alles in allem denke ich, den meisten gefiel es, und dann kam ja noch der Metalset, der dafür sozusagen ein bisschen entschädigt hat. Aber es war auf jeden Fall eine gute Erfahrung, mal etwas anderes zu machen. Man kam auf uns zu und wollte gerne, dass wir eine etwas andere Show abliefern, mit akustischem Zeug und so. Wir hatten anfangs ein paar technische Probleme, doch das ist bei Festivals ja oft alles nicht ganz einfach. Trotzdem war es nett und vor einem oder anderthalb Jahren haben wir in Finnland auch schon mal eine Akustiktour gemacht, von daher wussten wir zumindest ungefähr, was wir zu tun hatten. Davon haben wir übrigens auch Material aufgenommen, um es vielleicht für eine zukünftige DVD zu verwenden.

The-Pit.de: Ihr habt in diesem Jahr mit „Circle“ außerdem ein neues Album herausgebracht, das sich doch ziemlich anders als die vier vorigen Alben, die ihr mit Tomi am Gesang aufgenommen habt, anhört – vor allem, weil es diesmal Peter Tägtgren produziert hat. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm?

Jan: Großartig. Wir waren sowieso befreundet seit der Tour 1995, von der ich eingangs gesprochen hatte. Seitdem reden wir jedes Mal, wenn wir ihn treffen, davon, dass wir mal zusammen was machen müssen – und über 15 Jahre später haben wir endlich den richtigen Zeitpunkt gefunden, dass es endlich passiert (lacht). Und es war wirklich toll, ich meine, er ist ein sehr talentierter Typ, er nimmt alles sehr ernst und ist ein totaler Workaholic – er guckt nicht auf die Uhr und sagt: „Das waren acht Stunden, jetzt muss ich nach Hause gehen“ oder so was, er gibt sich ganz und gar seiner Arbeit hin. Er hat den ganzen Prozess sozusagen beaufsichtigt, nicht unbedingt nur produziert – denn wir sind eigentlich daran gewöhnt, unsere Musik selbst zu produzieren. Trotzdem war es sehr gut mit ihm; er hat die Session in der Spur gehalten, reflektierte Ideen, was einen Drumbeat, Fills, den Gitarrensound oder was auch immer angeht. Er packt wirklich alles was er weiß in den Sound, um den Sound zu bekommen, der ihm vorschwebt, weswegen wir auch bestimmtes Equipment benutzen mussten usw. Außerdem ist er ein sehr musikalischer Mensch: er weiß alles über Drums, Gitarren, Keyboards, alles was sich auf Arrangements, Tempi und all so was bezieht. Es war eine schöne Erfahrung, mit ihm zu arbeiten, und ich hoffe, wir können das irgendwann wieder tun.

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