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Amorphis im Interview (August 2007)

Über Emotionen, schnelle Autos und langsame Pferdewagen...
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Große Ereignisse werfen auch immer ihre Schatten voraus. So auch das achte Studioalbum der Finnen Amorphis, das den klangvollen Namen „Silent Waters“ trägt.

Wir wollten für euch unsere Fragen an die Jungs loswerden, die dann von Gründungsmitglied und Gitarrist Timo Koivusaari beantwortet wurden.

 

 

The-Pit.de: Erstmal Hallo! Wie geht´s euch jetzt nach der ganzen Arbeit zu eurem wirklich erstklassigen neuen Album „Silent Waters“, zu dem ich euch hiermit auch einmal ganz herzlich gratulieren möchte?

 

 

Tomi: Hallo und danke!

Ich bin mit dem neuen Album sehr zufrieden. Ich habe es mir schon ein paar Mal angehört, seit es Anfang des Jahres aufgenommen worden ist. Meiner Meinung nach ist es ein wenig düsterer und auch schwieriger als „Eclipse“, es braucht schon ein wenig Zeit, bis es sich dem Hörer ganz öffnet.

Aber jetzt ist es noch ungefähr eine Woche bis zur Veröffentlichung hier in Europa, das macht mich ein bisschen nervös, natürlich im positiven Sinne.

Aber es ist immer interessant zu hören, was andere Leute, speziell unsere Fans, über unser Material denken

 

 

 

The-Pit.de: Wie lief die Songwritingphase? Wie lange dauerte sie und wie kamt ihr dazu, thematisch wieder das Kalevala aufzugreifen?

 

 

Tomi: Das Songwriting gestaltete sich dieses Mal ziemlich einfach und ging auch recht schnell. Wir probten ein paar Songs und Ideen und schon bald merkten wir, dass wir schon genügend Songs zusammen hatten, also buchten wir ein Studio.

In unserer Band gibt es ein paar Songschreiber, so dass jeder ein paar Songs geschrieben hat, arrangiert haben wir die Songs dann zusammen.

 

Ich denke, dass es ein ziemlich einfaches Unterfangen war, denn mittlerweile haben wir innerhalb der Band ein ganz neues Feeling. Begonnen hat das, als Tomi Joutsen zu uns kam.

Das Thema, nämlich die Kalevala aufzugreifen, kam von ihm. Hinzu kommt, dass es sich vollkommen natürlich anfühlt, zurück zu gehen zu diesem Thema.

Und es ist Fakt, dass keiner von uns der große Lyriker ist!

 

 

 

The-Pit.de: Seht ihr einen Bezug der Kalevala zur Gegenwart oder geht es in euren Texten nur um die Wiedergabe der Geschichten der Kalevala?

 

Tomi: Die Texte sind nur historischer Natur, da sie ursprünglich vor ein paar hundert Jahren geschrieben wurden. Die Themen jedoch sind zeitlos und passen somit auch sehr gut zur Gegenwart.

Es geht um Gefühle, Emotionen, Beziehungen, das Sterben, den Glauben und so weiter.

Persönlich denke ich, dass diese zeitlosen Themen in unserem Fall viel besser passen, als wenn wir jetzt über schnelle Autos singen.

Oder langsame Pferdlastwagen.

 

 

 

The-Pit.de: Kann man dennoch jeden Song von „Silent Waters“ einzeln für sich nehmen, obwohl das Werk ja als Konzeptalbum gilt?

 

 

Tomi: Ich denke, das kann man, obgleich keiner der Songs irgendwas über das komplette Album aussagt. Die Songs unterscheiden sich ziemlich stark voneinander.

Es war zum Beispiel auch sehr schwierig, einen Song als Single-Auskopplung aus dem Material heraus zu picken, denn wir dachten, dass es einen „falschen“ Eindruck bezüglich des Albums machen würde, wenn man einen Song aus dem Ganzen herausreißen würde.

Meiner Ansicht nach passen die Songs alle sehr gut zusammen.

 

 

 

The-Pit.de: Wie lief denn die Zusammenarbeit mit dem erstklassigen Musiker Marko Hietala?

Was hat Marko eigentlich zu dem Album genau beigetragen?

 

 

 

Tomi: Es ist immer ein Vergnügen, mit Marko zusammen zu arbeiten. Wir kennen ihn schon viele, viele Jahre. Er ist echt der coolste und wie du schon sagtest, ein erstklassiger Musiker.

Marko hat die Vocalparts produziert, wie er das auch schon auf der „Eclipse“ getan hat. Er hatte sehr gute Ideen zu den Arrangements, Melodien, Harmonien, er trat Tomi in den Arsch, um die Vocals so gut hinzukriegen, wie er nur konnte.

 

 

 

The-Pit.de: Erzähl unseren Lesern bitte über eure Eindrücke von Wacken.

Wie war es für euch, dort zu spielen?

Wie haben die Fans eure neuen Stücke aufgenommen?

 

 

Tomi: Wacken war cool!

Das letzte Mal vor unserem diesjährigen Gig hatten wir dort vor fast zehn Jahren gespielt. Es ist ein echt riesengroßes Metal-Festival.

Es war echt eine Schande, dass wir schon bald nach unserem Auftritt wieder aufbrechen mussten.

 

Unser Publikum in Wacken war großartig!

Aber wir sahen nur die Backstage Area. Dort waren so viele unserer Freunde von anderen Bands, dass wir dort blieben mit all dem Bier.

 

 

 

The-Pit.de: Welche Stücke von „Silent Waters“ habt ihr dort eigentlich gespielt?

 

Tomi: Wir spielten nur einen Song der Scheibe, und zwar “Silent Waters”.

 

The-Pit.de: Wie fandet ihr es eigentlich selbst, dass Eure Spielzeit auf 12:00 mittags angesetzt wurde?

Oder spielt es für euch keine Rolle, ob ihr mittags spielt oder abends?

Also, wenn man mich gefragt hätte, hätte ich euch auf spät abends gelegt…

 

 

 

Tomi: Yeah, es ist ein riesen Unterschied, ob du bei Tageslicht spielst oder am Abend. Speziell, wenn es schon dunkel ist, wirkt das ganze Licht genauso wie es soll, die Leute sind mehr betrunken (!) und so weiter.

Wenn man so um 12:00 spielt, ist das mehr wie so ein Picknick-Ding.

Trotzdem geben wir immer unser Bestes, egal, zu welcher Zeit wir auftreten.

 

Übrigens, ungefähr fünf Minuten, bevor wir in Wacken auf die Bühne gehen wollten, hatte jemand vor der Bühne ein Feuer gelegt. Ein großes Areal mit Heu brannte, dadurch konnten wir nicht wie geplant auf die Bühne, um unseren Gig zu starten. Dadurch spielten wir anderthalb Stunden später. Wenn es überhaupt etwas Gutes über Feuer zu sagen gibt, dann das, dass wir dadurch einen zeitlich besseren Slot bekamen.

Glücklicherweise ist dort, soweit ist weiß, niemand verletzt worden, da war überall auf dem Areal so viel Rauch.

 

 

 

The-Pit.de: Habt ihr das mit dem Feuer vor der Bühne richtig mitbekommen?

Und musstet ihr deswegen euer Set auch noch kürzen oder verschob sich euer komplettes Set nur?

 

 

Tomi: Oh ja, wir haben das mit dem Feuer mitbekommen. Der Wind trug den ganzen Qualm Richtung Bühne, wir konnten fast nicht mehr atmen.

Ich kann mir nur vorstellen, wie es für die Fans vor der Bühne gewesen sein muss. Wir haben unser Set jedenfalls nicht kürzen müssen. Die Verantwortlichen gaben uns nach wie vor nur

die zuvor festgemachten 45 Minuten.

 

 

The-Pit.de: Wenn ihr euren Auftritt in Wacken vergleicht mit dem auf dem Wave Gothic Treffen: Welcher Szene seht ihr euch eher verbunden: Der Metalszene oder der Gothicszene?

Und welcher Szene messt ihr einen größeren Stellenwert zu?

 

 

Tomi: Um ehrlich zu sein, denke ich, dass wir keiner Szene zugehörig sind. Meiner Meinung nach stellt das Kategorisieren von Bands ein Limitieren der bandeigenen Kreativität dar.

Natürlich kann ich schon unterschreiben, dass wir heavy Musik schreiben, aber that's it.

 

 

The-Pit.de: Tomi Joutsen hat speziell eurer Liveperformance wieder zu neuem Glanz verholfen. Niclas sagte selbst, dass er Tomi´s Liveperformance 200% besser findet.

Denkt ihr vielleicht auch, dass es für euren Erfolg dienlicher gewesen wäre, wenn Tomi schon viel früher euer Frontmann geworden wäre?

 

 

 

Tomi: Yeah, Tomi J. hat sehr viel Energie in die Band gebracht, was sich natürlich auf die Liveperformance auswirkt. Aber auch allgemein hat er einen guten Spirit in die Band gebracht. Er ist so dermaßen motiviert, dass er die restlichen Bandmitglieder mitreißt und ebenfalls motiviert.

Außerdem ist er eine großartige Persönlichkeit. Wir waren so glücklich, dass wir ihn als neuen Frontmann gefunden hatten.

Aber trotzdem denke ich, dass auch unsere Jahre mit Pasi wichtig für uns waren. Meist waren dies ja auch gute Zeiten, daher muss ich gar nicht darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn …

 

 

 

The-Pit.de: Zum Coverartwork: Wer hat es entworfen?

Und was hat es da mit dem abgebildeten roten Schwan auf sich, wo doch der Song „The White Swan“ heißt?

Wo liegt der Bezug auf den textlichen Inhalt des Albums?

 

 

 

Tomi: Travis Smith hat wieder einmal das Coverartwork für uns entworfen.

Wir sind mit dem Cover sehr zufrieden, es ist sehr schön geworden. Travis designt immer das komplette Programm, nicht nur das Front-Cover.

Darüber hinaus ist es großartig, mit jemandem wie ihm zusammen zu arbeiten, denn er ist stets open-minded für unsere Ideen und so weiter. Nicht jeder arbeitet so.

Also, das Rot im Cover steht wahrscheinlich für Blut, denn Lemminkainen bringt ja in diesem Song den Schwan um.

Oder das ist nur das, was ich darüber denke.

 

 

 

The-Pit.de: Wie „Eclipse“ basiert auch „Silent Waters“ auf der Kalevala.

Habt ihr schon gewisse Vorstellungen, ob ihr auch für zukünftige Alben auf die Kalevala zurückgreifen werdet?

 

 

Tomi: Darüber haben wir bis jetzt noch gar nicht nachgedacht. Aber es wäre nur natürlich, wenn wir mit diesen Themen weiter machen würden.

 

The-Pit.de: Nach der musikalisch harten und genialen „Tales From The 1000 Lakes“-Zeit habt ihr euch in Richtung Progressiv Rock bewegt und sogar psychadelische Einflüsse fanden den Weg auf euer Album „Tuonela“. Auf der „Elegy“ gab es dann auch noch elektronische Soundelemente und Saxophone. Eine Menge an Stilmixen also.

 

Wenn man aber „Eclipse“ und „Silent Waters“ betrachtet, klingen diese beiden Alben mehr miteinander verwandt als alle bisherigen Alben. Und da „Silent Waters“ das zweite Album in Folge ist, das mit ein und derselben Mannschaft geschrieben wurde, kann man davon sprechen, dass ihr nun euren ureigenen Stil gefunden habt?

 

 

Tomi: Es kann durchaus sein, dass wir nun endlich unseren eigenen Stil gefunden haben. Ich weiß nicht, manche mögen sagen, dass wir unseren Stil immer wieder geändert haben. In der Vergangenheit machten wir uns immer in eine andere Richtung auf als noch mit dem Vorgänger-Album.

Dieses Mal ist der Stilwechsel zwischen den beiden Alben („Eclipse“ und „Silent Waters“ – Anm. Redaktion) nicht so dramatisch.

 

Aber man weiß ja nie. Wir betrachten Musik als eine niemals endende Reise, bei der man niemals das Ende erreicht. Von daher ist es ziemlich schwierig zu sagen, was in der Zukunft passieren wird. Es muss immer die Inspiration dabei sein, damit es Spaß macht.

Und in der Geschichte von Amorphis hat zum ersten Mal ein und dasselbe Line-Up mit “Eclipse” und “Silent Waters” zwei Alben hintereinander aufgenommen. Noch dazu waren wir in demselben Studio, hatten dasselbe Produzenten-Team wie bei der „Eclipse“, was sich auch alles darauf auswirkt.

 

 

The-Pit.de: Und was ist mit den Songs aus eurer Vergangenheit: Gibt es da den ein oder anderen Song, den ihr nicht mehr live spielen wollt, da ihr diesen bestimmten Stil hinter euch gelassen habt?

 

Tomi: Heutzutage spielen wir sehr unterschiedliche Songs von allen unserer Alben, das erste Album mit eingeschlossen. Die verschiedenen Stile sind also kein Problem.

Es ist vielmehr so, ob wir einen Song nun immer noch gut finden oder eben nicht mehr.

Es macht so viel Spaß, live einen sehr alten unserer Songs zu spielen!

Wir haben so viele Songs, die wir in ein Liveset packen können, was in meinen Augen nur gut sein kann.

 

 

The-Pit.de: Wird es nach dem Video zu “Silent Waters” noch ein weiteres Video geben?

Gibt es da noch einen Song, den ihr unbedingt auch visuell umsetzen wollt?

 

 

Tomi: Ich hoffe sehr, dass es noch ein Video zu einem anderen Song geben wird. Das könnte zu „Her Alone” sein, oder zu dem Opener “Weaving the Incantation” oder auch zu “Towards and Against“, „I of a Crimson Blood“ oder zu einem anderen Song.

Mit dem Video zu „Silent Waters“ sind wir nicht so 100%-ig zufrieden, denn es entstand in ein wenig zuviel Hetze…

 

 

The-Pit.de: Was sagst Du zu der Aussage, dass es gerade finnische Bands stets sehr gut auf den Punkt bringen, wenn es um emotionale und gar melancholisch stimmende Melodien geht?

 

Tomi: Nun, für die Finnen ist es meist um einiges einfacher, Dinge über die Musik auszudrücken als durch Worte …

 

The-Pit.de: Und wie erklärst du dir, dass ihr wie auch Nightwish in eurer Heimat Finnland deutlich erfolgreicher seid als im Ausland?

Ist die Musikszene bei euch grundsätzlich anders, oder ist das nur Heimvorteil?

 

 

 

Tomi: Natürlich gibt es auch ein gewisses Maß an Heimvorteil, aber es ist auch richtig, dass mittlerweile viele Bands hier in Finnland ihren ureigenen Stil gefunden haben.

Momentan ist Metal-Musik hier in Finnland ziemlich populär, vielleicht wegen dieser originell klingenden Bands, vielleicht aber auch nicht deswegen.

 

Aber nicht nur finnische Bands sind hier angesagt. Wenn du z.B. in einen Pub gehst oder in ein Sport-Center oder einen Shop in Helsinki, spielen sie dort z.B. Iron Maiden, Dio, Slayer..could be worse...

 

 

 

The-Pit.de: Und welches eurer Alben brachte euch den meisten kommerziellen Erfolg?

 

 

Tomi: Mit dem kommerziellen Erfolg kenne ich mich nicht aus, aber ich glaube, die "Tales.." ist immer noch unsere am meisten verkaufte Scheibe.

Aber damals waren die finnischen Medien nicht an uns interessiert. Heutzutage ist das natürlich anders, wo Metal jedermanns Musik geworden ist. Daher befinden wir und wohl nun mitten in dieser „kommerziellen“ Erfolgswelle.

 

 

 

The-Pit.de: Im November kommt ihr mit Swallow The Sun und Insomnium nach Deutschland. Ein verdammt starkes Package, worauf wir uns schon jetzt sehr freuen.

Kennt ihr die Jungs von Insomnium, die mit „Above The Weeping World“ ein verdammt starkes Album abgeliefert haben?

 

 

 

Tomi: Ich kenne die Jungs von Insomnium nicht persönlich, aber ich bin mir sicher, dass sich das auf der Tour ändern wird. Wir werden mit beiden Bands eine gute Zeit haben.

Ich freue mich schon darauf!

 

 

 

The-Pit.de: Wie seht ihr den musikalischen Nachwuchs in Finnland generell? Wie kommt es, dass es bei euch derart viele und auch geniale Bands gibt, wo doch die Bevölkerungsdichte recht gering ist?

 

 

Tomi: Vielleicht weil es im Winter nichts anderes zu tun gibt als im Proberaum zu jammen.

Jetzt mal ernst: Ich denke, dass heutzutage die Bands genug Mumm in den Knochen haben, ihr eigenes Ding durchzuziehen und auch dahinter stehen und nicht nur versuchen, andere Bands zu kopieren.

Und sie bekommen mehr Selbstvertrauen, wenn sie sehen, dass andere finnischen Bands Erfolg im Ausland haben.

 

In den Achtzigern klangen alle finnischen Heavy Metal-Bands wie billige Kopien der amerikanischen Hairspray-Bands, es gab nichts, was man eigene Originalität hätte nennen können.

 

 

 

The-Pit.de: Okay, dann haben wir den Fragenkatalog jetzt abgearbeitet.

Wenn du magst, kannst du jetzt noch ein paar Worte an unsere Leser von The-Pit.de richten.

 

 

 

Tomi: Ich danke dir für dieses Interview!

Danke an all unsere Fans für eure Unterstützung über all die Jahre hinweg. Ich hoffe, wir sehen uns im Herbst auf Tour. Ich verspreche euch, dass wir die besten Shows spielen werden, die wir je in Deutschland und Europa auf die Bretter gelegt haben!!!

 

 

 

The-Pit.de: Ich bedanke mich im Namen von The-Pit ganz herzlich bei dir für das Beantworten meiner Fragen und wünsche euch mit „Silent Waters“ viel Erfolg!

Man sieht sich im November auf Tour, okay?

 

 

 

Tomi: Ich danke euch!

Wir sehen uns im November!

 

 

The-Pit.de bedankt sich ganz herzlich bei Tomi Koivusaari für das Beantworten unserer Fragen und bei Flo von Nuclear Blast, der uns dieses Interview ermöglicht hat.

 

Wir wünschen den Jungs von Amorphis allen erdenklichen Erfolg mit der großartigen Scheibe „Silent Waters“!

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