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Alpha Tiger im Interview (März 2015)

„Man muss sich mit so vielen Sachen außerhalb der Musik vertraut machen… und das hat nichts mit Rock’n’Roll zu tun“

Die aus Sachsen kommenden Alpha Tiger veröffentlichten Mitte Januar mit „iDentity“ ihren dritten Longplayer und legten dabei auch eine Kurskorrektur ein, die vielleicht nicht mehr jeder Fan nachvollziehen kann oder will, aber auch neue Fanschichten erschließt. Zum Zeitpunkt des Interviews war auch noch Frontmann Stephan Teil der Band, nur wenige Tage später aber zog er aus privaten Gründen den Stecker. Bandkopf Peter nimmt sich im Backstage im Essener Turock die Zeit, um auf die Fragen zu beantworten.

The-Pit.de: Eigentlich müssten wir gleich zum Anfang erst einmal ein Resümee der letzten Jahre ziehen – ins kalte Wasser geworfen beim KIT 2011, dann auch schon HOA 2011, RHF 2012, für solch einen Start würden andere Bands über Leichen gehen. Wie bewertest du das mit etwas Abstand vier Jahre später?

Peter: Letztes Jahr haben wir Abstand gewinnen können, weil wir uns da ein bisschen wegen der Albumproduktion zurückgezogen haben. Gerade nach dem Jahr 2013 war es wirklich ein bisschen nötig, mal etwas Abstand zu der ganzen Sache zu kriegen, weil wirklich so viele krasse Sachen passiert sind. Nach dem KIT, Rock Hard Festival usw. ging es ja gleich weiter, Headbangers Open Air, Hellfest, Bang Your Head, Wacken, es ging mit den ganz großen Festivals gleich weiter. Das bekommt man, wenn es gerade passiert, gar nicht so richtig mit, man versucht einfach, seine Show durchzuziehen und möglichst professionell aufzutreten. Da ist es dann mal ganz gut, eine Auszeit zu nehmen und zurück zu blicken, wie alles so gelaufen ist, dass man das auch mal wertschätzt. Das ist ganz wichtig, dass man nicht einfach die ganzen Shows mitnimmt und nur an die nächste denkt, sondern auch mal zurückblicken kann und man dankbar ist für die Chance, die wir erhalten haben. Auf der einen Seite war es extrem viel harte Arbeit, auf der anderen Seite gab es so viel Unterstützung von Leuten, die uns so weit gebracht haben, dass wir da sehr dankbar sind, dass uns so geholfen wurde.

The-Pit.de: Was ist denn die wichtigste Erfahrung, die ihr dann über euch ergehen lassen musstet, eine Lehre, wenn nicht immer alles positiv verläuft?

Peter: In den 80ern war ich zwei Jahre alt, aber wenn man die Geschichten von früher so hört, dann kann man das überhaupt nicht mehr mit Musikbusiness von heute vergleichen. Heute muss man als Band 95 Prozent der Arbeit machen, wo man sich früher nur auf das Musikmachen konzentriert hat und dafür auch noch wahrscheinlich gut bezahlt wurde. Aber da gibt es auch wieder zwei Seiten der Medaille, es war sicher auch nicht immer alles so einfach, wie man sich das jetzt vorstellt, aber es sind zumindest mehr Gelder geflossen. Wer das am Ende eingesackt hat, das ist jetzt eine andere Sache, aber es war mehr Budget für Bands für zum Beispiel Videoclips da. Heute ist das alles nicht mehr. Du musst Low Budget arbeiten, sowohl in der Produktion als auch beim Videodreh, auf der anderen Seite musst du ein professionelles Produkt abliefern, vieles davon in Eigenregie. Man lernt so viele Sachen dazu. Bei unserem letzten Videodreh zum Track „We Won’t Take It Anymore“ musste ich erst einmal auf dem Regisseurstuhl Platz nehmen, was ich niemals machen wollte, aber wir können uns keinen teuren Regisseur leisten. Da muss man halt selber ein Drehbuch schreiben und die ganze Produktion betreuen. Da lernt man schon extrem viele Sachen. Unser Manager nimmt uns natürlich schon ein bisschen was ab als Bookingagent, aber es bleibt schon extrem viel bei uns selbst hängen. Ich denke, das ist auch der Punkt, den viele Bands unterschätzen - den Businessaspekt. Man muss sich mit so vielen Sachen außerhalb der Musik vertraut machen, um bekannt zu werden, und das hat nichts mit Rock’n’Roll zu tun.

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