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Ahab im Interview (November 2015)

Einmal Moby Dick, immer Moby Dick?

Daniel Droste, einer unserer Gesprächspartner, hier beim Radau gegen HIV 2013.

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Es ist Halloween! Die einen gehen auf Kostümpartys, andere geben sich lieber düsteren Doom-Klängen hin, was an diesem Tag aber ja auch nicht ganz unpassend erscheint: Ahab sind wieder am Start, um ihr neues Album „The Boats Of The Glen Carrig“ live vorzustellen und gastieren an diesem 31. Oktober 2015 im Hamburger Club Bambi Galore. Wenige Stunden vor ihrem Auftritt bekam The-Pit.de Gelegenheit, mit Sänger/Gitarrist Daniel Droste und Schlagzeuger Cornelius „Corny“ Althammer bei einem entspannten, hier fast ungekürzt nachzulesenden Plausch über eben jene Platte, einen kontroversen Videoclip, Hardliner in der Metalszene und weitere Themen zu quatschen.

The-Pit.de: Hallo, ihr Beiden! Das Bambi Galore scheint euch wohl ganz gut zu gefallen, vor gut einem Jahr wart ihr ja schon mal hier und da war es ebenfalls ausverkauft.

Corny: Ja, auf jeden Fall. Mir gefällt das Ambiente und dann handelt es sich ja um eine Kulturstiftung – so was mag ich. Und die Leute sind auch sehr nett.

Daniel: Der eine oder andere Hamburger hat ein bisschen gemeckert, dass der Laden ein wenig außerhalb liegt, aber ich denke, mit den richtigen Verbindungen ist man letztlich doch recht schnell hier.

The-Pit.de: Das geht schon. Aber kommen wir doch gleich zu eurer neuen Platte „The Boats Of The Glen Carrig“. Hierbei handelt es sich erneut um ein Konzeptalbum nach dem gleichnamigen Buch von William Hope Hodgson. Wie seid ihr denn ausgerechnet auf diese Geschichte gekommen?

Daniel: Nun, zunächst haben wir nach dem letzten Album erst mal Konzerte gespielt, dafür geprobt und getourt, und danach haben wir so nebenher geschaut, was es denn noch für andere Bücher gäbe und haben auch das eine oder andere im Blick gehabt, was sich dann aber nicht als so geeignet erwiesen hat, weil es von der Story her einfach keine Angriffsfläche gab, um da sozusagen schwere Musik drauf zu spielen.

Corny: Ja, wenn man zum Beispiel irgendwas von Jules Verne nimmt. Ich meine, das sind ja wunderschöne Geschichten, aber das ist einfach nicht fies genug. Wir wollen ja heavy sein und nicht nur Dum-di-dum-Blubberblasen machen.

Daniel: „Der alte Mann und das Meer“ war auch ein Kandidat, der im Gespräch war. Eigentlich eine schöne Geschichte, aber eben auch sehr ruhig und gediegen. Und letztlich muss das ja doch alles zusammenpassen.

Corny: Irgendwann hat uns ein Fan auf der Facebookseite den Autoren vorgeschlagen. Und dann hat sich Stephan, unser Basser, diverse Bücher mit Geschichten gekauft und uns gesagt: „Hey, lies mal die, lies mal jene“ und irgendwann war es dann recht offensichtlich, dass es diese sein würde, weil sie sich einfach sehr schön angeboten hat.

The-Pit.de: Es gibt ja so viele Geschichten zum Thema Seefahrt, da werdet ihr wohl nie Probleme haben, was Neues zu finden.

Daniel: Wenn man immer tiefer in die Materie eintaucht, wird sich sicherlich immer etwas finden, ja.

The-Pit.de: Ich selbst hab das Buch jetzt noch nicht gelesen, kannte noch nicht mal den Autor, um ehrlich zu sein. Deswegen die Frage: Wer sind die „Weedmen“? Irgendwie muss man da erst mal an Gras denken…

Corny: Das sind gruselige Viecher. Nach ihrem Schiffbruch erleidet die Crew der „Glen Carrig“ in ihren Rettungsbooten allerlei fiese Geschichten, u.a. treiben sie durch ein riesiges Seetang-Feld; so weit das Auge reicht, ist unter der Wasseroberfläche alles voller Seetang. Und des Nachts kommen schaurige Wesen unter markerschütternden Schreien unter diesem Tang hervor – also Seetang-Wesen, die wohnen da drinnen – und versuchen, der Crew ans Leder zu gehen (lacht).

The-Pit.de: Der Bonustrack in der limitierten Auflage heißt „The Light In The Weed“, da kommt das Thema also auch wieder vor. Gehört der Song denn jetzt trotzdem auch zur Geschichte, obwohl es offiziell nur ein Bonustrack ist?

Corny: Naja, das mit dem Bonustrack ist so ’ne Sache… Das Label wollte für besondere Editions einen Extra-Track haben, aber eigentlich gehört er zur Geschichte. Für mich ist es eigentlich kein Bonustrack, sondern der Abschluss der Geschichte.

Daniel: Er steht ein bisschen außen vor, weil er etwas spezieller ist: der erste Song, der nur Clean-Vocals enthält…

Corny: Der Song ist halt einfach nicht fies, sondern sehr schön und hebt sich dadurch ein wenig ab, dass er eben kein brutales Element beinhaltet. Trotzdem gehört er für mich zur Geschichte und deswegen finde ich es nicht so toll, dass er nicht auf jeder Edition drauf ist.

The-Pit.de: Letztes Mal hattet ihr ja so was ähnliches, als es auf der Vinyl-Fassung noch einen Extra-Song gab.

Daniel: Wobei damals lag das daran, dass nicht alle Songs auf eine CD gepasst hätten, das wäre diesmal möglich gewesen.

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