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Ahab im Interview (Juli 2012)

Kein Zufallstreffer

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The-Pit.de: Das Coverartwork unterscheidet sich sehr deutlich von den beiden Vorgängern, wo ihr historische Gemälde als Motive gewählt habt. Diesmal ist es psychedelischer geworden – wie ist denn das entstanden?

Daniel: Zum einen muss man sagen, dass wir dieses Mal die finanziellen Mittel hatten, um uns jemand Professionellen leisten zu können, der das nach unseren Wünschen umsetzt, und ich glaube; 2010 hatten wir einen Gig in Münster, der von zwei Leuten von Long Distance Calling organisiert wurde, und als wir auf deren Cover von der damals aktuellen Platte zu sprechen kamen, sind wir auf Sebastian Jerke gekommen, der das Cover gestaltet hatte. Da wir das sehr gelungen fanden, haben wir schließlich Kontakt aufgenommen und gefragt, ob er sich vorstellen könnte, etwas zu machen – ich denke, für einen Grafikdesigner gibt das Thema auch durchaus einiges her, da kann man sich schon ganz gut austoben. Und da wir mit der Musik einen guten Schritt vorangegangen waren, wollten wir das auch beim Cover tun und alles ein bisschen mehr auf unsere Wünsche zugeschnitten haben. Es ist auch jede Seite im Booklet bzw. in der Platte, wenn man sie aufklappt, separat illustriert, so ist das Ganze noch künstlerischer und authentischer gestaltet. Beim Cover haben wir uns, sage ich mal, gemeinsam herangetastet, wir mit unseren Ideen, er mit seinen – er hat da in kürzester Zeit einen mordsmäßigen Output gehabt; was er uns alles an Skizzen geschickt hat, war unglaublich. Und als die Grundthematik erst einmal stand, hat er das Booklet bzw. die Innenseite quasi in einem Rutsch abgeliefert – und das hat uns alle sofort umgehauen, da gab es wirklich nichts zu meckern. Es war alles drin, er hat sozusagen auf eigene Faust losgelegt, und wir haben das umgehend unterschrieben, weil uns das wirklich super gefallen hat.

The-Pit.de: Das ist wirklich toll gestaltet, mit den Texten immer in so einer Blase drin und einem Bild, das immer passend zu dem ist, was sich gerade in dem jeweiligen Song abspielt. Das kommt bei der Vinylversion natürlich noch deutlicher zutage – apropos: Bei der Vinylfassung gibt es noch zwei Bonustracks. Das reguläre Album mit sechs Stücken schließt jedoch mit dem Titelsong „The Giant“ ab und im Buch heißt es am Ende, es sei eine übergroße, weiße Gestalt zu sehen. Dies lässt vermuten, dass die Geschichte bei dem Song auch zu Ende ist, von daher die Frage: Sind die beiden Bonussongs überhaupt noch Teil der Geschichte?

Daniel: Also, der eine Bonustrack, „Time’s Like Molten Lead“, der auch auf dem Digipak zu finden ist, ist nicht direkt Teil der Geschichte, sondern etwas Autobiographisches über Poe, das sich selbst auch in der Geschichte wiederfindet. Es wird gemunkelt, dass ein Teil des Hauptcharakters im Buch autobiographisch Poe widerspiegelt – und hier wird noch einmal das ganze Geschehen in Bezug auf Poe reflektiert. Und das zweite Stück „Evening Star“ ist einfach nur ein Gedicht Edgar Allan Poes und soll das Ganze quasi etwas abrunden, gehört aber nicht direkt in den Handlungsstrang.

The-Pit.de: Da wolltet ihr doch bestimmt den Leuten auch ein bisschen den Anreiz geben, die Vinylversion zu kaufen, oder?

Daniel: Na ja, zum einen ja, weil wir alle große Vinylfans sind, zum anderen aber auch, weil wir die Länge nicht auf eine CD bekommen hätten. Das Label hat auch das klare Signal gegeben, dass sich bei unseren Verkaufszahlen keine Doppel-CDs lohnen. Ich sage mal, bis vier Monate vor dem Studio, das wir gebucht haben, waren wir der Überzeugung, dass wir die sechs Songs haben und fertig, dann gab es vom Label aber noch die Idee, dass man vielleicht noch einen Bonussong herbeizaubert. Und da wir bei einem Festival in Speyer mal ein Stück von Mayhem gecovert hatten, war der Vorschlag des Labels erst, dieses mit draufzupacken, aber dann dachten wir, da wir eh zwei Songs auf Halde hatten, die zwar noch nicht komplett fertig, aber zumindest gut angerissen waren, bevor wir einen Coversong draufpacken, nehmen wir lieber die eigenen Sachen. Aber wie gesagt, da nicht alles auf eine reguläre CD draufgepasst hätte, war es insofern nur logisch, das auf der Vinyledition unterzubringen, und so kann man dem Käufer auch noch etwas bieten.

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