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Ahab im Interview (Juli 2012)

Kein Zufallstreffer

Sänger, Gitarrist und Interviewpartner Daniel Droste beim Gig im Hamburger Marx im Oktober 2010

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Drei Alben haben Ahab mittlerweile veröffentlicht und sich mit hohem musikalischen Niveau und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung schnell an die Spitze des Funeral Doom Metal gespielt. Wobei das neueste Werk „The Giant“ eigentlich gar nicht mehr wirklich Funeral Doom Metal darstellt, jedenfalls nicht im klassischen Sinne, wie Frontmann Daniel Droste beim hier wiedergegebenen Telefongespräch meint. Aber natürlich geht es im Interview nun nicht etwa um prinzipiell völlig unnötige Schubladendiskussionen, sondern vielmehr schlicht um Musik und unter anderem natürlich auch das interessante Textkonzept, das sich ausschließlich mit nautischen Themen befasst.

The-Pit.de: Hi Daniel, ihr seid gerade von einer Tour mit Esoteric und Ophis zurück. Wie war es so?

Daniel: Oh, die Tour war recht erfolgreich und ganz gut besucht. In München zum Beispiel waren circa 180 Leute, obwohl gleichzeitig immerhin Obituary in der Stadt waren. Wir hatten eigentlich viele Sachen parallel: In Slowenien war gerade Megadeth in der gleichen Stadt, in Österreich das Metalfest – von daher können wir uns nicht beklagen.

The-Pit.de: Ich habe euch 2010 das erste Mal live gesehen, als ihr mit The Vision Bleak und Schwarzer Engel auf Tour wart. Das war stilistisch doch ein klarer Unterschied zwischen den Gruppen.

Daniel: Ja, so ähnlich wie bei unserer ersten Tour mit Dornenreich, da wussten wir erst auch nicht so recht, ob das funktioniert, aber letztlich hat es dann sowohl menschlich als auch musikalisch gut gepasst und es gab auch im Publikum durchaus Leute, die alles gut fanden. Diesmal allerdings war es dann doch eine reine Doom-Tour, aber das war vielleicht auch gar nicht schlecht, dadurch hat es möglicherweise noch ein paar mehr Leute hinter dem Ofen hervorgelockt, die normalerweise zu Obituary gegangen wären oder aufs Metalfest oder so.

The-Pit.de: Wie kam es damals zur Bandgründung von Ahab? Du und Christian (Hector; Gitarre – Anm. d. Verf.), ihr habt früher bei Midnattsol gespielt, was mit Doom nicht wirklich etwas zu tun hat. Vor diesem Hintergrund betrachtet: Hattet ihr vorher schon einen Doom-Background oder einfach nur Bock, mal etwas anderes zu machen?

Daniel: Das war schon eigentlich Bock, mal etwas anderes zu machen. Was unter anderem allerdings ebenfalls ausschlaggebend war: Wir waren damals beide bei Midnattsol ein bisschen genervt von der Banddemokratie; wir waren damals zu sechst in der Band und Chris hatte Midnattsol mit Carmen (Elise Espenæs; Vocals – Anm. d.Verf.) gegründet und bis auf die Bassistin, die neu war, waren der Rest alles alte Bandmitglieder von ihr. Als sie die aufgenommen haben, bin auch ich hinzugestoßen, weil Chris meinte, sie bräuchten noch eine zweite Gitarrenlinie, und wie das halt so ist: Das waren alles alte Kumpels, da ist man dann halt auch dabei. Na ja, und da war eben diese Demokratiegeschichte – die ja auch irgendwo notwendig ist in einer Band mit sechs Leuten, denn natürlich kommt man da nicht immer auf einen Nenner; und wenn, werden die eigenen Wünsche und Ideen etwas verwässert und man muss Kompromisse eingehen, weil man es nicht jedem recht machen kann – und das war einer der Beweggründe, etwas zu zweit zu machen, und eben auch etwas, was wir bisher noch nicht gemacht haben. Es sollte schon heftig klingen, aber Death Metal hatten wir beide bereits gemacht, wir wollten lieber etwas Neues anpacken und da war Funeral Doom gerade reizvoll, zumal wir um 2004 herum dieses Genre auch gerade für uns entdeckt hatten. Anfangs war das auch nur als Projekt geplant, wir hatten gar keine großen Ambitionen, Auftritte zu machen; wir dachten einfach nur: Machen wir mal eine Promo-CD und schauen, was passiert, wir machen das nur als Studioband. Doch dann haben wir recht bald ein Angebot gekriegt, beim Doom Shall Rise zu spielen. Also haben wir vorher einen kurzen Probegig gemacht und dann war das schon gleich der erste richtige Auftritt. Da haben wir dann, ohne richtig bekannt gewesen zu sein, auch gleich unsere 30, 40 Demos, die wir dabei hatten, verkloppt, und auch relativ viele T-Shirts. Wir sind also einfach nur mit der Mentalität „Probieren wir’s mal“ rangegangen und es ist ja auch ganz gut etwas daraus geworden.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann