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Accept im Interview (März 2011)

„Das spornt uns natürlich an, richtig zuzulegen, hundertzehn Prozent jeden Abend“

Gesprächspartner Peter Baltes live on stage, Live Music Hall Köln, Februar 2011

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“Ach, hätte ich gewusst, dass ihr auch beim Rock Hard Festival dabei seid, dann hättet ihr doch schon dort ein Interview führen können“, so schallte die verbale Ohrfeige aus dem Accept-Promo-Lager. Es ist doch klar, dass bei der ersten Tour wir von The-Pit.de nicht nur auf Brustwarzen bis Köln robbten, um über die Show zu berichten, sondern auch gleich Peter vor das Mikrofon zogen, um einige Antworten herauszukitzeln. Mit stark amerikanischem Akzent plauderte er nicht nur über die Wiedergeburt der neuen Accept, sondern nahm auch Stellung zu aktuell politischen Ereignissen.

 

The-Pit.de: Hi Peter, ich heiße Jörg und bin für The-Pit.de unterwegs.

Peter: Und ich bin der Peter von Accept und spiele dort den Bass.

The-Pit.de: Ihr seid jetzt schon einige Tage erfolgreich auf Clubtour. Was sind denn so deine ersten Eindrücke?

Peter: Wir haben am 14. Januar in Osnabrück angefangen, sind dann nach Antwerpen, Paris, Biarritz, Spanien, Italien, Budapest, Polen und jetzt wieder Hamburg, so kommst du rum. Bis jetzt war alles super und ausverkauft, viele Hallenshows wurden verlegt und wir könnten nicht glücklicher sein.

The-Pit.de: Könnt ihr bei euren Shows Unterschiede zwischen den Fans im Süden und im Norden feststellen?

Peter: Accept-Metalfans sind durch die Bank alle gleich. Es gibt kaum Unterscheide. Ich weiß gar nicht, wonach ich da suchen soll, wo die anders sein sollen, verstehst du? Vielleicht gehen einige nicht so sehr aus sich heraus. Die Spanier sind ein bisschen enthusiastischer, da ist die Hölle los, typisch Südländer. Das ist wie beim Fußballspiel. Schau dir die Fans von Werder Bremen an und die von Real Madrid.

The-Pit.de: Das ist auch nicht schlecht – schöner Vergleich. Du hast vorhin schon erwähnt, dass die Shows überall ausverkauft sind. Habt ihr einfach nur zu wenige Dates eingeplant oder waren die Clubs schlichtweg zu klein, vor allem im Hinblick darauf, dass ihr im Sommer z.B. noch in der Zeche Bochum spielt - und die ist nochmals deutlich kleiner?

Peter: Ja, das ist aber alles geplant, weil wir auch nicht dumm sein wollen. Wir wollen sicherstellen, dass, wo wir auch immer spielen, alles ausverkauft ist. Das ist jetzt seit 15 Jahren unsere erste richtige Tour. Letztes Jahr war das nur eine Probetour und wir haben uns nur vorgestellt. Wir wollen alles ganz ruhig angehen lassen, auch wenn alles ausverkauft ist. Wir bekommen jetzt schon Angebote für nächstes Jahr, wir haben schon über hundert Shows angeboten bekommen und die sind alle größer. Ich denke, wir haben alles richtig gemacht, anstatt direkt in die großen Hallen zu gehen. Das wäre Unsinn gewesen.

The-Pit.de: Mit „Blood Of The Nations“ habt ihr ein Album veröffentlicht, welches wohl kaum weniger typisch für Accept hätte sein können. Ihr habt die Power und den Spirit aus den Achtzigern in die Neuzeit transportiert, aber ihr habt auch z.B. mit Violinen experimentiert. Wie entsteht bei euch denn ein Song?

Peter: Heute ist alles ein bisschen einfacher als damals, weil man Pro Tools hat. Man hat kein Tape mehr und dadurch kann man viel schneller etwas ausprobieren, zusammenpacken und schauen, wie es klingt. Die Violinen haben bei dem einen Song einfach nur gepasst, da war sogar ein Maestro aus Italien dabei, der das gespielt hat, ein Freund vom Wolf, ein richtig super Mann. Wir haben lange nichts mehr geschrieben und da haben sich viele Ideen aufgestaut. Wir sind sehr begeistert über unseren Sänger Mark, der hatte viele Ideen angeregt, niemand übte Druck auf uns aus, keine Plattenfirma, einfach niemand, und wir hatten nichts zu verlieren. Das ist natürlich eine gute Position, in der man sich befinden kann, wenn man ein Album machen will. Wir hatten einfach keinen Druck und konnten machen, was wir wollten.

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