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Accept im Interview (August 2017)

"Viel Alkohol, wenig Schlaf!"

The-Pit.de: Ja genau. Ich finde ebenfalls sehr interessant, wie einzelne Länder den Fokus der Allgemeinbevölkerung steuern. Am besten spricht man mehrere Sprachen und verlässt sich nicht nur auf eine nationale Art von Wahrnehmung in den Medien. Die Nachrichten sind ja verschiedenartig strukturiert und gewichtet. Der Fokus liegt ja unterschiedlich, wie du das gerade geschildert hast. In den europäischen Ländern wird dies anders bewertet. In den USA sieht man das auch bestimmt wiederum anders.

Wolf: Absolut, absolut wie du das sagst. Es ist auch das Interessante bei uns Musikern, wenn man um die Welt geht und sieht, wie die Welt denkt und man mit verschiedenen Leuten spricht. Ich war gerade in der Tschechischen Republik und da fragt mich jemand und erzählt, wie toll er findet, dass bei ihnen gar keine Flüchtlinge sind und damit gar keine Probleme auftauchen. Und andere Europäer sehen das wiederum völlig anders: „Wir müssen die Flüchtlinge nehmen und ihr nehmt gar keine, obwohl wir in der Europäischen Union zusammen sind.“

The-Pit.de: Ja genau, die Wahrnehmung hängt größtenteils unbewusst auch mit der mentalen Steuerung zusammen.

Wolf: Es kommt darauf an, mit welchen Erwartungen man an das Thema herangeht und wie man die Dinge sieht und dementsprechend stellen sich die Wünsche dar. Deshalb würde ich keine Stellung beziehen, weil ich denke, das ist gar nicht meine Aufgabe als Musiker! Aber ich finde es immer wieder mal höchst interessant. Man kann es letztendlich irgendwie nachvollziehen, wie man aus seiner Warte etwas dazu zu sagen hat.

The-Pit.de: Ja. Deshalb ist das auch wichtig, die Meinungen der Länder in der jeweiligen Sprache anzugucken und sich nicht in Übersetzungen aus zweiter oder dritter Quelle zu informieren. Wichtig finde ich auch, dass man keine extreme Position vertritt.

Wolf: Ja klar, absolut. Das zeigt auch immer deutlich, wie sehr man davon letztendlich beeinflusst ist und was man jeden Tag vorgesetzt kriegt. Wenn du das durch die Medien auf eine Art siehst, fängst du an, auch in der Richtung zu denken.

The-Pit.de: Euer Albumcover wurde von Gyula Havancsák entworfen. Wie kamt ihr zu ihm? Er ist ein ungarischer Künstler, der auch für solche Auftraggeber gearbeitet hat wie Annihilator oder King Diamond.

Wolf: Ihn kannten wir ja bereits, denn er hat auch mal für uns designt. Er hat schon mal Merchandising, T-Shirts etc. für uns gemacht. Er ist ein sehr begabter Mensch. Er hat unser letztes Stage-Set entworfen und den fanden wir so geil! Das bot sich dann auch als Albumcover an.

The-Pit.de: Wo habt ihr ihn kennengelernt? Ist der Kontakt durchs Internet entstanden? Habt ihr ihn angeschrieben oder ihn persönlich kennengelernt?

Wolf: Beides. Wir haben ihn auch letztens auf der Tour getroffen, aber ursprünglich kam alles durchs Internet zustande. Es wurde auch Zeit! (lacht)

The-Pit.de: Durch diesen Ungarn-Bezug würde ich dich gerne etwas fragen, was in die Vergangenheit zurückreicht. Eure allererste Ost-Europa-Tour wurde 1986 im allerletzten Moment abgesagt bzw. nach einem einzigen Konzert in Polen. Kannst du dich noch an die Gründe erinnern?

Wolf: Damals ist was ganz Verrücktes passiert: Wir waren zu Anfang in Polen und alles wurde sehr stark reglementiert. Wir waren die erste der deutschen Bands, die damals in Polen gespielt haben. Das waren ganz andere Zeiten. Plötzlich ist dieser Vorspann vor ´Fast As A Shark´, diese ´Heidi Heido Heida´ aufgetaucht. Da gibt’s diese Zeile. Das kennt ja jeder. Da wurde uns gesagt oder da gab es einen Riesenstreit darum, dass das ein Nazi-Song sei beziehungsweise wir seien Nazi-Sympathisanten. Daraufhin sind wir mehr oder weniger aus dem Land geschmissen worden. Auch die weiteren Auftritte auf der Ost-Europa-Tour sind abgesagt worden, weil wir diesen Vorspann am Ablaufen hatten.

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