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Accept im Interview (August 2017)

"Viel Alkohol, wenig Schlaf!"

The-Pit.de: Die Songs auf dem neuen Album finde ich sehr abwechslungsreich. Legt ihr von vornherein Wert darauf oder ergibt sich das einfach so beim Schreiben?

Wolf: Das ergibt sich immer. Wir wurden immer wieder gefragt, warum das jeweils neue Album heavier oder dies und jenes weniger oder mehr ist. Diese Nuancen lassen sich nicht steuern. Manchmal schreibt man Songs Tag und Nacht und irgendwann hat man einen Haufen Songs zusammen. Man wählt daraus die Stärksten aus. So wie sie sind, sind sie halt. Man würde nie hingehen und sagen, dass Songs, die ähnlichen Charakter haben, bleiben sollen. Songs, die ein ähnliches Tempo aufweisen, kommen auch nicht mehrmals in Frage. Die Lieder sollen schon eine Vielfalt haben. Aber so genau feintunen kann man sie gar nicht vornherein. Im Grunde genommen entstehen die Songs und irgendwann ergibt sich ein Eigenleben. Man will nachgeben, was ein Song braucht, was er haben soll. Mir ist es immer wichtig, dass die Songs ähnliche Qualität haben, dass sie gegeneinander bestehen, egal wie sie im Endeffekt ausfallen. Es ist wichtig, ähnliche gute Songs zu haben.

The-Pit.de: Das heißt, dass ihr in erster Linie nicht die Wünsche der Fans berücksichtigt, sondern die Songs entstehen tatsächlich aus der inneren Kreativität, ohne dabei dies in Betracht zu ziehen. Dabei hofft ihr aber, dass das Album auf breiter Fläche ankommt?

Wolf: Ja. Du kannst das nicht auf Bestellung machen.

The-Pit.de: Ich meine, ihr habt bestimmte Markenzeichen. Diese versucht ihr schon zu verwenden und hierzu kommt noch dann eine Portion Neues oder Inspirierendes. Richtig?

Wolf: Ja, aber es ist irgendwie andersherum. Es entsteht nicht so. Man hat schon Markenzeichen. Man hat gewisse Vorlieben, Eigenschaften, Charakteristiken und Melodien, wenn man Songs schreibt. Diese nimmt man immer wieder. Dadurch entstehen Markenzeichen. Es ist aber nicht so, dass ich mich hinsetze und mit Bausteinen etwas zusammensetze.

The-Pit.de: Das meinte ich eben mit meinen Vermutungen, wie du das geschildert hast.

Wolf: Das Stück entsteht von alleine. Dadurch ergibt sich irgendwann der Stil von Accept. Das basiert darauf, dass das so gefällt.

The-Pit.de: Was bedeutet eigentlich der Albumtitel?

Wolf: Der hat uns ja inspiriert. Das sind halt erst mal Songs mit Themen, die uns interessieren. Dieser Titel fühlte sich besonders cool an, weil es gerade die Zeiten dafür da sind. Wenn man die politische Situation in verschiedenen Ländern von Europa anschaut, kommt einem schon der Gedanke „The Rise Of Chaos“ und das fühlte sich so an, dass das in diese Zeit passt.

The-Pit.de: Dann gehen wir doch mal auf ein einzelnes Lied ein, dessen Titel nicht selbsterklärend ist: „Koolaid“. Was bedeutet das?

Wolf: „Koolaid“ ist eine wahre Geschichte und ein relativ leichtfüßiger Song, der einen sehr düsteren Hintergrund hat. Es geht um den Massenselbstmord von fast tausend Leuten, die Zyankali getrunken haben.

The-Pit.de: War das in einem der asiatischen Länder?

Wolf: Nein, nein. Das war in Südamerika 1978. Der Typ, deren Führer, war eine Art Guru. Sie haben ja, damit das Zeug besser schmeckt und trinkbar ist, so einen Fruchtcocktail beigemixt. Daher kommt dieses geflügelte Wort, das in den USA verbreitet ist: „Don´t drink the Koolaid!“ Ich habe mich ja auch gefragt, was hinter diesem Spruch steckt. Das ist mir im Kopf geblieben und beim Songschreiben habe ich das aufgegriffen und im Internet nachgeschaut, woher der Spruch und die Story dazu herkommen. Somit haben wir in dem Song eine wahre Geschichte.

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