Tipps der Redaktion

Soilid:
Murder Diary

7.5 von 10 Punkten


Watch Me Bleed:
Kingdom

8.5 von 10 Punkten


Unisonic:
Unisonic

8 von 10 Punkten


Nihiling:
Egophagus

9 von 10 Punkten


< Suicidal Angels: Eternal Domination

Aborted: Global Flatline

Mit einem brutal-ekstatischen Fiasko zurück zu alter Stärke


Aborted: Global Flatline

bei Amazon bestellen
bei eBay bestellen
Bewertung: 8 von 10 Punkten
Release: 20.01.2012
Genre: Death Metal, Deathgrind, Extreme Metal
Spielzeit: 43:37
Label: Century Media Records

Tracklist

1. Omega Mortis
2. Global Flatline (Tipp)
3. Источник Болезни (The Origin Of Disease)
4. Coronary Reconstruction
5. Fecal Forgery
6. Of Scabs And Boils (Tipp)
7. Vermicular, Obscene, Obese
8. Expurgation Euphoria (Tipp)
9. From A Tepid Whiff (Tipp)
10. The Kallinger Theory
11. Our Father, Who Art Of Feces
12. Grime
13. Endstille (Tipp)

Noch vor einigen Jahren schien es relativ düster um die Multikulti-Deathgrind-Fraktion Aborted. Zudem hatte die Band in der Vergangenheit immer mit unzähligen Besetzungswechseln zu kämpfen und sah sich sogar gezwungen, Touren abzusagen.

Nachdem die Truppe aber mit der limitierten EP "Coronary Reconstruction" 2010 ihren Weg zurück in die heimischen Gefilde markierte, heißt "Global Flatline" die Band nun endlich wieder dort willkommen, wo sie hingehört. Die neue Schlachtplatte wurde mit Jacob Hansen in Dänemark aufgenommen, über Century Media Records veröffentlicht und bietet wieder das, was Aborted ausmacht: Komplexität, Brachialität und hier und da ein paar melodische Einflüsse.

Kaum eingeworfen, geht das Gemetzel auch schon los. Nach einem kurzen atmosphärischen Intro bringt der Titeltrack die Boxen zum Explodieren mit einem doomigen Riff, welches sich in den wohlbekannten Schnetzelpart mit donnernden Blastbeats und wuchtigen Gitarren steigert. Der Sound ist etwas präziser als auf "Coronary Reconstruction", was schön ist, da man die Drums und Gitarrenläufe klar heraushören kann, der bassgewaltige Klang ist aber nach wie vor enthalten. Die Tracks auf "Global Flatline" sind vorwiegend rasend schnell, wüst und sehr kurz gehalten und die Band bietet hier abgesehen von gelegentlich eingebauten Breakdowns und langsamen Doom-Passagen meist irre schnelles Riffing mit treibenden Blastbeats. Aber gerade auch die seltenen stampfenden Passagen können voll überzeugen, wie beispielsweise in "From A Tepid Whiff". Die immer wieder eingestreuten Funksprüche untermalen das apokalyptische Feeling.

Auffallend ist auch die technische Finesse des Fünfers. Vor allem für Drummer ist die Scheibe ein gefundenes Fressen, da Ken Bedene sich hier ohne Umwege ins Doublebass-Paradies trommelt (man nehme nur einmal den sechsten Track "Of Scabs And Boils"). Es ist schon ansehnlich, was der Gute da an seinem Waffenarsenal hervor zaubert. Auch der Rest der Truppe zeigt, was er kann. Es gibt stimmige Gitarrensoli und Sven De Caluwe grunzt, was das Zeug hält. Für den Hassbalken wurden außerdem wieder einige Gast-Sänger dazu geholt. Mit dabei sind Trevor Strnad (The Black Dahlia Murder), Julien Truchan (Benighted), Jason Netherton (Misery Index) und Keijo Niinima (Rotten Sound).

Mit "Global Flatline", dem Soundtrack zum Ende der Menschheit, gibt es rund 40 Minuten brutal-ekstatisches Extreme-Metal-Fiasko um die Ohren. Die Platte merzt alle Fehler des Vorgängers aus und stellt somit den Ruf der Band wieder her. Aborted hauen richtig auf die Kacke und lassen wissen, dass ihnen noch lange nicht die Ideen ausgegangen sind und jeder, der auf "Auf-die-Fresse"-Mucke steht, könnte die Platte schon bald im Regal stehen haben.

Aborted-Infodienst

Bei neuen Artikeln, die im Zusammenhang mit Aborted stehen, wirst du per E-Mail benachrichtigt. Du kannst die Benachrichtigung über einen Löschlink in der Mail jederzeit rückgängig machen.

E-Mail-Adresse: