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Sonntag, 14. März 2010
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This Or The Apocalypse im Interview (November 2008)

Über Nerds in Booty Shorts

This or the Apocalypse aus den U.S.A. haben neben einem ungewöhnlichem Namen auch musikalisch einiges zu bieten. Ihre Form von Metalcore ist eine optimale Mischung aus Härte und Melodie, vermeidet aber den Blick auf die Teenie-Fraktion. Aus diesem Grund sollte ihr Zweitwerk „Monuments“ auch notorischen Gegnern des Genres mehr als ein wohlwollendes Nicken abverlangen. Sänger Rick Armellino stellt euch seine hierzulande eher unbekannte Band in folgendem Interview ein wenig näher vor.

 

 

The-Pit.de: Die offensichtlichste Frage direkt vorneweg: Warum heißen This or the Apocalypse „This or the Apocalypse“?

 

 

Rick: Der Name ist nicht eindeutig, er wirft Fragen auf. Was bedeutet „This“? Ist es etwas religiöses? Ist es etwas besseres oder schlimmeres? Ist es eine Handlungsweise, eine Forderung? Ist es eine Wahl?

 

 

The-Pit.de: Was sind die Highlights eurer Karriere? Bis jetzt, natürlich. 

 

Rick: Auf unserer US Tour mit August Burns Red gab es etliche sehr spaßige Momente. Sky Eats Airplane, Greeley Estates und wir haben, nur mit Booty Shorts bekleidet und mit Müllsäcken voller Ballons, die Bühne während ABRs letztem Set gestürmt, während ihr Soundmann „Never Gonna Give You Up“ von Rick Astley über die PA laufen ließ.

Während dieser Tour war ich oft crowdsurfen, was für mich sicherlich auch ein Highlight meiner Karriere war, weil ich nicht ein einziges Mal fallen gelassen wurde, obwohl wir das alle erwartet hatten.

 

The-Pit.de: Gibt es Bands die euren Sound beeinflusst haben und warum bezeichnet ihr diesen als „thinking man's mosh“? 

 

Rick: Da gibt es einige Bands, die wir lieben. Wir hören ständig Bands wie Meshuggah,

Darkest Hour, Shai Hulud, M83, Mogwai, Appleseed Cast, Verse oder Hope Conspiracy....Zeug mit Herz und ein klein wenig Verstand dahinter.

Drew, der Gentleman von LifeForce America, der uns unter Vertag nahm, ist auf die Idee mit „thinking man's mosh“ als Bezeichnung für uns gekommen. Das hat er mit vorgeschlagen und ich hab das für raffiniert gehalten. Es gibt viele Elemente in unserer Musik, die „heavy“ sind und das ganze Metalcore Konzept widerspiegeln. Aber diese sind beinahe schon zufälliger Natur.

Manchmal beschweren sich die Kids bei uns: „Ihr müsst brutaler werden!“ Wir halten das eher für witzig und unnötig, denn es gibt viele Bands, die diesen Stil spielen und das auch gut machen. Wir wollten ein wenig anders sein.

 

The-Pit.de: Wir sind ja ein Webzine aus Deutschland, von daher fällt uns sofort der Song mit dem deutschen Namen („Geist“) auf eurem neuen Album auf. Kannst du unseren Lesern ein wenig über deine Texte erzählen? 

 

Rick: All meine Texte sind inspiriert von den Gedanken und Ideen meiner Lieblingsautoren aus der gesamten Geschichte. Infolgedessen nennt sich das Album „Monuments“ - man nimmt etwas altes und monumentales und stellt es neben das Moderne, was wir alle kennen. Meine Texte beinhalten aussagekräftige Ideen und Geschichten, denn so versuche ich Anschluss zum Rest der Welt zu finden.

„Geist“ stammt aus einer sehr harten Zeit in unserem Leben, als unser Lead Gitarrist und mein bester Freund Jack seine Mutter durch Krebs verlor. Man kann sich vom Leben eines anderem abkoppeln und ihnen dennoch oder gerade dadurch noch verbundener sein. Ich schätze, so funktioniert es in unserer Welt eben manchmal. Man sieht sich die Nachrichten an und denkt bei all diesen schrecklichen Dingen, dass man unmöglich hierhin gehört, dass das eigene Leben doch so völlig anders ist. Und dennoch fühlt man den Schmerz.

 

The-Pit.de: Inwiefern ist „Monuments“ anders als eure bisherigen Veröffentlichungen? 

 

Rick: Es ist praktisch eine neue Band. Wir haben wohl neu angefangen, als wir bei LifeForce unterschrieben, schätze ich.

 

The-Pit.de: Wie liefen die Aufnahmen im Studio? 

 

Rick: Wir hatten sehr viele Demos und waren vorbereitet mit einer Kombination aus Aufnehmen und Programmieren zu arbeiten. Wir hatten lange Songwriting Sessions und haben im Prinzip für einen Monat kein Privatleben gehabt, da unser Zeitplan sehr eng gesteckt war. Das tat uns gut, denn wir waren sehr konzentriert und hatten dennoch eine gute Atmosphäre im Studio. Unser Produzent Carlson hat definitiv einen entscheidenden Anteil an allem gehabt.

 

The-Pit.de: Was sind eure Zukunftspläne? Können wir darauf hoffen, euch mal hier in Deutschland touren zu sehen? 

 

Rick: Das ist sehr gut möglich! Ich kann es nicht erwarten auf einem neuen Kontinent zu touren, oder ihn zumindest zu sehen. Wir haben vor, soviel wie möglich zu unterwegs zu sein um „Monuments“ zu promoten und dabei noch viele Demos aufzunehmen.

 

The-Pit.de: Wenn man sich eure Blogs auf MySpace ansieht, scheint es ja sehr gut für euch zu laufen. Kannst du uns ein wenig was von eurem „Leben auf der Straße“ erzählen? 

 

Rick: Wir feiern nicht gerade viel. Deswegen kriegen wir von anderen Bands oft zu hören, wie albern und „nerdy“ wir doch seien, aber das kümmert uns nicht. Wir stellen lieber unseren Propangasgrill auf den Parkplatz und kochen uns was, als Party zu machen. Außerdem treiben wir Sport, spielen Fußball (Anmerkung: er meint tatsächlich „soccer“ und nicht „American Football“), veranstalten LAN Partys mit unseren Laptops, erledigen, was sonst noch zu tun ist und machen eben das Beste aus dem Leben. Auf Tour kann man leicht in schlechte Angewohnheiten verfallen, von daher kann ich sagen, dass man mit meinen Jungs super auskommen kann. Ich bin gesegnet!

 

The-Pit.de: Noch irgendwelche Worte für euer deutsches Publikum? 

 

Rick: Can't wait to meet you.

 

Vielen Dank für dieses Interview und viel Glück auf Tour!

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